Steven M. Girvin

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Steven M. Girvin (* 5. April 1950 in Austin, Texas) ist ein US-amerikanischer theoretischer Physiker.

Girvin studierte am Bates College (Bachelor 1971) und an der University of Maine (Master-Abschluss 1973). 1977 promovierte er an der Princeton University. Nach der Post-Doc-Zeit an der Indiana University und der TH Chalmers in Göteborg war er 1979 bis 1987 beim National Bureau of Standards. Danach war er Professor an der Indiana University und ab 2001 Professor an der Yale University, wo er ab 2007 Deputy Provost war. Er ist Eugene Higgins Professor of Physics und Professor für Angewandte Physik in Princeton. 1999 war er Mitgründer der Boulder Summer School in Condensed Matter and Materials Physics und er organisierte auch Sommerschulen im Aspen Center. 1997/98 stand er dem Beratungsgremium des Kavli Institute for Theoretical Physics vor.

Girvin befasst sich als theoretischer Festkörperphysiker mit dem Quanten-Hall-Effekt und dem Übergang Supraleitung-Isolator in dünnen Filmen, mit Quantenoptik (supraleitende Mikrowellen-Schaltkreise mit Quantenelektrodynamik-Methoden, Circuit QED[1]) und Quanteninformationstheorie. Mit seinen experimentellen Kollegen Robert Schoelkopf und Robert Devoret demonstrierte er Quanteninformations-Algorithmen (wie den Suchalgorithmus von Grover) auf einem 2-Qubit-Prozessor.[2]

Er ist Mitglied der National Academy of Sciences (2006), der American Association for the Advancement of Science und der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften sowie Fellow der American Physical Society und der American Academy of Arts and Sciences. 2007 erhielt er den Oliver E. Buckley Condensed Matter Prize.

Schriften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Girvin, Schoelkopf, Devoret Circuit QED and engineering charge based superconducting qubits, Physica Scripta 2009
  2. Di Carlo u.a. Demonstration of 2 Qubit-Algorithms with a superconducting quantum processor, Nature, Bd.460, 2009, S.240