Stegersbach
| Stegersbach | ||
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Burgenland | |
| Politischer Bezirk: | Güssing | |
| Kfz-Kennzeichen: | GS | |
| Fläche: | 17,76 km² | |
| Koordinaten: | 47° 10′ N, 16° 10′ O47.15972222222216.166388888889262Koordinaten: 47° 9′ 35″ N, 16° 9′ 59″ O | |
| Höhe: | 262 m ü. A. | |
| Einwohner: | 2.558 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 144 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 7551 | |
| Vorwahl: | 03326 | |
| Gemeindekennziffer: | 1 04 14 | |
| NUTS-Region | AT113 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptplatz 7 7551 Stegersbach |
|
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Heinz Peter Krammer (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2012) (23 Mitglieder) |
||
| Lage der Marktgemeinde Stegersbach im Bezirk Güssing | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Stegersbach ist eine Marktgemeinde im Bezirk Güssing im Burgenland in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Szentelek, der kroatische Santalek.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Die Gemeinde liegt im Südburgenland im Stremtal. Stegersbach ist der einzige Ort in der Gemeinde.
Geschichte[Bearbeiten]
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Szentelek verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Marktgemeinde ist Stegersbach seit 1583 (durch Rudolf II. 1391, 1583 erneut verliehen).
Wie in vielen anderen Orten des Burgenlandes wurden auch in Stegersbach im 16. Jahrhundert kroatische Kolonisten angesiedelt (Kroatisch-Stegersbach), wobei sich die Anteile der Deutschen und der Kroaten – ähnlich wie in den Orten Antau (Otava), Kittsee (Gijeca) und Sigleß (Cikleš) – in der Vergangenheit stets in der Waage hielten. Seit Ende des 19. Jahrhunderts nimmt der Anteil der Kroaten allerdings stetig ab, sodass heute nur mehr – wenn überhaupt – ganz wenige Einwohner zur Volksgruppe der Burgenlandkroaten gezählt werden können (Anteil der Kroaten an der Gesamtbevölkerung – 1880: 37 %, 1910: 30,2 %, 1934: 11 %, 1971: 1,7 %, 2001: 0,8 %).
Bevölkerung[Bearbeiten]
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]
Amtierender Bürgermeister ist Heinz Peter Krammer von der SPÖ.
Aktuelle Mandatsverteilung (23 Sitze) der Gemeindevertretung: SPÖ 14, ÖVP 9, FPÖ 0, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Spiralkirche Stegersbach: der treppenförmige Bau wurde in den frühen 1970er Jahren erbaut
- Kastell Stegersbach: erbaut von den Grafen Batthyany im Jahr 1636 im Stil der Renaissance
Sport und Freizeit[Bearbeiten]
- Sportstadion: erbaut 2006, Heimatstadion des Fußballvereins SV Stegersbach und des Inlineskater-Hockeyvereins "Tigers" Stegersbach
- Therme Stegersbach: 1998 gestaltet von Gottfried Kumpf (Kumpftherme), 2004 umgebaut, 2008 an den Tiroler Hotelier Karl Reiter verkauft[1], neuer Name "Reiters Familientherme"
- Golfschaukel Stegersbach: mit 45 Loch Österreichs größte Golfanlage
- Während der Fußball-Europameisterschaft 2008 war in Stegersbach die Nationalmannschaft von Österreich untergebracht.
- Austragungsort der Inlineskater-Hockey-Europameisterschaft im Oktober 2008 und im September 2011
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Seit 2004 hat die neue Therme Stegersbach mit Gesundheits- und Beautyangeboten sowie einer Saunalandschaft geöffnet. Nach einer Erweiterung der Therme wurde diese 2008 von Karl J. Reiter erworben und firmiert heute als Reiters Familientherme Stegersbach.
Zahlreiche Geschäfte im Ortskern beleben die Tourismusgemeinde. Im Ort gibt es eine Handelsakademie mit einer Zusatzausbildung Golf.
In Stegersbach besteht eine katholische Pfarre, die dem Dekanat Güssing der Diözese Eisenstadt angehört. Die verhältnismäßig wenigen lutherischen Christen des Ortes werden von der Pfarrgemeinde Kukmirn der Evangelischen Kirche A. B. im Burgenland betreut; monatlich findet ein evangelischer Gottesdienst in Stegersbach statt.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Franz Krammer (1890–1975), Oberamtsmann und Politiker (SPÖ)
- Johann Wagner (1897–1979), Politiker (ÖVP), Landeshauptmann des Burgenlands
- Eduard Gager, Politiker (NSDAP)
- Karl Popofsich, Politiker (NSDAP)
- Wilhelm Holper (1929–1983), Kammeramtsdirektor und Politiker (SPÖ); er besuchte die Hauptschule in Stegersbach
- Eduard Sauerzopf (1930–2011), Zeichner
- Johann Wolf (1931–2006; † in Stegersbach), Politiker (ÖVP)
- Walter Fabics (* 1931), Politiker, lebte ab 1932 in Stegersbach
- Rudolf Jusits (1948–2005), Schauspieler und Regisseur
- Edit Schlaffer (* 1950), Sozialwissenschaftlerin
- Kurt René Plisnier, Musiker (Keyboard), Mitglied der Rockband "Opus" (Welthit: "Live is life")
Literatur[Bearbeiten]
- Stefan Geosits (Hg.): Die burgenländischen Kroaten im Wandel der Zeit. Edition Tusch, Wien 1986, ISBN 3-85063-160-5.
- Nikolaus Wilhelm-Stempin: Das Siedlungsgebiet der Burgenlandkroaten in Österreich, Ungarn, Mähren und der Slowakei. BoD. 2008. ISBN 978-3-8370-4278-8.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
Bildein | Bocksdorf | Burgauberg-Neudauberg | Eberau | Gerersdorf-Sulz | Großmürbisch | Güssing | Güttenbach | Hackerberg | Heiligenbrunn | Heugraben | Inzenhof | Kleinmürbisch | Kukmirn | Moschendorf | Neuberg im Burgenland | Neustift bei Güssing | Olbendorf | Ollersdorf im Burgenland | Rauchwart | Rohr im Burgenland | Sankt Michael im Burgenland | Stegersbach | Stinatz | Strem | Tobaj | Tschanigraben | Wörterberg
