Stimpfach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stimpfach
Stimpfach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stimpfach hervorgehoben
49.06222222222210.09450Koordinaten: 49° 4′ N, 10° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Schwäbisch Hall
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 33,35 km²
Einwohner: 2895 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 74597,
73489 (Ölmühle, Sperrhof)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07967
Kfz-Kennzeichen: SHA, CR
Gemeindeschlüssel: 08 1 27 104
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstraße 22
74597 Stimpfach
Webpräsenz: www.stimpfach.de
Bürgermeister: Matthias Strobel
Lage der Gemeinde Stimpfach im Landkreis Schwäbisch Hall
Bayern Hohenlohekreis Landkreis Heilbronn Main-Tauber-Kreis Neckar-Odenwald-Kreis Ostalbkreis Rems-Murr-Kreis Blaufelden Braunsbach Bühlertann Bühlerzell Bühlerzell Crailsheim Fichtenau Fichtenberg Frankenhardt Gaildorf Gerabronn Ilshofen Ilshofen Kirchberg an der Jagst Kreßberg Langenburg Mainhardt Michelbach an der Bilz Michelfeld Oberrot Obersontheim Rosengarten (Landkreis Schwäbisch Hall) Rot am See Satteldorf Schrozberg Schwäbisch Hall Stimpfach Sulzbach-Laufen Untermünkheim Vellberg Wallhausen (Württemberg) WolpertshausenKarte
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Stimpfach ist eine Gemeinde im Landkreis Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Stimpfach liegt im Hohenloher Land im Nordosten von Baden-Württemberg ca. 10 km südlich von Crailsheim. Geografisch-geologisch gesehen öffnet sich zum Norden hin die Hohenloher Ebene. Stimpfach selbst hat Anteil an den Naturräumen Schwäbisch-Fränkische Waldberge und Frankenhöhe.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Stimpfach grenzt im Norden an die Stadt Crailsheim, im Osten an Fichtenau, im Süden an Jagstzell im Ostalbkreis und im Westen an Frankenhardt. Die nordöstliche Exklave Sixenmühle liegt zwischen Crailsheim im Westen, Kreßberg im Nordosten und Fichtenau im Südosten.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Stimpfach mit den bis zur Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg selbstständigen Gemeinden Rechenberg, Stimpfach und Weipertshofen gehören mit 24 Dörfer, Weiler, Höfen und (Einzel-)Häuser.

Zur ehemaligen Gemeinde Rechenberg gehören das Dorf Rechenberg, die Weiler Bautzenhof, Connenweiler, Eichishof, Hübnershof und Kreßbronn, das Gehöft Blindhof und das Haus Eichissägmühle. Zur ehemaligen Gemeinde Stimpfach im Gebietsstand vom 31. Oktober 1973 gehören das Dorf Stimpfach, die Weiler Hörbühl, Randenweiler, Siglershofen, Sperrhof und Streitberg und das Haus Ölmühle. Zur ehemaligen Gemeinde Weipertshofen gehören das Dorf Weipertshofen, die Weiler Gerbertshofen und Steinbach am Wald sowie die Höfe Hochbronn, Käsbach, Klinglesmühle, Lixhof, Nestleinsberg und Sixenmühle.

Im Gemeindegebiet Stimpfachs liegen die abgegangenen, heute nicht mehr bestehenden Ortschaften Klingenhof, Langenburg und Schummenhof (im Gebiet der früheren Gemeinde Rechenberg), Burkeler, Hainenhäusle, Rappenburg (Burgstall Rappenburg) und Sulzbachhof (im Gebiet der Gemeinde Stimpfach vor der Gemeindegebietsreform) sowie Korneffel und Stöckhaus (im Gebiet der früheren Gemeinde Weipertshofen).[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Stimpfach wurde im Jahre 1024 erstmals urkundlich erwähnt. Nach verschiedenen Vorbesitzern, unter anderem den Herren von Lohr, kam Stimpfach ab 1608 vollständig unter die Herrschaft Ellwangens. Stimpfach war 1627 von Hexenverfolgung betroffen. Margaretha Augustin geriet in einen Hexenprozess und wurde hingerichtet.[4]

1803 wurde Stimpfach württembergisch. Zunächst wurde es dem Oberamt Honhardt-Stimpfach, ab 1810 dem Oberamt Crailsheim (das 1934 in Kreis Crailsheim, 1938 in Landkreis Crailsheim umbenannt wurde) zugeordnet. 1973 bis 1974 gehörte es zum Ostalbkreis. Im Zuge der Verwaltungsreform in Baden-Württemberg schlossen sich am 1. November 1973 zunächst die beiden Gemeinden Stimpfach und Rechenberg zusammen und bildeten so die neue Gesamtgemeinde Stimpfach, die durch das Gemeindereformgesetz dem Landkreis Schwäbisch Hall zugewiesen wurde. Am 1. Januar 1975 wurde die neue Gemeinde mit Weipertshofen wiederum zu einer neuen Gemeinde Stimpfach vereinigt.

Burg Rechenberg war namensgebend für die Familie von Rechenberg.

Politik[Bearbeiten]

Partnerschaften[Bearbeiten]

Stimpfach unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Holzhau im Erzgebirge, heute Teil der Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle in Sachsen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Das bedeutendste Unternehmen in der Gemeinde ist die 1950 als Schreinerei gegründete Gebr. Schneider Fensterfabrik GmbH & Co.KG mit weltweit etwa 850 Mitarbeitern (Stand: 2005), davon 330 in Stimpfach, wo das Unternehmen seit 1962 ansässig ist. Ebenfalls in Stimpfach ansässig ist der 1949 gegründete Süßwarenhersteller Hosta.

Bildung[Bearbeiten]

Mitten im Ortskern von Stimpfach liegt die Kaspar-Mettmann-Schule. Es gibt eine zweizügige Grundschule und eine einzügige Hauptschule mit Werkrealschule. Gegenüber liegt der katholische Kindergarten St. Georg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stimpfach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 453–457.
  4. Wolfgang Mährle: „Oh wehe der armen Seelen.“ Hexenverfolgung in der Fürstpropstei Ellwangen (1588-1694), in: Johannes Dillinger; Thomas Fritz; Wolfgang Mährle: Zum Feuer verdammt. Die Hexenverfolgungen in der Grafschaft Hohenberg, der Reichstadt Reutlingen und der Fürstpropstei Ellwangen, hrsg. vom Institut für geschichtliche Landeskunde und historische Hilfswissenschaften der Universität Tübingen, Stuttgart 1998, S. 325-500, besonders S. 453-476