Steinkauz
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| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Athene noctua | ||||||||||
| (Scopoli, 1769) |
Der Steinkauz (Athene noctua) ist eine kleine Eulenart aus der Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Aussehen
Diese kleine Eule (Länge etwa 23 cm) mit ihrem kleinen Kopf und den hellgelben Augen ist tag- und nachtaktiv und im Flug an ihrem recht kurzen Schwanz zu erkennen.
[Bearbeiten] Verbreitung
Der Steinkauz lebt in Europa, Nord- und Nordostafrika sowie im Süden und Westen Asiens und gilt weltweit als ungefährdet. In der "Roten Liste der Brutvögel Deutschland" (Fassung 8. Mai 2002) gilt die Art als "stark gefährdet". Nordrhein-Westfalen beherbergt ca. 76% des deutschen Bestandes: Eine Kartierung aus dem Jahr 2003 in NRW erfasste ca. 6000 Brutpaare. [1] Die Brutpopulation in Deutschland wurde 2004 auf ca. 7400 Paare geschätzt. [2]
[Bearbeiten] Lebensraum
Der Steinkauz bevorzugt offenes, spärlich bewaldetes Gelände wie Steinbrüche, Kopfweidenbestände sowie Gärten mit alten Bäumen und Obstbaumgärten. Er benötigt ein reichhaltiges Angebot an Bruthöhlen, Tagesverstecken und Sitzwarten. Da natürliche Baum- oder Felshöhlen nicht ausreichend zur Verfügung stehen, werden ihm heute zunehmend künstliche Niströhren angeboten.
Der Steinkauz Zentral- und Ostasiens lebt vorwiegend am Boden. Dort brütet und schläft er in Steinhaufen und Murmeltierhöhlen. Er zieht auch gerne in Kopfweiden ein.
[Bearbeiten] Lebensweise und Ernährung
Der Steinkauz ist ein ausgesprochener Standvogel und zeigt Brutortstreue. Er verlässt sein Revier auch bei anhaltend hohen Schneelagen und Kälteperioden nicht (kein sogenanntes "Winterflucht"-Verhalten). Anders als die Schleiereule kann er zwar fast das Dreifache an Depotfett relativ zum Körpergewicht speichern; trotzdem sind in strengen Wintern seine Jagdmöglichkeiten so eingeschränkt, dass dann eine hohe Sterblichkeit einsetzt.
Der Steinkauz jagt vorzugsweise in der Dämmerung und nachts auf große Insekten wie Käfer und Grillen, aber auch auf Mäuse, Kleinvögel, Jungschlangen, Eidechsen und Regenwürmer.
[Bearbeiten] Fortpflanzung
Der Steinkauz brütet von April bis Juni in natürlichen Baum- oder verlassenen Spechthöhlen. Im Normalfall legt der Steinkauz 3 bis 6 Eier.
[Bearbeiten] Literatur
- Jürgen Nicolai: Greifvögel und Eulen (Kompaß-Naturführer). Gräfe und Unzer Verlag.
- Theodor Mebs, Wolfgang Scherzinger: Die Eulen Europas (Biologie, Kennzeichen, Bestände). Kosmos Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-07069-7, Gebunden, 396 Seiten.
- Schönn S., W. Scherzinger, K.-M. Exo & R. Ille: Der Steinkauz. Neue Brehm Bücherei, Bd. 606. A. Ziemsen Verlag, Wittenberg Lutherstadt, ISBN 3-89432-396-5 .
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Weblinks
- Arbeitsgemeinschaft zum Schutz bedrohter Eulen (AG Eulen) - Bundesarbeitsgruppe (BAG) Eulenschutz Naturschutzbund Deutschland (NABU)
- Praktische Beiträge zum Steinkauzschutz
- Seite der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen
- Athene noctua in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2007. Eingestellt von: BirdLife International, 2004. Version vom 11. Mai 2006
- Videos zu Athene noctua in der Internet Bird Collection

