Stempflesee

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Stempflesee
Der Stempflesee
Der Stempflesee
Geographische Lage Augsburg-Spickel-Herrenbach, Bezirk Schwaben, Bayern
Städte am Ufer Augsburg
Daten
Koordinaten 48° 20′ 21″ N, 10° 55′ 4″ O48.33922810.917747Koordinaten: 48° 20′ 21″ N, 10° 55′ 4″ O
Stempflesee (Bayern)
Stempflesee
Fläche 0, 014 km²dep1f5

Der Stempflesee ist ein 1,4 ha großer künstlich geschaffener See im Südwesten des Augsburger Stadtteils Spickel-Herrenbach. Er ist Teil des Augsburger Siebentischwaldes.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Planungsbeginn wurde durch den Augsburger Magistrat am 19. November 1915 beschlossen.[1] Im Sommer 1924 wurde aus einer an dieser Stelle sich befindenden ehemaligen Kiesgrube mit den Umgestaltungsarbeiten zu einem See begonnen. Da der neu geschaffene Seeboden das über einen Bach eingeleitete Wasser nicht dauerhaft am Versickern hindern konnte, wurden Abdichtungsarbeiten notwendig, welche bis 1926 dauerten. Ausgeführt wurden diese Arbeiten von Arbeitslosen, welche einer dafür geschaffenen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme angehörten.

Durch einen Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg bei dem Luftangriff auf Augsburg 1944 lief der See aus und stand ca. zwei Jahre leer, ehe er ausgebessert wurde.

Südlich des Stempflesees existierte bis 1944 die Gaststätte Siebentisch im Siebentischwald. Auch sie wurde von Bomben getroffen und danach abgerissen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Namenspatron ist der Augsburger Magistratsrat Gottfried Stempfle, welcher sich während seiner Amtszeit stets für die Errichtung dieser Parkanlage eingesetzt hat. Seinen offiziellen Namen erhielt der Stempflesee am 13. April 1924.[1] Finanziert wurde der Bau des Sees durch die Katharina-Wiedemann-Stiftung.[2]

Gespeist wird der Stempflesee aus dem vom Brunnenbach ausgeleiteten Zigeunerbach. Der See kann auf dem 500 m langen Uferweg umrundet werden. An Wochenenden ist der See zu jeder Jahreszeit gut besucht, im Winter bei tragfähigem Eis insbesondere von Schlittschuhläufern. Ein großer Parkplatz befindet sich 700 m vom Stempflesee entfernt an der Sportanlage Süd. Die nächstgelegene Straßenbahnhaltestelle ist die Haltestelle Siemens der Linie 2.

Trinkwasser- und Naturschutzgebiet[Bearbeiten]

Am Stempflesee sind vor allem Enten und gelegentlich auch Gänse zu finden. Im Wasser schwimmen überwiegend Karpfen, Brassen und einige Schleien, die wegen weniger Raubfische einen überdurchschnittlichen Bestand haben. Auch mehrere Hechte sind zu beobachten.

Der Stempflesee liegt am Rande des Trinkwasserschutzgebietes des Augsburger Stadtwaldes. Das Füttern von Wasservögeln ist deshalb unerwünscht.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Günther Grünsteudel, Günter Hägele, Rudolf Frankenberger (Hrsg.): Augsburger Stadtlexikon. 2. Auflage. Perlach, Augsburg 1998, ISBN 3-922769-28-4
  2.  Jürgen Bartel: Augsburg-Lexikon. Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg 1978, S. 96.