Steve Bernier

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KanadaKanada Steve Bernier Eishockeyspieler
Steve Bernier
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 31. März 1985
Geburtsort Québec City, Québec, Kanada
Spitzname Big Bear
Größe 185 cm
Gewicht 107 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Rechter Flügel
Nummer #18
Schusshand Rechts
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 2003, 1. Runde, 16. Position
San Jose Sharks
Spielerkarriere
2001–2005 Moncton Wildcats
2005–2008 San Jose Sharks
2008 Buffalo Sabres
2008–2010 Vancouver Canucks
2010–2011 Florida Panthers
seit 2011 Albany Devils

Steve Bernier (* 31. März 1985 in Québec City, Québec) ist ein kanadischer Eishockeyspieler. Er steht seit Januar 2012 bei den New Jersey Devils aus der National Hockey League unter Vertrag und spielt seit Oktober 2011 für die Albany Devils in der American Hockey League auf der Position des rechten Flügelstürmers.

Karriere[Bearbeiten]

Bernier begann seine Karriere als Junior bei den Moncton Wildcats in der Quebec Major Junior Hockey League. Sein Rookiejahr beendete er als viertbester Punktesammler unter allen Rookies und als drittbester seiner Mannschaft, zudem wurde er ins All-Rookie Team berufen. Sein bestes Jahr hatte Bernier in der Saison 2002/03 als er insgesamt 101 Punkte erzielte und die Saison als zehntbester Scorer der Liga abschloss. Neben der Berufung ins CHL Second All-Star Team erhielt er auch den teaminternen MVP-Award der Wildcats. Die äußerst erfolgreiche Saison bescherte ihm auch einen Platz im Kader Team Kanadas für die U18-Weltmeisterschaft in Russland. Neben dem Titelgewinn sammelte der Kanadier acht Punkte in sieben Spielen und beeindruckte die Scouts der Profi-Teams nachhaltig, trotz seines schlechten Konditionszustandes und limitierter Eislauffähigkeiten. Dies hielt die San Jose Sharks aber nicht davon ab ihn im NHL Entry Draft 2003 an 16. Stelle auszuwählen. Um in diese günstige Position zu gelangen, hatten sie zuvor Wahlrechte an den Positionen 21, 66 und 107 abgegeben. Nach dem Draft arbeitete Bernier an seinem Fitnesszustand und nahm fünf Kilo ab. In der Saison 2003/04 fielen Berniers Statistikwerte erstmals, mit 82 Punkten war er jedoch immer noch zweitbester Punktesammler seines Teams. Trotzdem keimte Kritik auf, vor allem wegen seiner Fitnessprobleme, doch Bernier arbeitete an seinem Spiel und entwickelte sich zu einem starken Spieler mit offensiven und defensiven Fähigkeiten, so wie es die San Jose Sharks wollten. In den Playoffs stellte er seine Führungsqualitäten dann mit 17 Punkten in 20 Spielen unter Beweis. Zu Beginn der Saison 2004/05 spielte Bernier mit dem Gedanken in der neu gegründeten WHA2 zu spielen. Bernier verblieb dann aber bei einem sehr defensiv eingestellten Team in Moncton, bei dem seine Offensiv-Statistikwerte weiter fielen. Dennoch verbesserte sich durch die defensive Spielweise des gesamten Teams auch seine individuellen Defensiv-Fähigkeiten. Durch seine geringere Punktausbeute und steigende Strafminuten rutschte Bernier schnell von der Liste der zukünftigen Top-Jugendspieler der National Hockey League. Er beendete die Saison trotz seiner „nur“ 71 Punkte als bester Scorer seines Teams, ganze 24 Punkte vor dem zweitplatzierten. Nach dem Ausscheiden in den Playoffs unterzeichnete er seinen ersten Profivertrag bei den San Jose Sharks.

