Stephen Elop

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Stephen Elop

Stephen Elop (* 31. Dezember 1963 in Ancaster, Ontario, Kanada) ist ein kanadischer Manager. Er war vom 21. September 2010 bis 3. September 2013 als Nachfolger von Olli-Pekka Kallasvuo der erste Nicht-Finne als Präsident und Chief Executive Officer (CEO) von Nokia. Seit seinem Rücktritt als CEO von Nokia ist er Chef der Handysparte, die 2014 an Microsoft verkauft wurde.[1]

Ausbildung[Bearbeiten]

Elop hat einen Bachelor in technischer Informatik und Management an der McMaster University in Hamilton, einer Stadt in der kanadischen Provinz Ontario, erworben.

Karriere[Bearbeiten]

Elop war CEO bei Macromedia. Nach der Übernahme seiner Firma durch Adobe 2005 übernahm er die Verantwortung für den weltweiten Vertrieb und die Verkaufstätigkeiten von Adobe Systems. Dann war Elop Chief Operating Officer (COO) bei Juniper Networks, einem Anbieter von Netzwerk-Infrastruktur und Partner von Microsoft. Im Januar 2008 wurde er Präsident von Microsofts Geschäftskunden-Abteilung und war damit als Teil des höchsten Managements von Microsoft an der allgemeinen Strategiefindung von Microsoft beteiligt. 2010 ging Elop als CEO zu Nokia und wechselte im Zuge der Übernahme der Nokia-Handysparte im Jahr 2014 wieder zu Microsoft. Im Rahmen des Wechsels kassierte Elop eine Abfindung in Höhe von fast 19 Mio. Euro [2].

Sein Verhalten bei der Entlassung von 12.500 der 25.000 von Microsoft übernommenen Nokia-Angestellten, die er in zwei Sätzen abhandelte, wurde kritisiert.[3][4]

Kritik an Windows-Phone-Strategie[Bearbeiten]

Am 11. Februar 2011 kündigte Elop an, dass Nokia seine zukünftigen Smartphones statt mit dem Betriebssystem Symbian nunmehr mit Windows Phone seines ehemaligen Arbeitgebers Microsoft ausliefern wolle [5]. In der Folge wurde er dafür insbesondere von dem deutschen Journalisten Frank Riemenschneider, der bereits erstmals Mitte 2011 einen Absturz von Nokias Handy-Geschäft auf Grund der aus seiner Sicht von Elop getroffenen strategischen Fehlentscheidung prognostizierte [6][7], regelmäßig heftig kritisiert. Im August 2014, nachdem Nokia unter dem Dach von Microsoft erstmals in der Firmenhistorie aus den Top-10 der Smartphone-Hersteller herausgefallen war, schug Riemenschneider vor, Microsoft solle den Endkundenmarkt aufgeben und sich mit neuen Smartphones auf Basis des ehemaligem Nokia E7 ganz auf Geschäftskunden konzentrieren [8].

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stephen Elop – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heise Online: Nokia sucht neue Strategie und neue Chefs. 3. September 2013, abgerufen am 3. September 2013.
  2. Frank Riemenschneider: Nokia-CEO Stephen Elop kassiert fast 19 Mio. Euro Abfindung. 20. September 2013, abgerufen am 28. August 2014.
  3. http://derstandard.at/2000003283931/Ex-Nokia-Chef-Elop-IT-Manager-mit-Qualitaeten-beim-Bodycheck
  4. http://derstandard.at/2000003244412/Scharfe-Kritik-an-Ex-Nokia-Boss-Elop-nach-Massenkuendigungen
  5. Frank Riemenschneider: Windows Phone und Nokia: Hoffen auf die Gnade Microsofts. 28. Februar 2011, abgerufen am 28. August 2014.
  6. Frank Riemenschneider: Wie Stephen Elop Nokia an die Wand fuhr – seine katastrophalsten Fehler. 7. Juni 2011, abgerufen am 28. August 2014.
  7. Frank Riemenschneider: Nokia-CEO Stephen Elop: Vom Katastrophenmanager zum Totengräber. 10. Juli 2011, abgerufen am 28. August 2014.
  8. Frank Riemenschneider: Wie Microsoft mit Nokias Lumia-Handys doch noch Erfolg haben kann. 26. August 2014, abgerufen am 28. August 2014.