Stift Engelszell
| Stift Engelszell | |
|---|---|
Fassade der Stiftskirche |
|
| Lage | |
| Koordinaten: | 48° 30′ N, 13° 44′ O48.49888888888913.734166666667Koordinaten: 48° 29′ 56″ N, 13° 44′ 3″ O |
| Ordnungsnummer nach Janauschek |
691 |
| Gründungsjahr | 1293 |
| Jahr der Auflösung/ Aufhebung |
1786 |
| Jahr der Wiederbesiedlung | 1925 (Trappisten) |
| Mutterkloster | Stift Wilhering |
| Primarabtei | Kloster Morimond |
Das Stift Engelszell ist eine Trappistenabtei in der Nähe des Ortes Engelhartszell im Innviertel in Oberösterreich.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Das Stift wurde 1293 durch Bischof Bernhard (Wernhart) von Prambach gegründet und 1295 vom Zisterzienserorden besiedelt. Als Tochterkloster von Stift Wilhering gehörte es damit der Filiation der Primarabtei Morimond an. Die Reformationszeit brachte dem Stift einen erheblichen wirtschaftlichen und geistigen Niedergang, der ab 1618 – wiederum durch das Engagement des Mutterklosters Wilhering – gestoppt werden konnte. 1786 wurde es durch Kaiser Joseph II. aufgehoben, in der Folge dienten die Klostergebäude ihren weltlichen Besitzern unter anderem als Fabrik und repräsentativer Wohnsitz.
1925 fanden die aus der elsässischen Abtei Oelenberg vertriebenen Trappisten, die zuvor im fränkischen Kloster Banz eine vorübergehende Bleibe gefunden hatten, in Engelszell ihr neues Zuhause. 1931 wurde Stift Engelszell schließlich zur Abtei erhoben, Prior P. Gregorius Eisvogel zum Abt gewählt und durch Bischof Johannes Maria Gföllner im Stift Wilhering benediziert.
Stiftskirche [Bearbeiten]
Die Stiftskirche Engelszell (1754 bis 1764 erbaut) ist eine beeindruckende Kirche im Rokoko-Stil. Sie wird gekrönt von einem 76 Meter hohen Turm und ist mit sehenswerten Kunstwerken von Johann Georg Üblhör, Joseph Deutschmann und Bartolomeo Altomonte ausgestattet. Die Decke des Kirchenschiff-Langhauses wurde nach einem Bauschaden ca. 1957 mit einem Gemälde von Fritz Fröhlich zeitgemäß gestaltet.
Gegenwart [Bearbeiten]
Seit 1995 steht Abt Marianus Hauseder der Klostergemeinschaft von 7 Mönchen (Stand 2012) vor. Eine wesentliche Rolle für die wirtschaftliche Existenz der Abtei spielt der Tourismus und der damit verbundene Verkauf von klostereigenen Produkten, wie Klosterliköre. Seit 2012 produziert das Stift auch ein Trappistenbier. Weltweit existieren neben Stift Engelszell nur sieben weitere Trappistenbrauereien: Westmalle, Achel, Chimay, Orval, Rochefort und Westvleteren in Belgien; sowie La Trappe in den Niederlanden.
Höhere Obere [Bearbeiten]
- Gregorius Eisvogel, 1925–1950, Titularprior, ab 1931 Abt
- Basile Sartorio, 1950–1951, Sup. intérimaire
- Bonaventure Diamant, 1951–1952, Superior ad nutum
- Benno Stumpf, 1952–1966, Superior ad nutum, ab 1953 Abt
- Willibald Knoll, 1966–1983, Abt
- Klaus Jansen, 1982–1989, Apostol. Administrator, ab 1983 Abt
- Nivard Volkmer, 1989–1991, Superior ad nutum
- Marianus Hauseder, seit 1991, Superior ad nutum, ab 1995 Abt
Siehe auch [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Informationen zum Kloster auf stift-engelszell.at
- Eintrag zu Stift Engelszell auf ORDEN online
- Engelhartszell an der Donau
- Kloster in Oberösterreich
- Kloster (13. Jahrhundert)
- Trappistenkloster
- Kloster in der Diözese Linz
- Ehemaliges Zisterzienserkloster in Österreich
- Gotisches Bauwerk in Oberösterreich
- Barockbauwerk in Oberösterreich
- Kirchengebäude in der Diözese Linz
- Kirchengebäude in Oberösterreich
- Rokokobauwerk in Österreich
- Rokokokirche