Steuerelement

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gtk3-demo, ein Programm um die in GTK+ version 3 vorhandenen Steuerelemente zu veranschaulichen.
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Ein Steuerelement (engl. graphical control element oder auch widget) ist ein Interaktionselement in einer grafischen Benutzeroberfläche (GUI), beispielsweise eine Schaltfläche oder eine Bildlaufleiste.

Die sehr häufig angetroffene englische Bezeichnung widget ist ein Kofferwort, gebildet aus window, für „Fenster“, und gadget, für „Zubehörgerät“.

Prinzip[Bearbeiten]

Eine grafische Oberfläche besteht aus vielen Einzelelementen, die üblicherweise mit der Maus bedient werden. Allerdings besteht auch eine textbasierte Oberfläche wie Ncurses aus Steuerelementen.

Steuerelemente sind im Programm mit Funktionen verknüpft, die ausgeführt werden, sobald das Element etwa durch Mausklick aktiviert wird. Beispielsweise drückt der Benutzer auf einen „Speichern“-Knopf, wodurch eine entsprechende Funktion aufgerufen wird. Diese kann z. B. einen neuen Dialog präsentieren, der eine weitere Eingabe (Dateinamen, Pfad) verlangt. Diese Eingabe wird dann einer anderen Funktion mitgeteilt.

Je nach GUI-Programmbibliothek gibt es nur einfache Steuerelemente, aus denen sich der Programmierer seine eigenen Dialoge zusammenbauen muss, oder komplexere Elemente für häufig benutzte Aufgaben, etwa einen fertigen Dialog zum Speichern einer Datei, in dem die Baumstruktur des Dateisystems usw. von dem Toolkit generiert wird. Für eine Liste verfügbarer GUI-Programmbibliotheken siehe Liste von GUI-Bibliotheken.

Gebräuchliche Steuerelemente[Bearbeiten]

Eventuelle alternative Benennungen und Schreibweisen finden sich in den jeweiligen Artikeln.

  • Formular: Das meist unsichtbar im Hintergrund eines Fensters liegende Steuerelement, das alle anderen Steuerelemente enthält
  • Symbol, Icon: Ein grafisches Symbol, meist als Repräsentant einer Datei oder eines Fensters oder des dazugehörigen Programms.
  • Menü: Meist nur einmal in einem Programm oder Fenster vorkommende Auswahlliste mit Drop-Down-Listen für die grundlegenden Funktionen eines Programms. Kann auch außerhalb des Programmfensters platziert sein, z. B. am oberen Bildschirmrand bei MacOS und einigen Linux-Oberflächen
  • Symbolleiste: Ein Bereich mit mehreren, meist bildhaften Schaltflächen (Icons) für Programmfunktionen. Kann ein Menü ergänzen oder auch ganz ersetzen.
  • Bezeichnungsfeld, Label: Für einfachen Text.
  • Textfeld: Ein- oder mehrzeiliges Feld zur Ein- oder Ausgabe von Zahlen oder Text.
  • Schaltfläche, Button: Eine Fläche zum Klicken um damit eine Aktion auszulösen.
  • Auswahlkästchen, Checkbox: Kann üblicherweise gesetzt oder nicht gesetzt sein, manchmal auch ausgegraut werden.
  • Optionsfeld, Radiobutton: Zur Auswahl einer Möglichkeit aus einer Gruppe von zwei oder mehr.
  • Listenfeld, Listbox: Zur Auswahl von Texten und anderen Objekten. Mehrzeilig oft mit vertikaler Bildlaufleiste.
  • Kombinationsfeld, Combobox: Kombination aus Textfeld und Listenfeld, wobei das Listenfeld unterhalb des Textfeldes angezeigt wird oder ausgeklappt werden kann.
  • Dropdown-Listenfeld, Dropdown-Liste: Kombination aus schreibgeschütztem Textfeld und ausklappbarer Auswahlliste, so dass das Textfeld nur einen der Einträge der Liste annehmen kann.
  • Baum, Baumansicht: Eine mit aufklappbaren Knoten hierarchisch gegliederte Auswahlliste. Bekanntestes Anwendungsbeispiel ist die Anzeige der Ordnerstruktur im Windows-Explorer.
  • Bildlaufleiste, Scrollbar: Wird benutzt, um den Fensterinhalt vertikal oder horizontal zu verschieben oder Werte stufenlos einzustellen
  • Schieberegler, Slider: Wird zur grafischen Auswahl von Werten benutzt. Optisch ähnlich der Bildlaufleiste.
  • Fortschrittsbalken: Zeigt den Fortschritt einer Operation an. Seit Windows XP gibt es auch eine Version mit durchlaufendem Balken, die verwendet werden kann, wenn der aktuelle Fortschritt (noch) nicht bekannt ist.
  • Statusleiste: Ein Bereich am unteren Rand eines Fensters, in dem der Programmstatus oder ein Hilfetext angezeigt werden kann.
  • Registerkarte, Tab: Für mehrseitige Dialogfenster oder mehrere Dokumente pro Fenster. Deren überstehende Bereiche zur Auswahl der einzelnen Karten werden auch Tabs genannt.
  • Gruppenfeld: Ein Rahmen mit Überschrift zur Gruppierung inhaltlich zusammengehörender Steuerelemente.
  • Multifunktionsleiste, Ribbon: Eine Leiste, die die Vereinigung der Elemente Menü und Symbolleiste, sowie teilweise auch der Titelleiste darstellt.
  • Kalendersteuerelement: Ein Kalenderwerkzeug zur Auswahl von Datumsangaben, gelegentlich ergänzt um eine Uhrzeit zur Auswahl eines Zeitpunkts.

In objektorientierten Programmiersprachen stehen die Steuerelemente üblicherweise als Klassen zur Verfügung. Manche Programmiersprachen bieten auch bestimmte Klassen als unsichtbare Steuerelemente an:

  • Timer, Zeitgeber: Löst nach bestimmten Intervallen ein Ereignis aus.
  • Bilderliste: Beinhaltet die Bilder von Symbolleisten und Menüs.
Die sichtbaren Steuerelemente unter Windows 7

Eigenschaften von Steuerelementen[Bearbeiten]

Jedes Steuerelement hat verschiedene Eigenschaften, wie Größe, Lage auf dem Bildschirm usw.

Programmierung von Steuerelementen[Bearbeiten]

Visuelle Programmierumgebungen wie beispielsweise Visual Basic oder Gambas erlauben die einfache Programmierung der Steuerelemente.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]