Steve Mocco

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Steven „Steve“ Mocco (* 28. Dezember 1981 in Hackensack, New Jersey) ist ein US-amerikanischer Ringer. Er war Olympiateilnehmer 2008 und Panamerikanischer Meister 2006 und 2009 im freien Stil im Schwergewicht.

Werdegang[Bearbeiten]

Steve Mocco besuchte die High School der Blair Academie in Blairstown, New Jersey. Dort begann er bei Trainer Jeff Buxton mit dem Ringen. Außerdem betrieb er zu Beginn seiner Sportlerlaufbahn auch Judo. In beiden Sportarten brachte er es schnell zu Erfolgen. Als High-School-Ringer wurde er zwischen 1998 und 2001 viermal National-Champion und viermal Meister von New Jersey, immer im freien Stil. Im Judo wurde er 1999 US-amerikanischer Juniorenmeister und belegte bei den US-amerikanischen Seniorenmeisterschaften den 3. Platz. Alle Erfolge erzielte er im Schwergewicht.

1997 war er auch schon US-amerikanischer Juniorenmeister im Ringen im Schwergewicht geworden. Diesen Erfolg wiederholte er 1999, 2000 und 2001. Er war damit einer der erfolgreichsten US-amerikanischen Juniorenringer auf nationaler Ebene aller Zeiten.

Nach seinem Wechsel an die University of Iowa, dort wurde er von Jim Zalesky trainiert, war er auch als Studentenringer sehr erfolgreich. Er belegte bei der US-amerik. Studentenmeisterschaft (NCAA-Championships) 2002 den 2. Platz hinter Thomas Rowlands, gewann diesen Titel aber 2003 und, nach seinem Wechsel an die Oklahoma State University, auch im Jahre 2005 vor Cole Konrad. 2006 belegte er hinter Konrad noch einmal den zweiten Platz. An der Oklahoma State University wird er von John Smith (Ringer) trainiert.

Auf der internationalen Ringermatte machte Steve Mocco im Jahre 2003 bei einem großen FILA-Turnier in Moskau von sich reden, als er im Schwergewicht unter der gesamten Weltelite hinter Alexis Rodríguez Valera aus Kuba den 2. Platz belegte und dabei solche Weltklasseringer wie Kuramagomed Kuramagomedow aus Russland und Alexander Modebadse aus Georgien besiegte.

Es gelang Steve Mocco aber zunächst nicht, sich bei USA-Meisterschaften an die Spitze zu setzen, oder sich bei den US-internen Ausscheidungskämpfen für die Olympischen Spiele 2004 oder für die Weltmeisterschaften durchzusetzen. Meist belegte er hinter Kerry McCoy, Tolly Thompson oder Thomas Rowlands den 2. Platz und kam deshalb zu keinem Einsatz bei einer dieser Meisterschaften. Im Jahre 2008 belegte er bei der US-amerikanischen Meisterschaft im Schwergewicht hinter Thomas Rowlands den 2. Platz, konnte aber bei der US-Olympiaausscheidung (Trials) den Spieß umdrehen und den 1. Platz belegen.

Bei den Olympischen Spielen in Peking siegte Steve Mocco im Schwergewicht über Rajiv Tomar aus Indien und Liang Lei aus China, verlor aber dann gegen den russischen Starter Bachtijar Achmedow nach Punkten. Da dieser in das Finale kam, bekam er doch noch die Chance, sich in der Trostrunde auf einen Medaillenplatz durchzusetzen. Er konnte diese Chance aber nicht wahrnehmen und verlor gleich seinen nächsten Kampf gegen den Iraner Fardin Masoumi Valadi mit 0:2 Runden, schied aus und belegte nur den 7. Platz.

Nach dieser Enttäuschung wollte er zunächst die Ringerschuhe an den Nagel hängen und nur noch American Football spielen. Er blieb aber dann doch beim Ringen und hat im bisher im Jahre 2009 nur Siege zu verzeichnen. So siegte er beim berühmten russischen "Iwan-Yarigin"-Memorial in Krasnojarsk und beim "Alexander-Medwed"-Turnier in Minsk. Im April 2009 wurde er in Maracaibo auch Panamerikanischer Meister im Schwergewicht vor Michael Neufeld aus Kanada und Yonsi Sanchez aus Mexiko. Er wurde im Jahre 2009 auch erstmals US-amerikanischer Meister im Schwergewicht vor Tervel Dlagnev und Les Sigman.

Seit Ende 2012 ist er als Mixed Martial Arts-Kämpfer tätig. Er hält zurzeit einen Kampfrekord von drei Siegen aus drei Kämpfen. Zwei seiner Siege konnte er durch Submission erzielen.

Steve Mocco hat noch fünf Geschwister, die wie er alle Sport betreiben. Die erfolgreichste ist dabei seine Schwester Katie, die Mitglied der US-amerikanischen Frauen-Nationalmannschaft im Judo ist.

