Steffen Freund

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Steffen Freund

Steffen Freund (2005)

Spielerinformationen
Geburtstag 19. Januar 1970
Geburtsort Brandenburg a. d. H.DDR
Größe 180 cm
Position Defensives Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1976–1984
1984–1989
BSG Motor Süd Brandenburg
BSG Stahl Brandenburg
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1989–1991
1991–1993
1993–1998
1999–2003
2003–2004
2004
BSG Stahl Brandenburg
FC Schalke 04
Borussia Dortmund
Tottenham Hotspur
1. FC Kaiserslautern
Leicester City (Leihe)
31 (0)
53 (3)
117 (6)
102 (0)
9 (0)
14 (0)
Nationalmannschaft
1992
1995–1998
Olympia-Auswahlmannschaft
Deutschland
2 (0)
21 (0)
Stationen als Trainer
2007–2009
2008
2009–2010
2010–2011
2011–2012
2012–
Deutschland U-20 (Co-Trainer)
Nigeria (Co-Trainer)
Deutschland U-16
Deutschland U-17
Deutschland U-16
Tottenham Hotspur (Co-Trainer)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Juli 2012

Steffen Freund (* 19. Januar 1970 in Brandenburg an der Havel) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.

Spielerkarriere[Bearbeiten]

Vereinsebene[Bearbeiten]

Freund begann als Sechsjähriger bei der BSG Motor Süd Brandenburg. Als Schüler wechselte er 1984 zur BSG Stahl Brandenburg, bei der er vom Juniorenbereich bis in die DDR-Oberliga-Mannschaft aufstieg.

1991 wechselte er in die Fußball-Bundesliga zum FC Schalke 04 und wurde dort zu einem wichtigen Mittelfeldspieler. Aus finanziellen Gründen wurde Freund 1993 an Borussia Dortmund verkauft und bestritt dort bis 1999 117 Bundesliga-Punktspiele. Er wurde mit dem Verein 1995 und 1996 Deutscher Meister und 1997 Sieger der UEFA Champions League und des Weltpokals.

Im Januar 1999 wechselte er zu Tottenham Hotspur in die englische Premier League. Noch im gleichen Jahr gewann er mit Tottenham gegen Leicester City mit 1:0 den League Cup. 2002 erlitt Freund einen Kreuzbandriss und schaffte es danach nicht, sich wieder ins Team zu kämpfen. Nach einem kurzen Gastspiel beim 1. FC Kaiserslautern 2003 wurde er 2004 nochmals nach England ausgeliehen und beendete seine Karriere dort bei Leicester City.

2009 wurde er in die Hall of Fame der Tottenham Hotspur aufgenommen.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Der defensive Mittelfeldspieler absolvierte 21 Länderspiele für die Deutsche Fußballnationalmannschaft und gewann mit dem Team die Fußball-Europameisterschaft 1996 in England. Außerdem nahm er noch an der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich teil. 1988 belegte er mit der DDR den 3. Platz bei der Junioren-Europameisterschaft. 1989 wurde Freund in die Fußballolympiaauswahl der DDR berufen, mit der er mehrere Testspiele bestritt. Noch vor Beginn der Qualifikationsspiele für Olympia 1992 wurde die Mannschaft im Zuge der deutschen Wiedervereinigung zurückgezogen.

Erfolge als Spieler[Bearbeiten]

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Neben einer Tätigkeit (bis November 2010) als ehrenamtlicher Nachwuchsleiter und D-Juniorentrainer beim ESV Lok Elstal (Landkreis Havelland)[1] übernahm Freund am 1. September 2007 den Posten des Assistenztrainers von Frank Engel bei der deutschen U20-Nationalmannschaft.[2] Für den Afrika-Cup 2008 unterstützte er als Co-Trainer den Nationaltrainer Nigerias, Berti Vogts, um daraufhin wieder als Assistenztrainer der deutschen U-20-Nationalmannschaft zu arbeiten. Im Mai 2009 schloss er erfolgreich die Ausbildung zum Fußballlehrer ab. Am 17. Juli 2009 wurde Freund als neuer Trainer der U-16-Nationalmannschaft vorgestellt. Ein Jahr später wurde er Trainer der U-17-Nationalmannschaft, mit der er 2011 Vize-Europameister wurde und bei der U-17-Weltmeisterschaft in Mexiko den 3. Platz belegte. Danach übernahm er beim DFB wieder den neuen U-16-Jahrgang. Am 11. Juli 2012 kehrte er zu Tottenham Hotspur zurück und unterschrieb einen Vertrag als Co-Trainer von André Villas-Boas.[3]

Erfolge als Trainer[Bearbeiten]

  • Vize-Europameister mit der U-17 2011
  • 3. Platz bei der U-17 WM 2011

Privates[Bearbeiten]

Steffen Freund ist verheiratet, hat zwei Töchter und einen Sohn und wohnt im Potsdamer Ortsteil Neu Fahrland.

Bemerkenswertes[Bearbeiten]

Während eines UEFA-Pokal-Spiels im Jahre 1993 verschluckte Steffen Freund nach einem Halsschuss seine Zunge. Ersatzspieler Lothar Sippel rettete ihm das Leben.[4]

Bis 2004 war Freund Vizepräsident der Spielergewerkschaft Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV).[5]

2006 trat Freund zusammen mit Boris Becker bei der britischen TV-Show They think it's all over auf, bei der auf das Finale der Weltmeisterschaft 1966 zwischen Deutschland und England, welches die Engländer 4:2 gewannen, Bezug genommen wird.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Potsdam, Elstal und die White Hart Lane In: Potsdamer Neueste Nachrichten, 17. Februar 2007; Homepage des Vereins
  2. ARD - Videotextseite 224 am 29. August 2007
  3. CLUB ANNOUNCEMENT: STEFFEN RETURNS TO COMPLETE COACHING TEAM, Zugriff am 11. Juli 2012
  4. 11freundinnen.de vom 19. Januar 2012, abgerufen am 8. Juli 2013
  5. spielergewerkschaft.de: Präsidium