Steuerparadoxon

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Dieser Artikel beschreibt das Steuerparadoxon der Finanzrechnung, für das Edgeworth-Steuerparadoxon siehe dort.

Das Steuerparadoxon ist ein Begriff aus der Finanzierung. Er besagt, dass unter bestimmten Umständen der Kapitalwert einer Investition steigt, wenn eine Gewinnsteuer in die Kalkulation mit einbezogen wird. Dadurch kann eine Investition vorteilhafter werden, im Vergleich zu einer alternativen Geldanlage am Kapitalmarkt. Normalerweise sinkt der Kapitalwert durch Einbeziehung von Steuern.

Diese Kalkulation geht von einem vollen steuerlichen Verlustausgleich aus, der durch die Auszahlung zu Beginn der Investition zum Tragen kommt. Es wird also zu Beginn eine negative Steuer auf den „Verlust“ einkalkuliert. Auf spätere Einzahlungen werden selbstverständlich ebenfalls Steuern erhoben. Diese Steuerzahlungen fallen jedoch erst in späteren Perioden an und werden dementsprechend höher diskontiert.

[Bearbeiten] Ursachen

1. Zinsen auf Kapitalmarkterträge sind ebenfalls steuerpflichtig.

2. Durch bestimmte Abschreibungsarten kommt es zur Steuerstundung (z. B. bei der geometrisch degressiven Abschreibung, Sonderabschreibung), die Steuerzahlungsbeträge in andere Perioden verschiebt (es entsteht ein zinsloser Steuerkredit).

3. Der Kapitalwert ist ein relatives Vorteilhaftigkeitsmaß im Vergleich zur Kapitalmarktanlage.

[Bearbeiten] Quellen

  • Hans Hirth: Grundzüge der Finanzierung und Investition. München Oldenbourg, 2005, ISBN 978-3-486-57783-9.
  • Louis Perridon, Manfred Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung Vahlen München , 14. Auflage, ISBN 978-3-8006-3359-3
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