Stenocereus

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Stenocereus
Stenocereus thurberiBlüte

Stenocereus thurberi
Blüte

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Pachycereeae
Gattung: Stenocereus
Wissenschaftlicher Name
Stenocereus
(A.Berger) Riccob.

Stenocereus ist eine Pflanzengattung in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Der botanischer Name leitet sich vom griechischen Adjektiv „στενός“ (stenos) für eng, schmal ab und verweist auf die relativ schmalen Rippen der Pflanzen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Arten der Gattung Stenocereus wachsen baumähnlich oder strauchig, sind manchmal der Länge nach hinstreckt oder kriechen und bilden Dickichte oder haben manchmal gut ausgebildete Stämme. Die grünen, kräftigen Triebe sind zylindrisch und besitzen zahlreiche Rippen mit deutlich ausgeprägten, wolligen Areolen aus denen starke Dornen entspringen. Warzen können vorhanden sein oder fehlen.

Die trichter- oder glockenförmig Blüten öffnen sich meistens in der Nacht. Ihr Perikarpell ist mit zahlreichen, für gewöhnlich dornigen, Areolen besetzt.

Auf den kugel- bis eiförmigen, mehr oder weniger fleischigen Früchten sitzen Dornen. Sie sind bis zu 7,5 Zentimeter lang und reißen unregelmäßig auf. Der Blütenrest ist ausdauernd und fällt bei den meisten Arten erst kurz vor der Reife ab. Die Früchte enthalten große, leuchtend schwarze und für gewöhnlich glatte Samen.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Stenocereus ist in den Trockengebieten im Südwesten der Vereinigten Staaten, in Mexiko, Mittelamerika, der Karibik, Venezuela und Kolumbien verbreitet.

Alwin Berger stellte Stenocereus 1905 als Untergattung von Cereus (Cereus subg. Stenocereus) auf.[1] Vincenzo Riccobono erhob die Untergattung dann 1909 in den Rang einer Gattung.[2] Die Typusart der Gattung ist Cereus stellatus.

Paul V. Heath machte 1992[3] darauf aufmerksam, dass der durch Nathaniel Lord Britton und Joseph Nelson Rose ebenfalls 1909 publizierte Gattungsname Rathbunia[4] Priorität vor dem Gattungsnamen Stenocereus habe, da er früher veröffentlicht wurde. Da der Gattungsname Stenocereus in der botanischen und gärtnerischen Literatur jedoch wesentlich bekannter war, unterbreiteten Nigel Paul Taylor und Arthur Charles Gibson 1994 den Vorschlag den Gattungsnamen Stenocereus zu bewahren und den Gattungsnamen Rathbunia zurückzuweisen.[5] Dieser Vorschlag wurde 1999 auf dem Internationalen Botanischen Kongress in St. Louis bestätigt[6] und fand Eingang in die im Jahr 2000 veröffentlichte Neufassung des Internationalen Codes der Botanischen Nomenklatur.[7]

Zur Gattung gehören die folgenden Arten:[8]

Synonyme der Gattung sind Rathbunia Britton & Rose, Machaerocereus Britton & Rose, Ritterocereus Backeb., Hertrichocereus Backeb. und Marshallocereus Backeb.

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Report of the Missouri Botanical Garden. Band 16, S. 66, St. Louis 1905
  2. Bollettino delle R[eale] Orto Botanico di Palermo. Band 8, S. 253, Palermo 1909
  3. P. V. Heath: The restoration of Rathbunia Britton & Rose. In: Calix. Band 2, Brighton 1992, S. 102–115.
  4. N. L. Britton, J. N. Rose: The Genus Cereus and its Allies in North America. In: Contributions from the United States National Herbarium. Band 12, S. 414, 1909, Online
  5. N. P. Taylor, A. C. Gibson: (1086) Proposal to Conserve Stenocereus against Rathbunia (Cactaceae). In: Taxon. Band 43, Nummer 1, 1994, S. 129-131, JSTOR
  6. Dan H. Nicolson: Report on the Status of Proposals, Published until May 1999, to Conserve and/or Reject Names or to Oppress Works. In: Taxon. Band 48, Nummer 2, Mai 1999, S. 399, JSTOR
  7. International Code of Botanical Nomenclature (Saint Louis Code). Anhang IIIA. Nomina generica conservanda et rejicienda
  8.  Edward F. Anderson: Das große Kakteen-Lexikon. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2005 (übersetzt von Urs Eggli), ISBN 3-8001-4573-1, S. 598–605.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stenocereus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien