Stiftung Historische Museen Hamburg

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Museum für Hamburgische Geschichte, eines der Museen der Stiftung

Die Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts in Hamburg. Sie wurde am 1. Januar 2008 gegründet und ist Trägerin der historischen Museen der Freien und Hansestadt. Die Stiftung steht unter Aufsicht der Kulturbehörde, deren jeweiliger Präses auch den Vorsitz im Stiftungsrat führt.

Geschichte[Bearbeiten]

Ende 1998 verabschiedete die Hamburgische Bürgerschaft das Hamburgische Museumsstiftungsgesetz (HmbMuStG), mit dem die zuvor in unmittelbarer staatlicher Trägerschaft befindlichen Museen zum 1. Januar 1999 in eigenständige Stiftungen öffentlichen Rechts überführt wurden.[1]

2006 legte eine von der damaligen Kultursenatorin Karin von Welck berufene Expertenkommission einen 25-Punkte-Plan zur Zukunft der Museen vor. Darin empfahl sie unter anderem die Zusammenlegung von Altonaer Museum, Helms-Museum, Museum für Hamburgische Geschichte und Museum der Arbeit zu einer Stiftung, um eine bessere wirtschaftliche und konzeptionelle Steuerung der vier Häuser zu ermöglichen.[2] Der Senat brachte daraufhin im Mai 2007 ein Gesetz zur Änderung des Museumsstiftungsgesetzes ein, dem die Bürgerschaft im Dezember 2007 zustimmte. Somit wurde zum 1. Januar 2008 die Stiftung Historische Museen gegründet.

Um die weiter bestehende Unterfinanzierung der Stiftung zu kompensieren, beschloss der damalige CDU-Senat im Jahre 2010 die Schließung des Altonaer Museums zum Jahresende. Nach massiven öffentlichen Protesten wurde die Schließung abgewendet und die Direktorin des Museums der Arbeit, Kirsten Baumann, die zugleich den Vorsitz der SHMH übernahm, mit der Ausarbeitung eines Konzepts zur Weiterentwicklung der Stiftung beauftragt.[3]

Am 26. September 2011 erklärte Baumann ihren Rücktritt als Stiftungsvorsitzende zum 31. Dezember 2011.[4] Anlass war ein zuvor von der SPD-Bürgerschaftsfraktion eingebrachter Antrag auf weitreichende Veränderungen der Stiftung [5], den Baumann in seiner Zielrichtung für falsch hält.

Im Oktober 2012 verkündete Kultursenatorin Barbara Kisseler, dass das Helms-Museum, das Bergedorfer Museum sowie das Rieckhaus aus der SHMH ausgegliedert und in andere Rechtsformen überführt werden sollen. Ziel der Reform sei eine größere Eigenständigkeit sowie eine Stärkung der verbleibenden Häuser.[6]

Stiftungsorgane[Bearbeiten]

Organe der Stiftung sind der Stiftungsrat und der Vorstand. Der Stiftungsrat besteht gemäß § 7 HmbMuStG aus acht Personen, der Vorstand laut § 10 aus bis zu zwei Mitgliedern.

Vorstand[Bearbeiten]

Stiftungsrat[Bearbeiten]

  • Barbara Kisseler, Präses der Kulturbehörde (Vorsitz)
  • Thomas Delissen, Kulturbehörde
  • Birthe Becker, Finanzbehörde
  • Gert Hinnerk Behlmer, Staatsrat a. D.
  • Wilfried Maier, Senator a. D.
  • Burkhard Jodat, Personalratsvorsitzender Stiftung Historische Museen Hamburg

Zugehörige Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Museumsdienst Hamburg

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gesetz über die Errichtung von Museumsstiftungen der Freien und Hansestadt Hamburg (Hamburgisches Museumsstiftungsgesetz - HmbMuStG) vom 22. Dezember 1998, zuletzt geändert durch Gesetz vom 6. Juli 2010, abgerufen am 2. Januar 2013.
  2. Zwischenbilanz der Expertenkommission zur Entwicklung der Hamburger Museumsstiftungen 2006–2009 (PDF; 214 kB), abgerufen am 2. Januar 2013.
  3. Bericht des Kulturausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft, Drs. 20/2022 vom 2. November 2011, abgerufen am 2. Januar 2013.
  4. Stiftung Historische Museen: Die Chefin wirft hin. In: Hamburger Abendblatt vom 27. September 2011, abgerufen am 2. Januar 2013.
  5. Fortentwicklung der Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH). Antrag der SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, Drs. 20/1969 vom 26. Oktober 2011, abgerufen am 2. Januar 2013.
  6. Senat befürwortet Museumsreform, auf einer privaten Seite: Pressemitteilung der Kulturbehörde vom 30. Oktober 2012, abgerufen am 2. Januar 2013.
  7. Die Welt vom 21. Januar 2014: Neue Leiter der historischen Museen in Hamburg stellen sich vor (dpa/lno), abgerufen am 21. Januar 2014

Weblinks[Bearbeiten]

53.5511111111119.9730555555556Koordinaten: 53° 33′ 4″ N, 9° 58′ 23″ O