Tabernakel (Judentum)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (Literatur, Webseiten oder Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung. |
Mishkan (hebräisch משכן) ist eine von mehreren Bezeichnungen für das transportable Heiligtum, welches nach dem biblischen Text das Volk Israel auf seinen Wanderungen nach dem Auszug aus Ägypten mitführte, bevor ein permanentes Zentralheiligtum errichtet wurde. Weitere biblische Bezeichnungen sind „Stiftszelt“ (hebr. Ohel Moed) oder auch „Heiligtum“ (hebr. Mikdasch). Manchmal treten auch mehrere dieser Ausdücke gemeinsam auf: Mishkan und Ohel Moed werden zum Beispiel gemeinsam in Ex 39,32 EU verwendet. Die deutsche Bezeichnung „Stiftshütte“, aus der Lutherbibel bekannt, ist eine Entlehnung aus der lateinischen Bezeichnung tabernaculum, die von dem Wort taberna abgeleitet ist, das „Hütte“ oder „Gasthaus“ bedeutet. Sprachlich ist Mishkan mit Schechina verwandt, den Inbegriff der Gegenwart Gottes. Die Vorschrift zum Bau des Heiligtums wird auf Ex 25,8 EU zurückgeführt, wo es heißt: "Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich ich in ihrer Mitte wohne." Der Ausdruck "in ihrer Mitte" lässt nach der jüdischen Tradition darauf schließen, dass das Heiligtum nicht als "Wohnplatz" gottes zu verstehen ist, sondern als ein Symbol für die Heiligkeit Gottes, dem das Volk nachzuleben hatte, wenn sein Geist in ihrer Gemeinschaft weilen sollte.[1]
Das transportable Heiligtum wurde vom Volk Israel nach dem Exodus auf seinen Wanderungen mitgeführt, bevor sie Israel erreichten, bis zur Zeit der Richter, einer protodemokratischen Gesellschaft mit gewählten Führern auf Zeit, in der sie im Lande Kanaan zu siedeln begannen, bis schließlich zur Zeit des israelischen Tempels in Jerusalem, wo es zu einem integralen Bestandteil des Tempels wurde (10. Jahrhundert v. Chr.).
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Pentateuch und Haftaroth mit Kommentar von Dr. Hertz, Verlag Morascha Zürich 1984, Band II, S. 296

