Stephan von Perche

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Kanzler und Elektbischof Stephan von Perche. Zum Kreuzritter siehe Stephan von Le Perche (Kreuzritter).

Stephan von Perche (eigentlich von Le Perche; frz. Étienne du Perche; * nach 1137[1]; † 1169) war Kanzler des Königreichs Sizilien (1166–1168) und Elekt-Erzbischof von Palermo (1167–1168).

Er war vermutlich ein Sohn des Grafen Rotrou III. von Le Perche.

Er wurde von seiner Verwandten Margarete von Navarra nach Sizilien gebeten, als diese 1166 die Regentschaft über Sizilien übernahm. Stephan beabsichtigte in dieser Zeit einen Kreuzzug ins Heilige Land zu unternehmen und kam der Aufforderung nach. Dort angekommen ernannte ihn Margarete 1166 zum Kanzler von Sizilien und ließ ihn 1167 zum Erzbischof von Palermo wählen. Am sizilianischen Hof geriet er unter anderem mit Matheus von Salerno in Konflikt, und wurde 1168 nach einigen Unruhen seiner Ämter enthoben und ins Exil gezwungen.

Stephan begab sich daraufhin ins Königreich Jerusalem wo er bald schwer erkrankte und 1169 starb. Er wurde in Jerusalem begraben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. G. A. Loud, Thomas E. J. Wiedemann: The History of the Tyrants of Sicily by “Hugo Falcandus”, 1154–69. Manchester University Press, 1998, 25.

Literatur[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Hugo Primo Erzbischof von Palermo
1167–1168
Walter von Palermo