Stephan Grundy

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 Stephan Grundy (* 1967 in New York, USA) ist ein amerikanischer Schriftsteller. Versiert in insbesondere der germanischen Mythenwelt und Kulturgeschichte, ist Grundy vor allem für seine moderne Aufbereitung mythischer Sagenstoffe bekannt.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Geboren in New York, wuchs Stephan Grundy hauptsächlich in Dallas im US-Bundesstaat Texas auf. Bereits während seiner Schulzeit verfasste Grundy zahlreiche Geschichten – teils rein fiktiv, teils bereits stark an mythologischen Themen oder Legenden wie der Artus-Sage ausgerichtet.

Unter dem Pseudonym „Kveldulf Gundarsson“ veröffentlichte der Neuheide Grundy, zeitweilig Angehöriger des nordamerikanischen „Ring of Troth“ und anderer neuheidnischer Organisationen, bereits vor seinem ersten Roman zwei Sachbücher, die sich mit Germanischer Religion und Magie befassen und unter Kennern bis heute einen guten Ruf genießen.

„Rheingold“[Bearbeiten]

Die Arbeit an seinem ersten vollständigen Roman begann Grundy in seinem ersten Jahr an der Southern Methodist University in Dallas, wo er Englische und Deutsche Philologie studierte. Sollte dem Roman zunächst noch das angelsächsische HeldeneposBeowulf“ zugrunde liegen, so ließ Grundy sich von seinem damaligen Professor Dr. Stephen Flowers (Autor von „Feuer und Eis“) überzeugen, dass das Nibelungenlied sowie die Wälsungensage aufgrund Grundys starkem Interesse am „Ring“-Zyklus Richard Wagners eine geeignetere Grundlage für einen ersten Roman darstellen würde.

Den Großteil dieses Romans verfasste Grundy in einer Studentenwohnung in St. Andrews, Schottland, wo er ein Jahr als Austauschstudent verbrachte. Ebenfalls ein Jahr als Austauschstudent verbrachte er – praktisch am Fuße des Drachenbergs – in Bonn, Deutschland, was er mit seinen Recherchen für den Roman verband (– welche Grundy auch quer durch Skandinavien führten).

Als der Roman schließlich 1992 – versehen mit Widmungen an unter anderem Richard Wagner und John Ronald Reuel Tolkien – unter dem Titel „Rheingold“ (Original: „Rhinegold“) erschien, entwickelte er sich rasch zu einem internationalen Bestseller. Das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ etwa führte den Roman monatelang auf seiner Beststellerliste.

Im selben Jahr promovierte Grundy an der Universität Cambridge über den germanischen Kriegsgott Wotan („The Cult of Óðinn: God of Death?“).

„Wodans Fluch“[Bearbeiten]

Vier Jahre darauf, 1996, erschien der Roman „Wodans Fluch“ (Original: „Attila’s Treasure“), in dessen Mittelpunkt weniger der Hunnenkönig Attila, als vielmehr Grundys Lieblingsgestalt aus der Germanischen Sagenwelt, Hagen, steht. Auch dieser Roman stellte einen internationalen Erfolg dar, wenngleich in geringerem Maße als sein Vorgänger „Rheingold“.

„Gilgamesch, Herr des Zweistromlandes“[Bearbeiten]

Dem Roman folgte 1999 „Gilgamesch, Herr des Zweistromlandes“, eine moderne Aufbereitung des sumerischen Gilgamesch-Epos. Die Reaktionen der Leserschaft auf diese Veröffentlichung fielen stark gespalten aus, und insgesamt gilt Grundys dritter Roman als weniger gelungen als seine beiden Vorgänger.

Falken-Trilogie[Bearbeiten]

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„Beowulf"[Bearbeiten]

2010 erschien „Beowulf“. Bislang wurde dieser Roman nicht in deutscher Sprache veröffentlicht.

Trivia[Bearbeiten]

Nachdem Stephan Grundy und seine Frau Melodi Lammond Grundy 1995 zunächst ein Jahr lang in einem restaurierten Schloss (Emmel Castle) in Shinrone, Südirland, lebten, beziehen die beiden nunmehr zusammen mit drei Norwegischen Waldkatzen ein gregorianisches Haus aus dem 18. Jahrhundert, ebenfalls in Südirland. Grundy versteht sich unter anderem auf Klassischen Gesang, Bierbrauen, Fechten und das Harfespiel.

Bibliographie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]