Stern des Gesetzes

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Filmdaten
Deutscher Titel Stern des Gesetzes
Originaltitel The Tin Star
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1957
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Anthony Mann
Drehbuch Dudley Nichols
Produktion George Seaton
William Perlberg
Musik Elmer Bernstein
Kamera Loyal Griggs
Schnitt Alma Macrorie
Besetzung

Stern des Gesetzes (Originaltitel: The Tin Star) ist ein US-amerikanischer Western von Anthony Mann aus dem Jahre 1957. Das Drehbuch des Films basiert auf einer Erzählung von Joel Kane und Barney Slater. Der Film kam am 28. Februar 1958 in die deutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten]

Als der Kopfgeldjäger Morgan Hickman die Leiche eines berüchtigten Verbrechers in eine kleine Stadt bringt, fällt sein Empfang kühl aus. Der furchtsame Sheriff Ben Owens muss, bevor er Hickman auszahlen kann, die Identität des Verbrechers bestätigen. Hickman verbringt die Zeit, indem er sich zu einer Festscheune begibt. Dort lernt er den jungen Kip Mayfield kennen. Er begleitet ihn nach Hause. Kip und seine verwitwete Mutter Nona leben außerhalb der Stadt. Nona bietet Hickman Logis an. Abends erklärt er der Frau, dass er selbst Frau und Kind verloren habe. Nona erwidert, ihr gestorbener Mann sei Indianer gewesen. Hickmans Überraschung verärgert Nona, die ihn auffordert, am Morgen zu verschwinden.

Am nächsten Tag sucht Millie Parker ihren Freund, Sheriff Owens auf. Sie erinnert Owens, der nur zeitweise als Sheriff fungiert, an sein Versprechen, den Stern niederzulegen, sobald ein Vollzeit-Sheriff gefunden sei. Doch Owens plant, den Posten zu behalten. Der alte Dr. McCord versichert Millie, dass sie sich keine Sorgen zu machen brauche, doch Millie hat Angst, dass Ben ebenso wie ihr Vater, der vorher der Sheriff der Stadt war, getötet werden würde. Als Hickman in der Stadt erscheint, erschießt Bart Bogardus, ein Cousin des von Hickman getöteten Verbrechers, einen Halb-Indianer und gibt vor, in Notwehr gehandelt zu haben. Als Owens Bogardus Waffe einziehen will, wird er von ihm bedroht. Hickman schießt Bogardus die Waffe aus der Hand. Später erklärt er Owens, dass er früher selbst einmal Sheriff war und weiß, wie er solche Leute zu behandeln habe.

Am Abend sucht Hickman Nona auf. Er erklärt ihr, dass er, wie die meisten weißen Kinder, damit erzogen worden sei, Indianer zu hassen. Nona berichtet ihm, ihr Mann sei wegen seiner Aufrichtigkeit getötet worden, nun würde der Hass ihr und ihrem Sohn gelten. Als Owens am nächsten Morgen die Nachricht, der Richter habe Bogardus freigelassen, überbringt, ist Hickman bereit, Owens im Gebrauch von Waffen und in der Behandlung von Tätern zu unterweisen. Als ein Kutschenfahrer von zwei Banditen angeschossen wird, organisiert Owens eine Verfolgung. Hickman bleibt in der Stadt, weil er geschworen hat, nie wieder einen Stern zu tragen. Er kassiert die ausgelobte Belohnung und kauft ein Pony für Kip.

In der Nacht wird Dr. McCord von Ed McGaffey aufgehalten. Eds Bruder Zeke braucht ärztliche Hilfe, er sei bei einem Jagdunfall angeschossen worden. Bei Tagesanbruch will der Doktor nach Hause, doch Ed ist sich sicher, dass der Doktor nicht an die Jagd-Geschichte glaubt. Zeke will den Arzt gehen lassen, doch Ed erschießt McCord, der an diesem Tag Geburtstag hat. Die ganze Stadt will mit ihrem Arzt feiern, doch die Nachricht von seiner Ermordung lässt alle erstarren. Als der Bürgermeister in den Aufzeichnungen des Arztes von Zekes Verletzung liest, lässt er Steckbriefe für die Brüder anbringen. Eine wütende Menge macht sich auf den Weg zum Haus der McGaffeys. Die Männer sind jedoch schon auf der Flucht und kommen an Nonas Haus vorbei. Der kleine Kip sieht sie und verfolgt sie auf seinem Pony. Hickman macht sich selber zur Verfolgung bereit, als Nona Kips Verschwinden bemerkt.

