Steinfeld (Pfalz)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Südliche Weinstraße | |
| Verbandsgemeinde: | Bad Bergzabern | |
| Höhe: | 152 m ü. NN | |
| Fläche: | 14,88 km² | |
| Einwohner: |
1892 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 127 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 76889 | |
| Vorwahl: | 06340 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SÜW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 37 076 | |
| Gemeindegliederung: | 3 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Königstraße 61 76887 Bad Bergzabern |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeisterin: | Marie Thérèse Müller (SPD) | |
| Lage der Ortsgemeinde Steinfeld im Landkreis Südliche Weinstraße | ||
Steinfeld (pfälz. Stääfeld) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße im Süden von Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern an.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Steinfeld liegt am Rande des Bienwalds im Süden der Pfalz nahe der französischen Grenze. Mit den Nachbargemeinden Schaidt, Kapsweyer und Schweighofen bildet die Gemeinde Steinfeld den sogenannten „Viehstrich“. Nachbargemeinden sind - im Uhrzeigersinn - Niederotterbach, Vollmersweiler, Wörth am Rhein (Stadtteil Schaidt), Scheibenhardt, Salmbach (F), Wissembourg (F) und Kapsweyer.
Zu Steinfeld gehören die Ortsteile Kleinsteinfeld und Bahnhof Schaidt sowie der unmittelbar an der Grenze zu Frankreich liegende Wohnplatz Bienwaldziegelhütte.[2]
Geschichte [Bearbeiten]
In einer Urkunde vom 4. April 1250 wurde Steinfeld erstmals erwähnt.
Ab 1938 entstanden in und bei Steinfeld über 100 Anlagen des Westwalls, darunter Bunker, Höckerlinien, Panzergräben und Stacheldrahthindernisse. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Bewohner Steinfelds nach Lichtenfels in Oberfranken evakuiert, da der Ort in der sogenannten „Roten Zone“ unmittelbar an der Grenze zu Frankreich lag. Im Gegensatz zu den Nachbarorten, deren Bewohner im Juli 1940 zurückkehren konnten, blieb Steinfeld bis zum Sommer 1942 geräumt, da der Ort vom Gauleiter Josef Bürckel zur „Neuordnungsgemeinde“ erklärt worden war. Nach den Vorstellungen der Nationalsozialisten sollte am Westwall ein „Musterdorf“ entstehen. Ein Drittel der Häuser Steinfelds wurden abgerissen; die geplanten Neubauten unterblieben kriegsbedingt, so dass viele Bewohner obdachlos wurden. Bei Kriegsende wurde Steinfeld erneut evakuiert. Bei Kämpfen zwischen deutschen und amerikanischen Truppen wurden 90 % der Häuser beschädigt oder zerstört.[3]
Im Jahre 2000 wurde die 750-Jahr-Feier abgehalten.
Religion [Bearbeiten]
2007 waren 67,6 Prozent der Einwohner katholisch und 17 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4]
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Gemeinderat in Steinfeld besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.
Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[5]
| Wahl | SPD | CDU | FWG | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 2009 | 7 | 7 | 2 | 16 Sitze |
| 2004 | 7 | 6 | 3 | 16 Sitze |
Bürgermeister [Bearbeiten]
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Wappen [Bearbeiten]
Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Blau ein mit einem roten Schlüssel mit abwärts gekehrtem Bart belegter goldener Schrägbalken, beseitet oben links von einem quadratischen facettierten silbernen Stein, unten rechts von einem schwebenden gleichschenkligen silbernen Kreuz“.
Es wurde 1983 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt. Der Stein geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1754. Das Kreuz erinnert an das Hochstift Speyer und der Schlüssel an das Kloster Weißenburg.[6]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Alljährlich findet am ersten Juliwochenende das Heidelbeerernte- und Musikfest statt. Dabei wird eine Heidelbeerprinzessin gekrönt.
- Seit 2007 besteht hier der erste Teil des Westwall-Wanderweges. Dieser führt an ehemaligen Panzergräben entlang. Er wurde vom 2003 gegründeten Verein zum Erhalt der Westwall-Anlagen errichtet.
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Steinfeld
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Steinfeld liegt an der Eisenbahnstrecke Winden - Weißenburg im Elsass und ist in den Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) und in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) eingebunden. Diese Eisenbahnstrecke ist Teil der Maximiliansbahn. Am Haltepunkt Steinfeld halten stündlich Regionalbahnen nach Weißenburg und Neustadt an der Weinstraße (über Winden und Landau).
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- In Steinfeld lebt der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident und ehemalige SPD-Vorsitzende Kurt Beck.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2011 (PDF; 755 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 101 (PDF; 2,16 MB)
- ↑ Informationstafel Steinfeld des Westwallwegs, abgedruckt in: Karola Fings, Frank Möller (Hrsg.): Zukunftsprojekt Westwall. Wege zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den Überresten der NS-Anlage. Liebe, Weilerswist 2008, ISBN 978-3-941037-05-2, S. 105.
- ↑ http://www.kommwis.de/uploads/media/Online-Gemeindestatistik_02.htm KommWis, Stand: 30. November 2007 (Link nicht mehr erreichbar, 19. Oktober 2012).
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
- ↑ Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
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