Stephansort

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Stephansort war eine 1888 gegründete Station der Neuguinea-Kompagnie in der Tiefe der Astrolabebai in der deutschen Kolonie Kaiser Wilhelms-Land. Von 1891 bis 1892 war der Ort Hauptverwaltungssitz der Kompanie.

Nach einer großen Malaria-Epidemie wurde 1891 der bisherige Hauptort Finschhafen aufgelassen. Mit ihrem für Europäer günstigeren Klima und den vielfältigen Anbaumöglichkeiten wechselte der Kaiserliche Kommissar Friedrich Rose mit seinem Stab nach Stephansort in die Astrolabebai. Jedoch schon am 17. September 1892 wurde die Landesverwaltung in das nahegelegene Friedrich-Wilhelmshafen (Madang) verlegt.

Für einige Jahre war Stephansort von der Astrolabe-Kompanie übernommen worden. Die Station lag nur etwa zwanzig Kilometer südlich von Friedrich-Wilhelmshafen und verfügte über große Tabakplantagen und Kokospalmenbestände und um 1900 etwa 20 deutsche Bewohner. Mit Bogadjim, wo sich auch eine Missionsstation der Rheinischen Missionsgesellschaft befand, und Erimahafen war sie durch eine Feldbahn verbunden, östlich lagen Melamu und nördlich Jabob. Heute sind diese Orte auf Landkarten nicht mehr zu finden.

[Bearbeiten] Quellen

  • Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 405 f. ([1])
  • Meyers Konversationslexikon, 1897
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