Stiefenhofen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Lindau (Bodensee) | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Stiefenhofen | |
| Höhe: | 805 m ü. NN | |
| Fläche: | 28,96 km² | |
| Einwohner: |
1774 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 61 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 88167 | |
| Vorwahl: | 08383 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LI | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 76 127 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Gemeinde Stiefenhofen Hauptstr. 8 88167 Stiefenhofen |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Anton Wolf (CSU / FW) | |
| Lage der Gemeinde Stiefenhofen im Landkreis Lindau (Bodensee) | ||
Stiefenhofen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee) und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Stiefenhofen
.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Stiefenhofen liegt in der Region Allgäu in der Nähe des Bodensees. Es existieren folgende Gemarkungen: Harbatshofen (47° 36′ N, 10° 0′ O47.60551810.007104780), Stiefenhofen.
Geschichte [Bearbeiten]
868 wird in einer Sankt Galler Urkunde der Ort Stoufun erwähnt. 883 nennt ebenfalls eine Sankt Galler Urkunde STIVUNHOVARO MARCHA (=Stiefenhofen). Stiefenhofen war Bestandteil der österreichischen Herrschaft Bregenz-Hohenegg. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Juli 1970 wurde die ehemals selbstständige Gemeinde Harbatshofen eingemeindet. Gleichzeitig wurden Gebietsteile an den Markt Oberstaufen abgetreten.[2]
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.557, 1987 dann 1.498 und im Jahr 2000 1.665 Einwohner gezählt.
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister ist Anton Wolf (CSU/Freie Wähler).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 587 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 26 T€.
Wappen [Bearbeiten]
Das 1973 zugeteilte Wappen der Gemeinde Stiefenhofen ist schräg geteilt von Silber und Blau. Es zeigt oben einen schrägen schwarzen Stufenbalken, unten einen goldenen Vogel (Kreuzschnabel).
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft [Bearbeiten]
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 89 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 80 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 562. Im verarbeitenden Gewerbe gab es fünf und im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 110 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.966 ha Dauergrünfläche.
Bildung [Bearbeiten]
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):
- Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 49 Kindern
- Volksschulen: 1 mit 4 Lehrern und 87 Schülern
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Stephanskapelle in Genhofen [Bearbeiten]
Der Ortsteil Genhofen liegt an einer wichtigen historischen Durchgangsstraße, die vermutlich schon um das Jahr 250 von den Römern angelegt wurde. Im Mittelalter wurde hier Salz, das damalige 'weiße Gold', von Immenstadt nach Simmerberg transportiert. Genhofen lag vor dem gefürchteten Anstieg auf den Hahnschenkel. In diesem Zusammenhang entstand die im Original erhaltene Stephanskapelle. Ihr Bauherr war Magister Conrad Schilling. Von bemerkenswerter Qualität sind die drei spätgotischen Schreinaltäre im Inneren. Die Bilder des Choraltars stammen von Adam Schlan(t)z, dem Hofmaler des Fürstabts von Kempten. Die Plastiken werden Michael Zeynsler (+ nach 1541) zugeschrieben und zeigen den Augsburger Bischof St. Ulrich, Maria mit Kind und den Apostel Jakobus den Älteren. Neben Jakobus ist ein zweiter Patron der Reisenden, St. Christophorus, vorhanden. Die Tür zur Sakristei schmücken einige Dutzend Hufeisen.
Baudenkmäler [Bearbeiten]
→ Liste der Baudenkmäler in Stiefenhofen
Tourismus [Bearbeiten]
- Stiefenhofen hat sich dem Thema 'Kräuter' verschrieben: Kräuterlandhof, Kräuterführungen, Kräuterküche
- Ski-Langlauf-Loipen
- Durch Genhofen führt der Bayerisch-Schwäbische Jakobusweg
Sport [Bearbeiten]
Nach der Gründung des TSV Fußballvereins in Stiefenhofen 1981 spielt die Mannschaft erstmals in der Vereinsgeschichte in der Kreisliga A im Württembergischen Fußballverband.
Gesundheit [Bearbeiten]
In Stiefenhofen-Wolfsried befindet sich die Hochgrat-Klinik, die sich auf die Behandlung von Suchterkrankungen und psychosomatischen Erkrankungen spezialisiert hat.[3]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 513
- ↑ http://www.hochgrat-klinik.de Website der Hochgrat-Klinik
Bodolz | Gestratz | Grünenbach | Heimenkirch | Hergatz | Hergensweiler | Lindau (Bodensee) | Lindenberg i.Allgäu | Maierhöfen | Nonnenhorn | Oberreute | Opfenbach | Röthenbach (Allgäu) | Scheidegg | Sigmarszell | Stiefenhofen | Wasserburg (Bodensee) | Weiler-Simmerberg | Weißensberg
