Steven Berkoff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Steven Berkoff (* 3. August 1937 in London) ist ein britischer Dramatiker, Schauspieler und Regisseur.

Regisseur und Schauspieler[Bearbeiten]

Nach dem Studium an der École internationale de théatre Jacques Lecoq in Paris gründete er die London Theatre Group, bei der er die Regie seiner eigenen Adaptionen von Klassikern führte, wie zum Beispiel 1969, als er in Franz Kafkas Die Verwandlung die Rolle des jungen Mannes spielte, der selbst zum Käfer transformiert wurde. Neben dem Theater spielte Berkoff auch in und Filmen wie Barry Lyndon (1975), James Bond 007 – Octopussy (1983), Beverly Hills Cop – Ich lös den Fall auf jeden Fall (1984), Rambo II – Der Auftrag (1985), Fair Game (1995), Riders (2002) und Head in the Clouds (2004) mit. 1981 wirkte er in der Serie Die Profis (Episode: Ein Mordroboter Namens Quinn) mit, in der er bereits eine ähnliche Rolle wie in James Bond 007 – Octopussy mimte. Wahrscheinlich war diese Folge teilweise Grund dafür, dass er danach meist als russischer Gegenspieler besetzt wurde.

Theaterstücke und Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Seine eigenen Stücke schlossen Greek (1979) ein, in dem der Ödipus-Mythos in das zeitgenössische London versetzt wurde sowie West (1983), eine Adaption der angelsächsischen Beowulf-Legende. Sein Stück Decadence (1981) stellte die sexuellen und sozialen Aktivitäten eines Oberklasse-Paares denen einer Frau aus der Arbeiterklasse und eines Detektivs gegenüber und in Kvetch (1987) werden die Ängste einer Gruppe von Juden aus dem West End in eine Comic-Dinner-Party umgewandelt.

Seine weiteren Theaterstücke und Abwandlungen waren u. a. Agamemnon (1977), The Fall of the House of Usher (1977, siehe Edgar Allan Poes Der Untergang des Hauses Usher), The Trial (1981, siehe Kafkas Der Prozess), Sink the Belgrano (1986), In the Penal Colony (1988) sowie Brighton Beach Scumbags (1991).

Daneben war er Autor von Büchern wie I am Hamlet (1989) sowie Corolianus in Deutschland (1992).

Quelle: Chambers Biographical Dictionary, Edinburgh 2002, S. 150-151

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]