Steffi Jones

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Steffi Jones

Steffi Jones (2005)

Informationen über die Spielerin
Voller Name Stephanie Ann Jones
Geburtstag 22. Dezember 1972
Geburtsort Frankfurt am MainDeutschland
Größe 180 cm
Position Innenverteidigerin
Vereine in der Jugend
1976–1986 SV Bonames
Vereine als Aktive
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1986–1991
1991–1992
1992–1993
1993–1994
1994–1997
1997–1998
1998–2000
2000–2002
2002–2003
2003–2007
SG Praunheim
FSV Frankfurt
SG Praunheim
TuS Niederkirchen
SG Praunheim
FSV Frankfurt
SC 07 Bad Neuenahr
1. FFC Frankfurt
Washington Freedom
1. FFC Frankfurt
Nationalmannschaft
1993–2007 Deutschland 111 (9)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Stephanie Ann „Steffi“ Jones (* 22. Dezember 1972 in Frankfurt am Main) ist eine ehemalige deutsche Fußballspielerin und seit 2011 Direktorin beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Sie spielte von 1991 bis 2007 in der Bundesliga und war von 1993 bis 2007 in der Nationalmannschaft aktiv. Von 2008 bis 2011 war sie Präsidentin des Organisationskomitees für die Frauenfußball-WM 2011.

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Steffi Jones, Tochter eines US-Soldaten und einer deutschen Mutter, wuchs in Frankfurt-Bonames auf. Der Vater verließ die Familie, als sie drei Jahre alt war. Jones hat eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskauffrau und eine Fußball-Lehrer-Ausbildung an der Sporthochschule in Köln abgeschlossen. Neben der deutschen besitzt sie die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.

Sportliche Karriere[Bearbeiten]

Abschied von Steffi Jones vom 1. FFC Frankfurt (Dezember 2007)

Im Alter von vier Jahren begann Steffi Jones mit dem Fußballspielen. Von 1976 bis 1986 spielte sie in der männlichen Jugendmannschaft des SV Bonames in Frankfurt. Danach wechselte sie für fünf Jahre zur Frauenmannschaft der SG Praunheim. 1990 wurde sie mit 15 Treffern in 18 Begegnungen Oberliga-Torschützenkönigin und führte den Verein in die Bundesliga. In den folgenden Jahren wechselte sie häufig den Verein, was ihr den Ruf „Wechselkönigin der Bundesliga“ einbrachte: 1991/92 beim FSV Frankfurt, 1992/93 Rückkehr zur SG Praunheim, 1993/94 für den TuS Niederkirchen, 1994–1997 erneut für die SG Praunheim, 1997/98 wieder beim FSV Frankfurt, von 1998 bis 2000 für den SC 07 Bad Neuenahr und seit 2000 beim 1. FFC Frankfurt. Ihre aktive Laufbahn beendet sie Ende 2007. Zwischendurch spielte sie von 2002 bis 2003 in den USA in der Frauen-Profi-Liga (WUSA) für Washington Freedom.

Ihr erstes Länderspiel bestritt Jones 1993 gegen Dänemark beim Spiel um Platz drei bei der Europameisterschaft, das verloren wurde. Jones wurde noch unter dem Namen Jones-Field eingewechselt. 1997 wurde sie erneut in den EM-Kader aufgeboten. Als Organisatorin der deutschen Abwehr hatte sie großen Anteil am Gewinn des EM-Titels, wurde am Ende in das All-Star-Team berufen und zur besten Abwehrspielerin des Turniers gekürt. 1999 nahm Steffi Jones an ihrer ersten WM teil. Ein Jahr später gewann sie mit der Nationalmannschaft die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Sydney. 2001 spielte sie im siegreichen deutschen Team bei der EM im eigenen Land.

Bei der Weltmeisterschaft 2003 in den USA zog sie sich im Vorrunden-Spiel gegen Argentinien einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu und musste ein halbes Jahr lang pausieren. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen errang sie die Bronzemedaille. 2005 wurde sie zum dritten Mal in Folge Europameisterin mit der Nationalmannschaft. Nach 111 Länderspielen erklärte sie am 26. März 2007 ihren Rücktritt aus dem Nationalteam.[1] Ein Mitgrund waren die körperlichen Verschleißerscheinungen nach 30 Jahren sportlicher Laufbahn.[2]

Tätigkeit beim DFB[Bearbeiten]

Übergabe der Siegertrophäe für das DFB-Pokalfinale der Frauen (19. Mai 2013 im RheinEnergieStadion) durch DFB-Direktorin Steffi Jones an den Austragungsort Köln. Den Pokal nehmen FC-Vizepräsident Toni Schumacher und Höhner-Schlagzeuger Janus Fröhlich als Sport-Botschafter der Stadt Köln entgegen.

