Steifes Barbarakraut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Steifes Barbarakraut
Barbarea stricta sl3.jpg

Steifes Barbarakraut (Barbarea stricta)

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Tribus: Cardamineae
Gattung: Barbarakräuter (Barbarea)
Art: Steifes Barbarakraut
Wissenschaftlicher Name
Barbarea stricta
Andrz.

Das Steife Barbarakraut (Barbarea stricta), auch Steife Winterkresse genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Barbarakräuter (Barbarea) in der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Illustration aus Sturm

Das Steife Barbarakraut ist eine zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 50 bis 100 Zentimeter. Die Grundblätter haben meist ein bis zwei, selten bis zu vier Paare Seitenlappen und einen eilänglichen, am Grund nie herzförmigen Endabschnitt, der länger ist als der Rest des Blattes. Die oberen Stängelblätter sind ungeteilt, lappig und gezähnt.

Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die Spitze der Kelchblätter und die Knospen besitzen 0,3 bis 0,5 Millimeter lange Trichome. Die hellgelben Kronblätter sind 3,5 bis 6 Millimeter lang und nur wenig länger als der Kelch.

Die Schoten stehen steil aufrecht auf dicken Stielen und sind der Sprossachse angedrückt. Der Fruchtgriffel ist 0,5 bis 1 Millimeter lang.

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Steife Barbarakraut ist ein europäisch-westasiatisches Florenelement. Sie wächst vorwiegend im Bereich der Stromtäler vom Jenissei in Sibirien bis zum Rhein nach Westen; ferner kommt sie in England und in Irland vor.

Sehr selten kommt es in Deutschland im Flachland westlich der Elbe, am Mittelrhein, am unteren und mittleren Main, am unteren Neckar sowie an Isar, Lech und der Donau( bis Passau) vor; selten findet am es im österreichischen Donauraum; zerstreut tritt es auf in Schleswig-Holstein sowie zwischen Oder und Elbe.

Es besiedelt in Mitteleuropa vor allem Ufer an Gräben, Bächen und Flüssen und geht hier auch ins Ufergebüsch, seltener besiedelt es nasses, stickstoffhaltiges Ödland oder nasse Wege.

Das Steife Barbarakraut gedeiht am besten auf nassen, zumindest teilweise überfluteten, nährstoff- und kalkreichen, lehmigen Böden.

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Barbarea stricta erfolgte durch Antoni Lukianovich Andrzejowski. Das Artepitheton stricta bedeutet steif.

Literatur[Bearbeiten]

  • Otto Schmeil, Jost Fitschen (Begr.), Siegmund Seybold: Die Flora von Deutschland und der angrenzenden Länder. Ein Buch zum Bestimmen aller wild wachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen. 95. vollst. überarb. u. erw. Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01498-2.
  • Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage, Ulmer-Verlag, 2001, ISBN 3-8001-3131-5.
  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. 2. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8001-4990-2.
  • Oskar Sebald, Siegmund Seybold, Georg Philippi (Hrsg.): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 2: Spezieller Teil (Spermatophyta, Unterklasse Dilleniidae): Hypericaceae bis Primulaceae. Eugen Ulmer, Stuttgart 1990, ISBN 3-8001-3312-1.
  • Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. 2. Auflage. Bände 1–5, Franckh-Kosmos, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08048-X.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steifes Barbarakraut (Barbarea stricta) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien