Stephan Holthoff-Pförtner

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Stephan Holthoff-Pförtner (* 5. Oktober 1948 in Essen als Stephan Pförtner) ist ein deutscher Rechtsanwalt und Unternehmer. Er ist der Adoptivsohn der WAZ-Miteignerin Gisela Holthoff sowie Miteigentümer[1] und Sprecher der Funke Familien Gesellschaft, die zunächst 50 % der WAZ-Mediengruppe hielt,[2] inzwischen aber das Unternehmen übernommen hat. Als Strafverteidiger in mehreren medienwirksamen Gerichtsverfahren erlangte Holthoff-Pförtner überregionale Bekanntheit.

Karriere[Bearbeiten]

Ab 1968 studierte Holthoff-Pförtner Rechtswissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. In dieser Zeit trat er der Studentenverbindung K.D.St.V. Hercynia bei. 1971 wurde er in dieser Eigenschaft der Vorortspräsident des Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen.[3] Nach Abschluss des ersten Juristischen Staatsexamens wurde er Rechtsreferendar am Landgericht Essen. Im Anschluss gründete er eine Rechtsanwaltssozietät in Essen. Im Jahre 1990 wurde Holthoff-Pförtner zudem Notar. 1999 wurde er an der Juristischen Fakultät der Universität Hannover zum Dr. iur promoviert. Ebenso ist Holthoff-Pförtner Königlich Thailändischer Honorarkonsul in Essen[4] und war Berater des Tennisprofis Nicolas Kiefer.[5]

Bekanntheit erlangte er unter anderem durch die Strafverteidigung Helmut Kohls in der CDU-Spendenaffäre[6], in der er bewirken konnte, dass das Ermittlungsverfahren wegen Untreue gegen eine Zahlung von 300.000 DM eingestellt wurde, der Mandantschaft von Adolf Sauerland nach dem Unglück bei der Loveparade 2010[7] und der Verteidigung Robert Hoyzers nach dem Fußball-Wettskandal 2005.[8] Im Jahr 2012 übernahm er die Beratung des ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus in der EnBW-Affäre.

Zudem ist Holthoff-Pförtner Präsident der Internationalen Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen und Mitglied des Präsidiums des Caritasverbandes für die Stadt Essen e. V.[9]

Holthoff-Pförtner lebt seit 2013 in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft mit seinem Kanzleikollegen Klaus M. Sälzer.[10] Bei der Verpartnerung im Juli 2013 am Tegernsee waren Helmut Kohl und Außenminister Guido Westerwelle Trauzeugen. [11][12]

Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bericht im Handelsblatt
  2. Bericht in: Berliner Zeitung, 8. September 2011
  3. Das neue Präsidium des CV-Studentenbundes, in: Academia 64. Jg. Nr. 5/6, Nov./Dez. 1971, S. 158f. (m. Abb.)
  4. Auswärtiges Amt – Thailand: Vertretungen Thailand
  5.  Meister der verbrannten Erde. In: Der Spiegel. Nr. 20, 2001 (online).
  6. Artikel auf der Webseite des Deutschen Bundestages
  7. Der Un-Verantwortliche auf spiegel.de
  8. Artikel und Interview mit Holthoff-Pförtner im Zuge der Gerichtsverhandlung in der Netzeitung
  9. Homepage des Caritasverbandes der Stadt Essen e. V.
  10. Helmut Kohl feierte Hochzeit seines Anwalts. In: bunte.de. Bunte Entertainment Verlag, 10. Juli 2013, abgerufen am 19. Juli 2013.
  11. queer.de:Helmut Kohl Trauzeuge bei Verpartnerung, Die Presse: Deutscher Altkanzler Kohl Trauzeuge bei Homo-Hochzeit
  12. [1], Focus, 19. Juli 2013