Steinbruch Winnberg

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Das Brechherhaus des Steinbruchs Winnberg in den 1960er Jahren.

Der stillgelegte Steinbruch Winnberg in der Gemeinde Sengenthal bei Neumarkt in der Oberpfalz diente der Rohstoffgewinnung für die Zementherstellung durch die Georg Behringer KG und bis 1986 für die HeidelbergCement AG.

Mittlerweile befindet er sich in der Hand eines Privatmanns. Nach vorhergehender Anmeldung darf er zum Ausgraben von Fossilien betreten werden.

Geologen aus der ganzen Welt haben mittlerweile diese Fundstelle besucht, da sich hier die Schichten des Mittleren und Oberen Juras erschließen.

  • Braunjura beta (Eisensandstein; fossilleer)
  • Braunjura delta (Garantianen- und Parkinsonien-Schichten mit reicher meist schalenerhaltener Fauna: Ammoniten, Muscheln, Schnecken und auch Rostren des „Riesenbelemniten“ Megateuthis)
  • Braunjura epsilon und zeta
  • Mergel des Weißjura alpha mit reicher Kleinfauna (z. B. die kleinsten Belemnitenrostren der Welt Suebibelus pressulus)
  • Bankkalke des Weißjura alpha
Lesesteinhaus am Wanderweg

Um den Steinbruch führt ein Wanderweg, von dem aus man den Steinbruch betrachten kann. In der Nähe gibt es ein „Lesesteinhaus“ (Steine, die von Feldern aufgelesen wurden), das Wanderern als Schutzhütte dienen soll.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Literatur

  • Hermann Schmidt-Kaler, Helmut Tischlinger, Winfried Werner: Wanderungen in die Erdgeschichte, Band 4, Sulzkirchen und Sengenthal – zwei berühmte Fossilfundstellen am Rande der Frankenalb. 1992, ISBN 3-923871-64-3
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