Steyerberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Steyerberg
Steyerberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Steyerberg hervorgehoben
52.5702777777789.023611111111127Koordinaten: 52° 34′ N, 9° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Nienburg/Weser
Höhe: 27 m ü. NN
Fläche: 101,92 km²
Einwohner: 5387 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31595
Vorwahl: 05764
Kfz-Kennzeichen: NI
Gemeindeschlüssel: 03 2 56 030
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Lange Str. 21
31595 Steyerberg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Andreas Götz (parteilos)

Steyerberg ist ein Flecken im Landkreis Nienburg (Niedersachsen). Die Gemeinde Steyerberg hat eine Verwaltungskooperation mit der Samtgemeinde Marklohe und der Samtgemeinde Liebenau in Form des Zweckverbandes "Linkes Weserufer" geschlossen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Steyerberg liegt in der Mittelweserregion. An den Flecken grenzt die Samtgemeinde Liebenau im Norden, die Samtgemeinde Uchte im Westen, die Samtgemeinde Landesbergen im Osten und die Gemeinde Stolzenau im Süden. Durch Steyerberg fließt die Große Aue. Auffällig ist der 'Steyerberger Berg', die einzige größere Erhebung in der Gemeinde.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Ortsteile mit Einwohner (Stand: 30. Juni 2006)
Bruchhagen 241 Einwohner
Deblinghausen 560 Einwohner
Düdinghausen 298 Einwohner
Sarninghausen 234 Einwohner
Sehnsen 131 Einwohner
Steyerberg 3.028 Einwohner
Voigtei 358 Einwohner
Wellie 520 Einwohner

Der frühere Ort "Rießen" ist nun ein Teil des Fleckens Steyerberg - Eine Straße, in der sich die Kirche befindet.

[Bearbeiten] Geschichte

Steyerberg wird 1259 erstmals urkundlich erwähnt. Steyerberg war eine Burg, die zum Schutz des Terretoriums der Hoyaer Grafen vor den Mindener Bischöfen und als Gegenburg gegen die Festung Novum Castrum (Neues Haus) erbaut wurde. Vielleicht stand die Steyerberg auf dem Land der Bischöfe, die das als Provokation ansahen. Ab 1265 war Steyerberg daher Streitapfel zwischen den Grafen von Hoya und den Bischöfen von Minden, die beide Besitzansprüche erhoben. Durch die Errichtung einer Burg auf dem Knappsberg konnten sich die Grafen von Hoya als Landesherren behaupten. Seit dem war Steyerberg Amtssitz. Nach Aussterben der Hoyaer Grafen fiel Steyerberg 1582 an die Herzöge zu Braunschweig Lüneburg. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Steyerberg 1625 und 1636 geplündert und in Brand gesteckt. Um 1800 wurde Steyerberg durch Truppen Napoleons besetzt. Ab 1829 gehörte Steyerberg zum Amt Stolzenau. Nach Aufhebung der Ämter 1867 gehörte Steyerberg zum Kreis Stolzenau, der 1932 mit dem Landkreis Landkreis Nienburg/Weser vereinigt wurde. Die 1968 gebildete Samtgemeinde Steyerberg wurde 1974 zur Einheitsgemeinde Flecken Steyerberg zusammengeschlossen. Die ehemals selbstständigen 8 Gemeinden wurden damit zu Ortsteilen.

Wann die Grafen von Hoya den Ort zu einem Flecken erhoben lässt sich nicht genau ermitteln, es wird aber im 14.Jahrhundert gewesen sein. Von 1549 bis 1766 hatte eine Linie der Adelsfamilie Münchhausen als Drosten ihren Sitz in Steyerberg. Seit 1589 gibt es Schützenfeste in Steyerberg.

Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Steyerberg von den Briten eingenommen, nachdem im Steyerberger Bahnhof ein Zug mit Munitionsgütern gesprengt wurde.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Die 17 Sitze des Gemeinderat verteilen sich wie folgt:

  • CDU 7 Sitze
  • SPD 5 Sitze
  • WG 3 Sitze
  • Steyerberger Liste 1 Sitz

Bürgermeister Götz (parteilos) 1 Sitz (Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Erwerbstätige

2007 arbeiteten 1.506 Männer und Frauen als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Flecken Steyerberg.

[Bearbeiten] Verkehr

Bahn und Busverkehr

Nächstgelegene Bahnhöfe sind Nienburg (Weser) an der Bahnstrecke Bremen–Hannover und Leese-Stolzenau an der Weser-Aller-Bahn, außerdem Rahden an der Ravensberger Bahn.

Die Verbindung der Ortsteile untereinander und mit den umliegenden Orten erfolgt über Orts- und Regiobuslinien der Verkehrsgesellschaft Landkreis Nienburg (Linien 10, 15, 16, 17 und 19).

Straße

Der Flecken Steyerberg ist über die L 349 und L 350 zu erreichen. Außerdem verfügt er über eine eigene Umgehungsstraße mit 5 Abfahrten in Richtung Ortszentrum. Die nächsten Autobahnanschlüsse sind

[Bearbeiten] Industrie

In der Gemeinde Steyerberg gibt es mehrere Gewerbegebiete: Auf dem Acker, Am Hasenberge und Auf dem Lichtenberge (in Planung). Im Gewerbegebiet 'Auf dem Acker' sind ein Büromöbelwerk, ein Autohaus, zwei Tankstellen, eine Spedition, ein Bekleidungswerk und weitere Betriebe angesiedelt. Im Gewerbegebiet 'Am Hasenberge' befindet sich ein Chemiewerk. Im Ortsteil Wellie gibt es zwei Ziegeleien, von denen eine aber seit einigen Jahren stillgelegt ist.

[Bearbeiten] Bildung

Im Ort Steyerberg sowie in den Ortsteilen gibt es mehrere Bildungs- und Betreuungseinrichtungen:

  • Kindergarten 'Wurzelhöhle', Steyerberg
  • Kindergarten 'Wolkentraum', Steyerberg
  • Kindergarten 'Lummerland', Voigtei
  • Grundschule Deblinghausen
  • Grund- und Hauptschule 'Waldschule' Steyerberg
  • Mit dem Lebensgarten beherbergt Steyerberg eine der größten (100 Bewohner) und ältesten (1984) Lebensgemeinschaften in Deutschland. Der Lebensgarten ist auch Sitz eines Bildungs- und Seminarzentrums und des Ende 2005 gegründeten Vereins für Achtsamkeit & Verständigung e.V.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

Die studierte Politologin und Fernsehmoderatorin Ilka Eßmüller stammt aus Steyerberg. Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy, SPD und Vorsitzende des Innenausschusses des Deutschen Bundestages wohnte in Steyerberg. Des Weiteren ist ebenfalls der bekannte Rezitator Horst Peters gebürtiger Steyerberger. Eine der Nachwuchshoffnungen des deutschen Motorsports, der junge Rennfahrer Rene Rast , u.a. Gewinner des Porsche Carrera Cups 2008 , Deutscher ADAC Junioren Kartmeister in 2002 wohnt in Steyerberg .

[Bearbeiten] Literatur

  • Heinrich Gade: Historisch-geographisch-statistische Beschreibung der Grafschaften Hoya und Diepholz. Nienburg 1901
  • Arnold Pieper: Aus Steyerbergs vergangenen Tagen

[Bearbeiten] Weblinks

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