Steinbach am Wald

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Steinbach a. Wald
Steinbach am Wald
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Steinbach a. Wald hervorgehoben
50.432511.360833333333584Koordinaten: 50° 26′ N, 11° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Kronach
Höhe: 584 m ü. NHN
Fläche: 35,47 km²
Einwohner: 3196 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 96361,
96358 (Kohlmühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 09263, 09268, 09269
Kfz-Kennzeichen: KC, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 76 175
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ludwigsstädter Str. 2
96361 Steinbach a. Wald
Webpräsenz: www.steinbach-am-wald.de
Bürgermeister: Klaus Löffler (CSU)
Lage der Gemeinde Steinbach a. Wald im Landkreis Kronach
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Über dieses Bild
Die Wehrkirche St. Johannes Baptista ist eines der Wahrzeichen der Gemeinde.
Rathaus

Steinbach am Wald (amtlich: Steinbach a.Wald) ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Kronach. Gleichzeitig bezeichnet der Name Steinbach am Wald einen Ortsteil der Gemeinde.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der staatlich anerkannte Erholungsort Steinbach liegt am Rennsteig und im Naturpark Frankenwald auf etwa 625 m. Direkt zwischen dem Ortsteil Ort und dem Ortsteil Bahnhof befindet sich die sogenannte Wasserscheide, die durch eine in Stein gemeißelte Gedenktafel gekennzeichnet ist. Alles Wasser, das in Richtung Ludwigsstadt fließt, mündet in die Elbe und alles Wasser, das in Richtung Kronach fließt, in den Rhein. Dort verlief auch die Grenze zwischen dem katholischen Bistum Bamberg und den evangelischen Gemeinden Ludwigsstadt, Ebersdorf usw.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ortsteile sind Aumühle, Berghof, Buchbach, Hirschfeld, Kehlbach, Kohlmühle, Steinbach a.Wald, Steinbachermühle und Windheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Besiedelung des Frankenwaldes (Nortwald) durch Rodungssiedlungen begann auf Geheiß der Bamberger Bischöfe Mitte des 12. Jahrhunderts. Der Ort wurde im Jahre 1190 mit dem Namen Steynbach erstmals urkundlich erwähnt. Es wird davon ausgegangen, dass der Ort bereits davor gegründet wurde. Bis 1388 gehörte er zum Eygen Teuschnitz, einem großen Besitztum des Klosters Langheim. Der Besitz ging durch Kauf an das Bistum Bamberg. Bei der Säkularisation kam Steinbach am Wald nach Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Kehlbach eingegliedert. Am 1. Mai 1978 kamen Buchbach, Hirschfeld und Windheim hinzu.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Größter Arbeitgeber der Gemeinde ist Wiegand-Glas mit Tochterunternehmen in Großbreitenbach und Schleusingen, beide Thüringen, sowie in der Slowakei.

Vereinsleben[Bearbeiten]

Das musikalische Leben des Ortes prägt der Musikverein Steinbach am Wald, der im Jahr 1909 gegründet wurde. Weitere Vereine sind zum Beispiel der SC Rennsteig, die Rennsteigschützen, die Freiwillige Feuerwehr Steinbach, die FUN-Biker Steinbach am Wald, der Dart-Club Effendi, der CSU-Ortsverband und der SPD-Ortsverein. Die Vereine sind im Vereinsverbund (VVB) zusammengeschlossen.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Ein Höhepunkt im Jahresverlauf ist die Trachtenkirchweih, die alljährlich am zweiten Wochenende im Juli von der Zechgemeinschaft veranstaltet wird. Die Jugend des Dorfes lässt dabei den alten Brauch des Zechens aufleben und präsentiert sich in der Steinbacher Tracht. Am letzten Augustwochenende lädt der Schützenverein zum Schützenfest mit Rockabend, Festzug und Königsproklamation. An vier Tagen im November steht die örtliche Theatergruppe auf der Bühne, um Komödien aufzuführen. Im Dezember organisiert der VVB die Dorfweihnacht auf dem Rathausplatz. Jeweils um die Jahreswende veranstalten die Schachfreunde Windheim seit 1984 das Internationale Windheimer Neujahrsopen, ein Schnellschachturnier, das Gäste weit über die Region hinaus anzieht.[3]

Sonstiges[Bearbeiten]

In Steinbach am Wald befindet sich seit 1939 ein Unterwerk der Bahnlinie Bamberg–Leipzig. Die im Jahr 1939 von diesem Unterwerk nach Zapfendorf errichtete Bahnstromleitung verlief nach dem Zweiten Weltkrieg teilweise durch DDR-Gebiet und wurde Anfang der 1960er-Jahre, nachdem es wiederholt durch zu hoch wachsende Bäume zu Erdschlüssen kam, durch eine neue Leitung ersetzt, die ausschließlich auf dem Territorium der Bundesrepublik verlief. Die Bahnstromleitung vom Unterwerk Steinbach bis zur innerdeutschen Grenze war nach dem Zweiten Weltkrieg funktionslos, man erhielt sie aber für den Fall einer Elektrifizierung der Transitstrecken aufrecht. Allerdings verschlechterte sich der Zustand der Masten dieser Leitung bis 1990 derart, dass sie durch neue ersetzt werden mussten, als nach der Wiedervereinigung die Bahn von Probstzella nach Camburg elektrifiziert worden war.[4]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

2002 2008
CSU 8 9
SPD 4 4
Soziale Demokraten Umland 1 n. a.
Bürgerliste Kehlbach 1 1
Freie Wähler 2 2
Gesamt 16 Sitze 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Blau ein gesenkter, silberner Wellenbalken, überdeckt von einem goldenen Kelch, aus dem ein goldener Abtstab wächst; beseitet rechts von einer silbernen heraldischen Lilie, links von drei, eins zu zwei gestellten silbernen Kugeln.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Steinbach am Wald

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Steinbach am Wald liegt am Scheitelpunkt der Frankenwaldbahn.


Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 689 und 690.
  3. http://wp.sf-windheim.de/turniere/int-neujahrsopen/
  4. Ralf Roman Rossberg: Grenze über deutschen Schienen 1945-1990. 2. Auflage, EK-Verlag, Freiburg 1991, ISBN 3-88255-829-6, S. 214 ff.
  5. Bürgermeister und Ehrenbürger auf der Homepage der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steinbach am Wald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Steinbach am Wald – Reiseführer