Die Menge, unter der Führung von Bogardus, kommt am Haus der McGaffeys an. Bogardus lässt das Haus anzünden. Nachdem die Leute weg sind, kommt Kip am Haus an, der von seinem Hund begleitet wird. Der Hund rennt in ein Tal hinter dem Haus, der Junge folgt dem Tier. Hickman und Owens sind Kips Hufspuren gefolgt und kommen in dem Moment an, als Kip aus einer Höhle heraus auf den Jungen schießt. Die Männer bringen Kip in Sicherheit. Owens will die beiden Brüder lebendig, wird aber von Ed zurück in Deckung gezwungen. Hickman legt am Höhleneingang Feuer. Die McGaffey-Brüder sind durch den Rauch gezwungen, nach draußen zu kommen und aufzugeben. Bogardus ist wütend, dass Owens und Hickman die beiden fangen konnten. Er stachelt die Leute an, die beiden Verbrecher zu lynchen. Owens ruft die Stadtväter auf, helfend einzugreifen und den McGaffeys einen ordentlichen Prozess zu ermöglichen, doch die handeln nicht. Owens steht Bogardus und seinem Lynchmob alleine gegenüber, als Hickman mit einem Stern an der Brust auftaucht. Als Owens Bogardus festnehmen will, zieht dieser seine Waffe. Owens ist schneller und erschießt ihn, woraufhin sich die Leute zerstreuen. Owens bittet Hickman, als Sheriff in der Stadt zu bleiben. Doch Hickman weigert sich, denn Owens hat gezeigt, dass er mit seinem Beruf fertig wird. Millie entscheidet sich Owens zu heiraten. Hickman, Nona und Kip verlassen die Stadt um ein neues Leben zu beginnen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Der filmsprachlich vielleicht lehrreichste Western überhaupt. Anthony Mann (lehrt) den Zuschauer alles, was es über Raumgestaltung, Kameraführung und Schnitt des klassischen Genrewestern zu wissen gilt. Lange Zeit als billiger Abklatsch von "12 Uhr mittags" verkannt, gehört "Stern des Gesetzes" zu den Paradebeispielen der amerikanischen Kinomythenproduktion.“

Lexikon des internationalen Films [1]

„Western, der dank faszinierender Bildsprache zum Kinomythos wurde.“

Cinema [2]

„Ein Wildwester, der sich ehrlich bemüht, der mit dem Sheriffsamt verbundenen menschlichen Verantworung das Wort zu geben. Diese Idee kommt wegen des zu starken Festhaltens an Klischees des Routine-Western nicht ganz zur beabsichtigten Geltung. Gleichwohl als spannende Unterhaltung ab 12 geeignet.“

Evangelischer Filmbeobachter[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Oscarverleihung 1958

British Film Academy Awards 1958

  • Nominierung in der Kategorie Bester Film

Hintergrund[Bearbeiten]

Für den jungen Anthony Perkins war es die vierte Rolle in einem Kinofilm, für Mary Webster die zweite. Einen Auftritt als Komparse hatten Richard Farnsworth und der Stummfilm-Komiker Snub Pollard.

An der Ausstattung des Filmes waren u.a. Hal Pereira und Sam Comer beteiligt. Für die Kostüme war Edith Head verantwortlich.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stern des Gesetzes im Lexikon des Internationalen Films
  2. http://www.cinema.de/film_aktuell/filmdetail/film/?typ=inhalt&film_id=11242
  3. Ev. Presseverband München, Kritik Nr. 168/1958