Steinbach am Attersee

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Steinbach am Attersee
Wappen von Steinbach am Attersee
Steinbach am Attersee (Österreich)
Steinbach am Attersee
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 61,11 km²
Koordinaten: 47° 50′ N, 13° 33′ O47.83194444444413.55509Koordinaten: 47° 49′ 55″ N, 13° 33′ 0″ O
Höhe: 509 m ü. A.
Einwohner: 851 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 14 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4853
Vorwahl: 07663
Gemeindekennziffer: 4 17 40
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Steinbach a.A. 4
4853 Steinbach am Attersee
Website: www.steinbach-attersee.at
Politik
Bürgermeister: Franz Kneissl (ÖVP)
Gemeinderat: (2003)
(13 Mitglieder)
6 ÖVP, 4 SPÖ, 2 SONST1, 1 SONST2
Lage der Gemeinde Steinbach am Attersee im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im Hausruckwald Attersee am Attersee Attnang-Puchheim Atzbach Aurach am Hongar Berg im Attergau Desselbrunn Fornach Frankenburg am Hausruck Frankenmarkt Gampern Innerschwand am Mondsee Lenzing Manning Mondsee Neukirchen an der Vöckla Niederthalheim Nußdorf am Attersee Oberhofen am Irrsee Oberndorf bei Schwanenstadt Oberwang Ottnang am Hausruck Pfaffing Pilsbach Pitzenberg Pöndorf Puchkirchen am Trattberg Pühret Redleiten Redlham Regau Rüstorf Rutzenham Schlatt Schörfling am Attersee Schwanenstadt Seewalchen am Attersee St. Georgen im Attergau St. Lorenz Steinbach am Attersee Straß im Attergau Tiefgraben Timelkam Ungenach Unterach am Attersee Vöcklabruck Vöcklamarkt Weißenkirchen im Attergau Weyregg am Attersee Wolfsegg am Hausruck Zell am Moos Zell am Pettenfirst OberösterreichLage der Gemeinde Steinbach am Attersee im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Ludwig Halauska: Weißenbach am Attersee, 1872, Öl auf Leinwand
Grab von Friedrich Gulda

Steinbach am Attersee ist flächenmäßig die größte Gemeinde im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel in Oberösterreich mit 851 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Vöcklabruck.

Geografie[Bearbeiten]

Steinbach am Attersee liegt auf 509 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,6 km, von West nach Ost 10,9 km. Die Gesamtfläche beträgt 61,7 km². 59,8 % der Fläche sind bewaldet, 6 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde[Bearbeiten]

Berg, Blümigen, Dorf, Feld, Forstamt, Gmauret, Haslach, Hochlecken, Kaisigen, Kienklause, Kiental, Oberfeichten, Seefeld, Steinbach am Attersee, Unterfeichten, Unterroith, Weißenbach am Attersee.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Blau über einem goldenen, von einer blauen Wellenleiste durchzogenen Felsen ein goldener Adler mit goldener Krone und roter Zunge. Die Gemeindefarben sind Gelb-Blau.

Geschichte[Bearbeiten]

Steinbach war schon in vorchristlicher Zeit von den Kelten besiedelt. 1276 wird erstmals eine Pfarrkirche urkundlich erwähnt. Bis zum Bau einer durchgehenden Straße am Attersee-Ostufer verharrte Steinbach in stiller Abgeschiedenheit. Der Genius loci ist zweifellos Gustav Mahler, der in drei Sommermonaten am Seeufer seine dritte Symphonie komponierte, in der nach Meinung vieler die Seelandschaft unverkennbar mitklingt.

Seit 1490 wird der Ort dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Seit 1918 gehört er zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Die Pfarre Steinbach am Attersee: Bis zum Jahr 1120 war Steinbach der Pfarre Altmünster unterstellt. Als sich zu diesem Zeitpunkt St. Georgen im Attergau von Altmünster loslöste, wurde Steinbach dieser Pfarre als Expositur unterstellt. Die eigene Pfarrchronik beginnt mit dem Jahre 1781.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Franz Kneissl von der ÖVP.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1002 Einwohner, 2001 dann 913 und im Jahre 2011 842 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Steinbach am Attersee
  • Die Pfarrkirche zum hl. Andreas steht auf einem Hügel, der zu manchen Vermutungen Anlass gibt. Mitte des 19. Jahrhunderts fand man hier bei Grabungen auf dem Friedhof Statuetten heidnischer Gottheiten. Es dürften somit bereits Kelten und Römer diesen Platz benutzt haben. Eine Sage erzählt von einer warmen Quelle unweit der Kirche und von Höhlen im Kirchenhügel. Der Gedanke an einen heidnischen Kultplatz liegt somit nahe. Eine christliche Kirche an dieser Stelle gilt für das Jahr 760 als bezeugt. Die Bauzeit des heutigen Gotteshauses ist nicht genau bekannt, jedoch wird die Entstehung des Turmes mit etwa 1410 angenommen. Der ungefähr 100 Jahre jüngere spätgotische Kirchenbau, manche Sekundärquellen sprechen von 1516, der dem heiligen Andreas geweiht ist, entstand unter der Bauhütte Stefan Wultinger aus Wilding bei Vöcklamarkt.
  • Am Seezugang des Gasthofs Föttinger befindet sich das Komponierhäuschen, in dem Gustav Mahler 1893–1896 bei seinen Aufenthalten am Attersee die 2. und 3. Symphonien komponierte. In dem Häuschen, das 1983 renoviert wurde, befindet sich eine kleine Ausstellung über den Komponisten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Steinbach am Attersee sind der Pianist Friedrich Gulda (1930–2000) und der Philatelist Philipp von Ferrary (1850–1917) begraben, wobei letzterer hier unter dem Namen „Philipp Arnold“ bestattet ist. Eine Marmortafel am Eingang der Pfarrkirche weist auf ihn hin.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steinbach am Attersee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien