Steppenfalke

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Steppenfalke
Steppenfalke (Falco rupicoloides rupicoloides)

Steppenfalke (Falco rupicoloides rupicoloides)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Falkenartige (Falconiformes)
Familie: Falkenartige (Falconidae)
Unterfamilie: Eigentliche Falken (Falconinae)
Gattung: Falken (Falco)
Art: Steppenfalke
Wissenschaftlicher Name
Falco rupicoloides
A. Smith, 1829

Der Steppenfalke (Falco rupicoloides) ist ein in Afrika beheimateter, dem Turmfalken ähnlicher Greifvogel aus der Familie der Falkenartigen (Falconidae). Es werden drei Unterarten unterschieden.

Name[Bearbeiten]

Der deutsche Name „Steppenfalke“ ist ein Hinweis auf den Lebensraum dieser Art. Seinen wissenschaftlichen Namen (Falco rupicoloides), sowie eine Namensvariante im Englischen (White-eyed Kestrel, neben dem gebräuchlicheren Greater Kestrel) verdankt der Steppenfalke seiner – im Gegensatz zu allen anderen Falken – weißlichen Iris.

Verbreitung[Bearbeiten]

Der Steppenfalke besiedelt offene Ebenen oder Halbwüsten mit Akazienbestand im südlichen Afrika in Höhen von bis zu 2100 m. Es werden drei Unterarten unterschieden, die räumlich deutlich getrennte Areale bewohnen:

Verbreitung des Steppenfalken

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Bei einer Körperlänge von 36–40 cm hat der Steppenfalke eine Flügellänge von 25,9 bis 29,0 cm (Männchen) bzw. 26,5 bis 29,4 cm (Weibchen). Sein Gewicht beträgt etwa 250 (Männchen) bzw. 300 Gramm (Weibchen). Kopf und Nacken zeigen schwarze Längsstreifen auf blass rostfarbenem Grund; Rücken und Schultern sind ebenfalls rostbraun und mit kräftigen schwarzen Querbalken gemustert. Der Schwanz ist schieferfarben bis schwarz und quergebändert, das Unterbauchgefieder beige. Die Iris der Augen ist weiß, der Schnabel ist blaugrau. Die Wachshaut und die Beine sind gelb.

Jagdweise und Nahrung[Bearbeiten]

Der Steppenfalke erbeutet vor allem Insekten, seltener kleine Säugetiere, Vögel und Reptilien (auch Schlangen) am Boden. Um sie zu erspähen, verbringt er einzeln oder paarweise einen großen Teil seiner Zeit auf Ansitzen in Baumwipfeln oder auf Telegrafenmasten („Ansitzjagd“). Sehr viel seltener als der Turmfalke rüttelt er über den weiten Ebenen seines Jagdhabitats, um bei Sichtung eines Beutetieres schnell hinabzustoßen.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Gebrütet wird in den verlassenen Nestern anderer Vögel, meist im Nest eines Kapraben oder einer Krähe, selten auch in Baumhöhlen. Ein Gelege besteht in der Regel aus drei bis vier Eiern, die Brutzeit beträgt 32–33 Tage, die Nestlingszeit (die Zeit vom Schlüpfen bis zum Flüggewerden der Jungen) 30–34 Tage. Während der Brutzeit jagt das Männchen allein.

Literatur[Bearbeiten]

  • James Ferguson-Lees, David A. Christie: Raptors of the World. Christopher Helm Publishers Ltd, London 2001, ISBN 0-7136-8026-1.

Weblinks[Bearbeiten]