Viktoria Steinbiß

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Viktoria Steinbiß geborene Klarhorst (* 19. August 1892 in Bielefeld; † 11. Februar 1971 ebenda) war eine deutsche Politikerin der CDU.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Nach dem Abitur folgte für Viktoria Steinbiß ein Studium der Medizin an den Universitäten Frankfurt am Main, Göttingen, Heidelberg und Berlin. Im Jahr 1920 legte sie ihre Promotion zum Dr. med. ab und wurde 1931 Leiterin des Labors des Städtischen Krankenhauses in Bielefeld. In den Kriegsjahren war sie von 1940 bis 1945 als Arztvertretungen tätig. Nach dem Krieg eröffnete sie 1945 eine eigene Praxis. Neben ihrer Parteipolitischen Engagement war sie in christlichen Verbänden aktiv.

[Bearbeiten] Politik

Steinbiß wurde 1945 Mitglied der CDU und gehörte als Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende dem Bielefeld Stadtrat an. Zudem war sie für ihrer Partei 1946 Mitglied des Provinzialrates Westfalen und von 1947 bis 1948 Stellvertretetende Zonenbeirätin der Britischen Zone.

Sie gehörte vom 2. Oktober 1946 bis zum 19. April 1947 dem ersten und zweiten Ernannten Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen an. Später wechselte sie in die Bundespolitik und gehörte dem Deutschen Bundestag seit dessen erster Wahl 1949 bis 1961 an. Von 1953 bis 1961 war sie stellvertretende Vorsitzende des Bundestagsausschusses für das Gesundheitswesen. Außerdem war sie im Ausschuss für Sozialpolitik (1949-1957) und im Ausschuss für Atomkernenergie und Wasserwirtschaft (1958-1961) tätig. Im Bundestag betrieb sie neben ihrer parlamentarischen Arbeit Lobbytätigkeiten für die deutsche Ärzteschaft. Sie vermittelte zum Beispiel Gespräche zwischen hochrangigen Spitzenfunktionärern der Ärzteorganisationen und dem amtierenden Bundeskanzler Konrad Adenauer. Sie stimmte zum Teil ihre Redebeiträge zu Themen der Gesundheitspolitik mit dem damaligen Präsident des Deutschen Ärztetages Karl Haedenkamp ab.[1]

[Bearbeiten] Ehrungen

1961 wurde ihr die Paracelsus-Medaille verliehen. Dieses Auszeichnung von der deutschen Ärzteschaft bekam sie für ihre Verdienste im Sinne Paracelsus.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Literatur

  • Ludolf Herbst/Rudolf Vierhaus: Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949–2002. Band 1, A–M, 2002, 1. Auflage, S.841-842.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Thomas Gerst: Ärztliche Standesorganisation und Standespolitik in Deutschland 1945-1955, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3515080562. Online zum Teil einsehbar bei Google-Books
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