Sternchen (Radio)
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Das Transistorradio Sternchen war das erste in der DDR hergestellte Rundfunkgerät, dessen Funktion vollständig auf der damals neuartigen Transistor-Technik beruhte. Es wurde vom VEB Sternradio Sonneberg nach ca. einjähriger Entwicklungsdauer 1959 auf den Markt gebracht. Der Handelsname lautete in der Langfassung "Transistor Taschenempfänger Sternchen". Das Gerät ermöglichte den Radio-Empfang auf Mittelwelle in der Bandbreite von 510 bis 1620 kHz. Mit seinen technischen Leistungsmerkmalen und den Außenmaßen von 3,5 x 9,0 x 14,5 cm war es ein Miniaturgerät, das Anfang der 1960er Jahre auch international konkurrenzfähig war. Die "Sternchen"-Empfänger wurden in Sonneberg und ab 1961 auch in Berlin hergestellt. Sie fanden von Anfang an reißenden Absatz bei den Jugendlichen in der DDR. Die Nachfrage ließ erst ab Mitte der 1960er Jahre allmählich nach, als modernere UKW-Empfänger ins Blickfeld gerieten. Heute sind die Geräte als Sammlerstücke sehr begehrt.
Das Sternchen ist ein Superhetempfänger mit einer Ferritantenne und mit einer trafogekoppelter Gegentaktendstufe. Es arbeitet mit einer Betriebsspannung von 9 Volt, die von einer damals relativ neuen Blockbatterie geliefert wird.
Das Sternchen hat einen Klinkenstecker für einen Ohrhörer, der speziell für dieses Gerät entwickelt wurde.
Die Batterien waren relativ teuer und die Betriebsdauer relativ gering, sodass es verschiedene Bastellösungen gab, zum Beispiel mit zwei in Reihe geschalteten 4,5 Volt Flachbatterien.
Die Bauteile für das Sternchen gab es in der Mitte der 1960er Jahre auch einzeln zu kaufen und sie waren begehrte Bastelobjekte.

