Stephan Götzl

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Stephan Götzl (* 3. Februar 1960 in Kemnath) ist ein deutscher Manager und seit 2005 Vorstandsvorsitzender und Verbandspräsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB).

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abitur 1979 in Nürnberg absolvierte Götzl bis 1981 eine kaufmännische Lehre bei der Siemens AG und schloss daran von 1981 bis 1987 ein wirtschaftswissenschaftliches Studium an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen an. Anschließend war er in führenden Funktionen bei Siemens und der Kienbaum Unternehmensberatung tätig, bevor Götzl von 1991 bis 1992 zum Staatssekretär für Umwelt und Gesundheit in Rheinland-Pfalz ernannt wurde. 1992 kehrte er zu Siemens zurück und wechselte 1996 als Geschäftsführer zur Pfleiderer Infrastrukturtechnik GmbH & Co. KG.

1999 begann seine Verbandstätigkeit mit der Ernennung zum Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft sowie des Verbands der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie. Im Jahr 2000 übernahm er das Amt des Hauptgeschäftsführers des Bayerischen Unternehmensverbands Metall und Elektro. 2002 wurde Götzl zum Präsidialmitglied der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft ernannt und seit 1. Januar 2005 ist er Vorstandsvorsitzender und Verbandspräsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB).[1]

Götzl ist Mitglied im Hochschulrat der Ludwig-Maximilians-Universität München, Vizepräsident des Wirtschaftsbeirats Bayern und war 2011 als Nachfolger für Georg Fahrenschon im Amt des bayerischen Finanzministers im Gespräch.[2]

Seit Juli 2010 ist Götzl Mitglied im Vorstand der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth und stellvertretender Aufsichtsvorsitzender der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-Aktiengesellschaft (BRB).

Im Juli 2013 verglich Götzl einen Gesetzentwurf der EU-Kommission, nach dem zahlungsunfähige Banken europaweit unter anderem mit Hilfe eines von allen Banken getragenen Fonds gestützt werden und die Kommission bei der Entscheidung über die Schließung das letzte Wort hat, mit Adolf Hitlers Ermächtigungsgesetz.[3]

Götzl ist seit 1982 Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.D.St.V. Ostmark Nürnberg.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2008: Ehrendoktorwürde der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Passau[4]
  • 2011: Honorarprofessor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen
  • 2013: Bayerischer Verdienstorden

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebenslauf auf den Seiten des Genossenschaftsverbands Bayern
  2. Süddeutsche Zeitung: Aigner will in Berlin bleiben. vom 2. November 2011.
  3. Stefan Kaiser: Bankenfunktionär verteidigt Nazi-Vergleich: "Ich habe das bewusst so gesagt", Spiegel Online, 12. Juli 2013
  4. Ehrendoktoren der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Passau