Stephanie Beckert

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Stephanie Beckert Eisschnelllauf
Stephanie Beckert - 5000m Vancouver 2010.jpg
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 30. Mai 1988
Geburtsort Erfurt, DDR
Größe 172 cm
Gewicht 69 kg
Beruf Oberfeldwebel der Bundeswehr
Karriere
Verein Eissportclub Erfurt
Trainer Gunda Niemann-Stirnemann
Pers. Bestzeiten 3.56,80 (3000m) in Calgary
6.47,03 (5000m) in Salt Lake City
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 0 × Gold 3 × Silber 2 × Bronze
Nationale-Medaillen 4 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Gold 2010 Vancouver Team
Silber 2010 Vancouver 3000 m
Silber 2010 Vancouver 5000 m
ISU Einzelstreckenweltmeisterschaften
Bronze 2011 Inzell 3000 m
Silber 2011 Inzell 5000 m
Bronze 2011 Inzell Team
Silber 2012 Heerenveen 3000 m
Silber 2012 Heerenveen 5000 m
Platzierungen im Eisschnelllauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 2006
 Weltcupsiege 5
 Gesamt-WC 1500 44. (2008/09)
 Gesamt-WC 3000/5000 2. (2009/10, 2010/11, 2011/12)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 3000 Meter 4 1 3
 5000 Meter 1 2 1
 Teamwettbewerb 1 1 2
letzte Änderung: 24. März 2012

Stephanie Beckert (* 30. Mai 1988 in Erfurt, DDR) ist eine auf Langstrecken spezialisierte deutsche Eisschnellläuferin und Olympiasiegerin.

Werdegang[Bearbeiten]

Beckerts Mutter Angela war ebenfalls Eisschnellläuferin, ihr Vater Detlef Handballspieler. Im Alter von zwei Jahren stand Beckert erstmals auf dem Eis. Zunächst versuchte sie sich im Eiskunstlauf, wechselte aber im Alter von zehn Jahren zum Eisschnelllauf. Ihre fünf jüngeren Geschwister waren ebenfalls zeitweilig als Eisschnellläufer aktiv; ihr Bruder Patrick qualifizierte sich wie Stephanie für die Olympischen Winterspiele in Vancouver. Seit Oktober 2006 ist Beckert Sportsoldatin in der Sportfördergruppe Oberhof. Sie bekleidet den Dienstgrad eines Oberfeldwebels.[1]

Nach sieben Deutschen Juniorenmeistertiteln debütierte Beckert zu Beginn der Saison 2006/07 im Seniorenbereich. Nach Plätzen zwischen dem 14. und 15. Rang bei ihren ersten drei Einsätzen während der beiden ersten Weltcups der Saison in Heerenveen und Berlin erreichte sie bereits in ihrem vierten Rennen überhaupt und ihrem ersten Weltcuprennen über 5000 Meter in Moskau den sechsten Platz. Schon zuvor wurde Beckert über 3000 und 5000 Meter Deutsche Doppelmeisterin.

Beckert setzte ihre Entwicklung kontinuierlich fort. Beim Weltcup in Moskau am 14. Februar 2008 gelang ihr erstmals bei einem Weltcup der Sprung unter die Top 3. Sie belegte im 5000-m-Rennen hinter Claudia Pechstein und Martina Sáblíková den 3. Platz. Beim Weltcup in Heerenveen wurde sie Zweite und im November 2009 erreichte sie an gleicher Stelle den ersten Weltcupsieg. Bei ihrer ersten Teilnahme an der Mehrkampfweltmeisterschaft 2009 in Hamar belegte sie den zwölften Platz. Auf der letzten Strecke über 5000 Meter wurde sie Dritte. Einen Monat später bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2009 in Richmond belegte Stephanie Beckert über diese Distanz den vierten Platz und wurde Achte über 3000 Meter.

Bei den Olympischen Spielen in Vancouver gewann Beckert zwei Silbermedaillen: am 14. Februar 2010 über die 3000 Meter und zehn Tage später über die 5000 Meter; beide Rennen gewann Martina Sáblíková.[2] Am 27. Februar 2010 wurde sie gemeinsam mit Daniela Anschütz-Thoms, Katrin Mattscherodt und Anni Friesinger-Postma Olympiasiegerin in der Teamverfolgung.

Auch bei den Einzelstreckenweltmeisterschaft 2011 lieferte sie gute Resultate ab. Nach einer Bronzemedaille über 3000 m gewann sie noch Silber über 5000 m und nochmals Bronze mit Isabell Ost und Claudia Pechstein in der Teamverfolgung.

Statistik[Bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten]

Einzelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 13. Nov. 2009 NiederlandeNiederlande Heerenveen 3000m
2. 04. Dez. 2009 KanadaKanada Calgary 3000m
3. 13. Nov. 2010 NiederlandeNiederlande Heerenveen 3000m
4. 27. Nov. 2010 NorwegenNorwegen Hamar 5000m
5. 16. Nov. 2012 NiederlandeNiederlande Heerenveen 3000m

Eisschnelllauf-Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten]

Platzierung 100 m 500 m 1000 m 1500 m 3000 m 5000 m 10000 m Team
1. Platz 2
2. Platz 1 2 1
3. Platz 2 1 2
Top 10 10 4 7

(Stand: 30. Juni 2010)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stephanie Beckert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andreas Morbach: Eisschnellläuferin Beckert - Coole Kufenlady. Spiegel Online. 15. Februar 2010. Abgerufen am 30. Juni 2010.
  2. Rainer Grünberg: Zweiter Platz und zweites Silber für Stephanie Beckert (englisch) Hamburger Abendblatt. 25. Februar 2010. Abgerufen am 30. Juni 2010.