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtsklasse
2001 4. Junioren-WM in Taschkent Schwer hinter Palwinder Singh Cheema, Indien, Jasser Nourzaee, Iran u. Bagrat Chutaba, Russland
2003 1. Sunkist Kids-Open in Tempe (Arizona) Schwer vor Melvin Douglas, Ken Fluckinger, bde. USA u. Eric Kirschner, Kanada
2003 2. "Iwan-Yarigin"-Turnier in Krasnojarsk Schwer hinter Alexis Rodríguez Valera, Kuba, vor Kuramagomed Kuramagomedow u. Dawid Mussulbes, beide Russland sowie Alexander Modebadse, Georgien
2003 2. FILA-Turnier in Moskau Schwer mit Siegen über Kuramagomed Kuramagomedow u. Alexander Modebadse u. einer Niederlage gegen Alexis Rodríguez Valera
2003 1. New York AC-Open Schwer vor Mike Faust, Tony Walters u. Orville Palmer, alle USA
2004 1. "Dave-Schultz"-Memorial in Colorado Springs Schwer vor Sven Thiele, Deutschland, Mike Faust u. Dawid Otiaschwili, Georgien
2004 5. "Iwan-Yarigin"-Memorial in Krasnojarsk Schwer hinter Kuramagomed Kuramagomedow, Alexander Kowalewski u. Oleg Chorpjakow, alle Russland, sowie Gao Fei, China
2006 1. Panamerikanische Meisterschaft in Rio de Janeiro Schwer vor Colgar Becara, Venezuela, Disney Rodriguez, Kuba u. Antonio Sanchez, Brasilien
2007 3. "Yasar-Dogu"-Memorial in Ankara Schwer hinter Fatih Çakıroğlu u. Recep Kaya, Türkei gemeinsam mit Alireza Kaya, Türkei, vor Georgi Nikuradse, Georgien
2007 2. Tropheo Milone in Rom Schwer hinter Jali Sayed Saged, Iran, vor Les Sigman, USA, Kazbek Missikow, Frankreich u. David Lewicki, Polen
2007 1. "Alexander-Medwed"-Turnier in Minsk Schwer vor K. Keremchanow, Kasachstan, A. Mastepanow u. K. Bakdaulet, bde. Weißrussland
2007 1. Hargobind-Turnier in Surrey/Kanada Schwer vor Les Sigman u. Pat Cummins, bde. USA u. Arjan Bhullar, Kanada
2007 1. New York-Open Schwer vor Les Sigman, Mike Faust u. Pat Cummins
2008 2. "Dave-Schultz"-Memorial in Colorado Springs Schwer hinter Daniel Cormier, USA, vor Alexei Woronin, Russland u. Thomas Rowlands, USA
2008 7. Olympische Spiele in Peking Schwer mit Siegen über Rajiv Tomar, Indien u. Lian Lei, China u. Niederlagen gegen Bachtijar Achmedow, Russland u. Fardin Masoumi Valadi, Iran
2009 1. "Iwan-Yarigin"-Memorial in Krasnojarsk Schwer vor Soslan Gaglojew, Alan Dschampajew u. Cyril Godowtschew, alle Russland
2009 1. "Alexander-Medwed"-Turnier in Minsk Schwer vor Aiad Lazarew, Kirgisistan
2009 1. Panamerikanische Meisterschaft in Maracaibo Schwer vor Mike Neufeld, Kanada, Yonsy Sanchez, Venezuela u. Elier Romero Camacho, Kuba
2010 1. "Cerro Pelado International" in Havanna Schwer vor Eller Romero, Yoan Delgado u. Yan Russel, alle Kuba

Anm.: alle Wettbewerbe im freien Stil, Schwergewicht, seit 2002 bis 120 kg Körpergewicht

Nationale Erfolge[Bearbeiten]

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtsklasse
1997 1. USA-Juniorenmeistersch. über 88 kg KG vor Daniel Walter u. Scott Wells
1999 1. USA-Juniorenmeistersch. Schwer
2000 1. USA-Juniorenmeistersch. Schwer
2001 1. USA-Juniorenmeistersch. Schwer
2002 2. NCAA-Championships Schwer hinter Thomas Rowlands u. vor John Lockhart
2003 1. NCAA-Championships Schwer vor Kevin Hoy, Boe Rushton u. Pat Cummins
2004 2. USA-Meisterschaft Schwer hinter Kerry McCoy, vor Tolly Thompson
2004 3. Olympia-Trials Schwer hinter Kerry McCoy u. Tolly Thompson
2005 1. NCAA-Championships Schwer vor Cole Konrad u. Pat DeGain
2005 2. USA-Meisterschaft Schwer hinter Tolly Thompson, vor Billy Blunt
2005 2. WM-Trials Schwer hinter Tolly Thompson
2006 2. NCAA-Championships Schwer hinter Cole Konrad, vor Greg Wagner
2006 2. USA-Meisterschaft Schwer hinter Tolly Thompson, vor Thomas Rowlands
2006 2. WM-Trials Schwer hinter Tolly Thompson, vor Thomas Rowlands
2007 3. USA-Meisterschaft Schwer hinter Thomas Rowlands u. Cole Konrad, vor Tervel Dlagnev
2007 2. WM-Trials Schwer hinter Thomas Rowlands, vor Pat Cummins
2008 2. USA-Meisterschaft Schwer hinter Thomas Rowlands, vor Tervel Dlagnev u. Tolly Thompson
2008 1. Olympia-Trials Schwer vor Thomas Rowlands
2009 1. USA-Meisterschaft Schwer vor Tervel Dlagnev, Les Sigman u. Dominique Bradley
2009 2. WM-Trials Schwer hinter Tervel Dlagnev, vor Dominique Bradley

Anm.: alle Wettkämpfe im freien Stil, Schwergewicht, von 1997 bis 2001 bis 130 kg, seit 2002 bis 120 kg Körpergewicht, NCAA = US-amerikanischer Hochschul-Sportverband

Quellen[Bearbeiten]

  • Datenbank des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaften der Universität Leipzig,
  • Fachzeitschrift Der Ringer,
  • Website des US-amerikanischen Ringerverbandes,
  • Website "wrestling.teamusa.org"

Weblinks[Bearbeiten]