Steve Cunningham

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Steve Cunningham Boxer
Steve Cunningham.jpg
Daten
Geburtsname Steven Ormain Cunningham
Kampfname USS
Gewichtsklasse Cruisergewicht
Nationalität US-Amerikanisch
Geburtstag 15. Juli 1976
Geburtsort Philadelphia
Stil Linksauslage
Größe 1,91 m
Kampfstatistik
Kämpfe 31
Siege 25
K.-o.-Siege 12
Niederlagen 6

Steve Cunningham (* 15. Juli 1976 in Philadelphia, USA) ist ein US-amerikanischer Profiboxer und ehemaliger IBF-Weltmeister im Cruisergewicht.

Amateur[Bearbeiten]

Steven Cunningham bestritt etwa 55 Amateurkämpfe mit sieben Niederlagen. Sein größter Erfolg war der Sieg beim nationalen Golden Gloves-Turnier 1998 im Halbschwergewicht. In der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2000 in Sydney scheiterte er am Amateurweltmeister Michael Simms.

Profikarriere[Bearbeiten]

Im Oktober 2000 begann Cunningham seine Profikarriere. Nach Siegen gegen Sebastian Rothmann und Guillermo Jones qualifizierte er sich für einen Ausscheidungskampf des IBF-Verbandes gegen den Ex-Titelträger Kelvin Davis, den er im September 2005 nach Punkten besiegte und somit das Recht erhielt, dem amtierenden IBF-Weltmeister O'Neil Bell herausfordern zu dürfen. Da Bell nach seinem Sieg im Vereinigungskampf gegen Jean-Marc Mormeck den IBF-Titel niederlegte, boxte Cunningham am 25. November 2006 in Warschau gegen den Polen Krzysztof Włodarczyk um den nunmehr vakanten IBF-Titel und verlor das Duell umstritten nach Punkten - zwei der Punktrichter sahen Włodarczyk nach zwölf Runden knapp vorne, während der dritte Punktrichter mit 11-1 Runden für Cunningham gewertet hatte. Daraufhin wurde ein direkter Rückkampf angeordnet, den Cunningham am 25. Mai 2007 in Kattowitz nach Punkten gewann und somit zum IBF-Weltmeister wurde.

In seiner ersten Titelverteidigung besiegte er am 29. Dezember 2007 den ungeschlagenen Marco Huck in Bielefeld durch technischen KO in der zwölften Runde. Hucks Trainer Ulli Wegner warf in der letzten Runde das Handtuch, woraufhin der Ringrichter den Kampf abbrach. Seinen nächste Titelverteidigung bestritt er erst etwa ein Jahr später, am 11. Dezember 2008 in Newark, USA gegen den Polen Tomasz Adamek. In diesem Duell wurde Cunningham in der zweiten, vierten und achten Runde niedergeschlagen und verlor die IBF-Titel über zwölf Runden nach Punkten an Adamek.

Bereits in seinem nächsten Kampf erhielt Cunningham eine neue Gelegenheit, sich für einen weiteren Titelkampf zu qualifizieren; er trat am 11. Juli 2009 in einem Ausscheidungskampf des IBF-Verbandes gegen Wayne Braithwaite an und schlug den Ex-Weltmeister nach Punkten. Da Adamek im Oktober 2009 in das Schwergewicht aufstieg und den IBF-Gürtel niederlegte, sollte Cunningham im März 2010 gegen Matt Godfrey um den vakanten Titel boxen. Der Kampf wurde allerdings kurzfristig wegen finanzieller Streitigkeiten abgesagt. Im Mai 2010 unterschrieb Cunningham einen Vertrag beim deutschen Promoter Wilfried Sauerland. Am 5. Juni 2010 gewann er in Neubrandenburg die vakante IBF-Weltmeisterschaft gegen den Kanadier Troy Ross nach Abbruch zu Beginn der fünften Runde wegen einer Platzwunde unter Ross' linken Auge.

Seine erste Titelverteidigung sollte Cunningham zunächst im Januar 2011 gegen den ebenfalls bei Sauerland unter Vertrag stehenden Serben Enad Licina bestreiten. Da der für diese Veranstaltung als Hauptkämpfer geplante Mittelgewichtler Sebastian Sylvester jedoch krankheitsbedingt wenige Tage vor dem Kampftermin ausfiel, wurde die gesamte Veranstaltung kurzfristig abgesagt. Cunningham trat dann am 12. Februar 2011 in Mülheim an der Ruhr gegen Licina an und siegte über zwölf Runden nach Punkten. Am 1. Oktober 2011 verlor Cunningham in Neubrandenburg seinen Titel an Yoan Pablo Hernández. Der Kampf wurde vom Ringrichter wegen zweier Cut-Verletzungen Hernández' nach der 6. Runde auf Anraten des Ringarztes abgebrochen und ausgewertet. Ein Punktrichter wertete zugunsten Cunninghams, zwei Punktrichter werteten den Kampf zugunsten Hernández, der somit den WM-Titel gewann. Auch den Rückkampf am 4. Februar 2012 in Frankfurt am Main verlor er nach 12 Runden nach Punkten.

Im Dezember 2012 verlor er knapp nach Punkten gegen Tomasz Adamek und im April 2013 durch K.o. gegen Tyson Fury.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Krzysztof Włodarczyk Boxweltmeister im Cruisergewicht (IBF)
26. Mai 2007 – 11. Dezember 2008
Tomasz Adamek
Tomasz Adamek Boxweltmeister im Cruisergewicht (IBF)
5. Juni 2010 - 1. Oktober 2011
Yoan Pablo Hernández