Am 9. November 2007 berief der DFB Steffi Jones zur Präsidentin des Organisationskomitees bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011, diese Arbeit nahm sie am 1. Januar 2008 auf. Nach Abschluss dieser Tätigkeit, für die sie mehrfach geehrt wurde, wurde Steffi Jones Direktorin beim DFB.[3] Dort ist sie für die Bereiche Frauenfußball, Mädchenfußball und Schulfußball zuständig.[4]

Soziales Engagement[Bearbeiten]

Steffi Jones ist seit 2012 Vorstandsmitglied der Bundesliga-Stiftung.

Erfolge[Bearbeiten]

Vereinsfußball[Bearbeiten]

  • Deutsche Meisterin 1998 mit dem FSV Frankfurt
  • Deutsche Meisterin 2001, 2002, 2003, 2005 und 2007 mit dem 1. FFC Frankfurt
  • DFB-Pokalsiegerin 2001, 2002 und 2003 mit dem 1. FFC Frankfurt
  • US-Meisterin 2003 mit Washington Freedom
  • UEFA Women’s Cup-Siegerin mit dem 1. FFC Frankfurt 2002 und 2006

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

  • Weltmeisterin 2003
  • Europameisterin 1997, 2001 und 2005
  • Olympische Bronzemedaille 2000 und 2004

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 11. Juni 2006: Hessischer Verdienstorden am Band „für jahrelanges ehrenamtliches Engagement als Schirmherrin des Projekts ‚Ballance 2006 – Integration und Toleranz für eine friedliche Fußball-Weltmeisterschaft.‘“[5]
  • 2010: Georg-August-Zinn-Preis[6]
  • FIFA-Botschafterin für den Frauenfußball[7]

Trivia[Bearbeiten]

  • Von ihren Mitspielerinnen wurde sie „Schoko“ gerufen.[8]
  • Steffi Jones ist nicht mit dem früheren Schalke-04-Spieler Jermaine Jones verwandt. Ihre Mutter war allerdings Tagesmutter von Jermaine Jones, daher kennen sich die beiden. Beide wuchsen außerdem im selben Stadtteil auf.[9]
  • Im August 2007 erschien Steffi Jones’ Buch Der Kick des Lebens im S. Fischer Verlag, 2007, ISBN 3-596-17641-7.
  • 2011 hatte Jones einen Gastauftritt in der Fernsehreihe Tatort in der Folge Im Abseits.
  • Steffi Jones war bis Oktober 2011 Schirmfrau der Initiative Respekt! Kein Platz für Rassismus.
  • Steffi Jones lebt offen homosexuell mit der Bankerin Nicole Parma zusammen[10], die sie im Juni 2014 heiratete[11]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steffi Jones – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung des DFB, Steffi Jones tritt sofort aus Nationalmannschaft zurück, 26. März 2007
  2. Kurzbiografie bei Phoenix online
  3. Interview in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 31. Dezember 2011
  4. Organigramm auf der DFB-Homepage, abgerufen am 1. Januar 2012
  5. Hessische Staatskanzlei: Hessischer Verdienstorden für Steffi Jones; Pressemitteilung vom 11. Juni 2006
  6. fifa.com: Steffi Jones mit Georg-August-Zinn-Preis ausgezeichnet. Abgerufen am 20. November 2010.
  7. Jones und Prinz zu FIFA-Botschafterinnen für Frauenfussball ernannt
  8. Emma.de
  9. OK-Chefin Steffi Jones: Das Gesicht der Frauen-WM auf rp-online.de
  10. Steffi Jones outet sich – „Ja, wir sind ein Paar“ In der Welt vom 3. Februar 2013.
  11. Sie schwärmen von ihrem Liebesglück in bunte.de, abgerufen am 17. Juni 2014.