Steuerpflicht

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Steuerpflicht entsteht in Deutschland, wenn ein Tatbestand verwirklicht wird, an den das Gesetz eine Steuer knüpft, z. B.:

Steuerpflichtig ist die natürliche Person oder juristische Person, die den steuergesetzlichen Tatbestand verwirklicht hat.

Steuerpflichtiger ist auch (§ 33 Abs. 1 AO),

Je nach Umfang der Steuerpflicht wird bei der Einkommensteuer und der Körperschaftsteuer zwischen beschränkter und unbeschränkter Steuerpflicht unterschieden. Unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist z. B. eine natürliche Person, die ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat. Die gleiche natürliche Person ist beschränkt einkommensteuerpflichtig, wenn sie zwar im Inland Einkünfte erzielt, aber keinen Wohnsitz innehat.

In vielen Ländern Europas war bis etwa 1900 das Wahlrecht mit ausreichender Steuerpflicht verknüpft. Zuvor war der Adel meist steuerfrei, eine der wenigen Ausnahmen war die Adelsrepublik Venedig. Die Anfänge der Besteuerung waren der agrarische Zehent und Zölle (Straßen-, Brückenzoll), später auch Besitzsteuern und die Steuerpacht. Die allgemeine Steuerpflicht geht überwiegend auf das 19. Jahrhundert zurück - siehe auch Historische Entwicklung der Steuer.

Siehe auch[Bearbeiten]

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