Steve Bernier (links) gemeinsam mit Mark Bell (rechts) und Dave Scatchard

Bernier begann seine erste Saison als Profi bei den Cleveland Barons, dem damaligen Farmteam der Sharks in der American Hockey League. Nach beeindruckenden 43 Punkten in 49 Spielen beriefen die Sharks den Rookie noch im Saisonverlauf in die NHL. Trotz der früheren Kritik beeindruckte der Kanadier auch dort mit 27 Punkten in 39 Spielen, obwohl ihm in den ersten zehn Spielen nur ein Punkt gelungen war. Auch zu Beginn der Saison 2006/07 fand sich Bernier im NHL-Kader der Sharks wieder und zeigte Anzeichen, dass er sich über die Sommerpause hinweg zu einem starken Power Forward entwickelt hatte. Im Januar 2007 wurde er nach schwächeren Leistungen zurück in die AHL zu den Worcester Sharks, dem neuen Farmteam San Joses, geschickt. Nach einem dort erlittenen Zehenbruch kehrte der Kanadier erst im Februar an die Westküste zurück, wo er die Saison auch beendete. Er verbesserte zwar seine Punktausbeute aus dem Vorjahr, benötigte dafür aber deutlich mehr Spiele. In ähnlicher Verfassung präsentierte er sich auch über weite Teile der Saison 2007/08, wodurch er am Transferschlusstag mit einem Erstrunden-Draftrecht im Tausch für Brian Campbell und ein Siebtrunden-Draftrecht zu den Buffalo Sabres abgegeben wurde. Dort fasste Bernier zunächst schnell Fuß, wusste mit neun Punkten aus 17 Partien aber nur teilweise zu überzeugen. Erschwerend kam hinzu, dass sein Vertrag auslief und er am Ende der Spielzeit als Restricted Free Agent galt. Da die Sabres kein Interesse an einer Weiterverpflichtung zu verbesserten Konditionen hatten, gaben sie seine Transferrechte im sich anschließenden Sommer für einen Zweitrunden-Draftpick im NHL Entry Draft 2010 und ein Drittrunden-Wahlrecht im NHL Entry Draft 2009 an die Vancouver Canucks ab. Diese ließen sich mit der Aushandlung eines neuen Vertrages zunächst Zeit, wodurch die St. Louis Blues die Chance nutzen und Bernier einen sogenannten Offer Sheet unterbreiten. Die Blues boten ihm einen Einjahres-Vertrag dotiert mit 2,5 Millionen US-Dollar, den die Vancouver Canucks jedoch umgehend auch gewillt waren zu zahlen und somit Bernier automatisch verpflichteten.

Im Juni 2010 wurde Bernier in einem Tauschgeschäft zu den Florida Panthers transferiert. Nach der Saison 2010/11 erhielt er keinen neuen Vertrag bei den Panthers. Im September 2011 nahm der Kanadier am Trainingslager der New Jersey Devils teil, mit denen er sich allerdings nicht auf einen Arbeitsvertrag einigte. Schließlich wurde er im Oktober 2011 von den Albany Devils aus der AHL verpflichtet. Erst im Januar 2012 unterzeichnete er zu den Minimalkonditionen einen Vertrag bei New Jersey.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2002 QMJHL All-Rookie Team
  • 2003 CHL Top Prospects Game
  • 2003 CHL Second All-Star Team
  • 2003 QMJHL Second All-Star Team
  • 2004 QMJHL Second All-Star Team

International[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2001–02 Moncton Wildcats QMJHL 66 31 28 59 51
2002–03 Moncton Wildcats QMJHL 71 49 52 101 90 2 1 0 1 2
2003–04 Moncton Wildcats QMJHL 66 36 46 82 80 20 7 10 17 17
2004–05 Moncton Wildcats QMJHL 68 35 36 71 114 12 6 13 19 22
2005–06 Cleveland Barons AHL 49 20 23 43 33
San Jose Sharks NHL 39 14 13 27 35 11 1 5 6 8
2006–07 San Jose Sharks NHL 62 15 16 31 29 11 0 1 1 2
Worcester Sharks AHL 10 3 4 7 2
2007–08 San Jose Sharks NHL 59 13 10 23 62
Buffalo Sabres NHL 17 3 6 9 2
2008–09 Vancouver Canucks NHL 81 15 17 32 27 10 2 2 4 7
2009–10 Vancouver Canucks NHL 59 11 11 22 21 12 4 1 5 0
2010–11 Florida Panthers NHL 68 5 10 15 21
2011–12 Albany Devils AHL 17 3 3 6 8
New Jersey Devils NHL 32 1 5 6 16 24 2 5 7 27
2012–13 New Jersey Devils NHL 47 8 7 15 17
QMJHL gesamt 271 151 162 313 335 34 14 23 37 41
AHL gesamt 76 26 30 56 43
NHL gesamt 464 85 95 180 230 68 9 14 23 44

International[Bearbeiten]

Vertrat Kanada bei:

Jahr Team Veranstaltung Sp T V Pkt SM
2003 Kanada U18-WM 7 4 4 8 12
Junioren gesamt 7 4 4 8 12

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steve Bernier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien