Steve Fuller

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Steve William Fuller (* 12. Juli 1959 in New York) ist ein US-amerikanischer Soziologe und derzeit Professor an der University of Warwick. Fuller ist regelmäßiger Gastdozent an verschiedenen Universitäten, in Deutschland beispielsweise an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen. Er gilt als Begründer einer so genannten "sozialen Erkenntnistheorie" (social epistemology). Über die Grenzen der Wissenschaft hinaus wurde er vor allem durch seine Position zu Intelligent Design bekannt - Fuller vertritt eine wissenschaftliche Existenzberechtigung dieser Theorie.

Leben[Bearbeiten]

Fuller besuchte ein Jesuiten-College in Manhattan mit Hilfe eines Stipendiums. Ab 1976 studierte er an der Columbia University, sowie in Cambridge. Seine Studienfächer waren Geschichte, Philosophie und Wissenssoziologie. 1985 promovierte Fuller an der University of Pittsburgh zum Thema: "Begrenzte Rationalität in Gesetz und Wissenschaft". Fuller lehrte und forschte an der University of Colorado at Boulder, Virginia Tech und der University of Pittsburgh. Im Jahre 1994 wurde er als ordentlicher Professor für Soziologie und Sozialpolitik an die University of Durham in England berufen. Seit 1999 hat Fuller einen Lehrstuhl an der University of Warwick inne. Fuller hat 15 Bücher und zahlreiche Zeitschriftenartikel veröffentlicht.

Film[Bearbeiten]

Fuller tritt im Dokumentarfilm von Ben Stein Expelled: No Intelligence Allowed auf und gibt dabei Folgendes von sich: If you take seriously that evolution has to do with the transition of life forms, and that life and death are just natural processes, then one gets to be liberal about abortion and euthanasia. All of those kinds of ideas seem to me follow very naturally from a Darwinian perspective-- a deprivileging of human beings, basically. And I think people who want to endorse Darwinism have to take this kind of viewpoint very seriously. "Wenn Sie die Theorie der Evolution ernst nehmen, nämlich dass diese mit dem Übergang von Lebensformen zu tun hat. Dann sind Leben und der Tod nur natürliche Prozesse. Dann wird man liberaler gegenüber den Themen Abtreibung und Euthanasie. Alle diese Arten von Ideen scheinen mir die natürliche Folge aus einer darwinistischen Perspektive zu sein- im Grunde eine Deprivilegierung des Menschen. Und ich glaube, die Leute, die den Darwinismus unterstützen, müssen diesen Gedanken sehr ernst zu nehmen".

Weblinks[Bearbeiten]