Stinatz

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Wappen Karte
Wappen von Stinatz
Stinatz (Österreich)
DEC
Stinatz
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Burgenland
Politischer Bezirk Güssing (GS)
Fläche 9,5 km²
Koordinaten 47° 12′ N, 16° 8′ O47.20388888888916.133333333333Koordinaten: 47° 12′ 14″ N, 16° 8′ 0″ O
Einwohner 1377 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 145 Einwohner je km²
Postleitzahl 7552
Vorwahl 03358
Gemeindekennziffer 1 04 15
AT113
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Hauptplatz 1
7552 Stinatz
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Alfred Grandits (SPÖ)
Gemeinderat (2007)
(19 Mitglieder)
10 SPÖ, 9 ÖVP
Lage der Marktgemeinde Stinatz
Karte

Stinatz (kroatisch: Stinjaki, ungarisch: Pásztorháza) ist eine Marktgemeinde im Burgenland im Bezirk Güssing in Österreich. Nach der Volkszählung 2001 bekennen sich 53,9% der Einwohner zur Volksgruppe der Burgenlandkroaten und 8,1% bekennen sich als Kroaten. 30,7% geben als Umgangssprache deutsch an.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland im Bezirk Güssing. In Stinatz gibt es zwei Ortsteile, Stinatz und Stinatz-Nord. Die benachbarten Orte von Stinatz sind Wörterberg, Hackerberg, Litzelsdorf und Ollersdorf.

[Bearbeiten] Geschichte

Als Folge der Türkenkriege zogen im 15. Jahrhundert Familien aus Kroatien in die Gegend. Die Ansiedlung wurde 1577 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Stinacz verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Marktgemeinde ist Stinatz seit 1977.

[Bearbeiten] Politik

Bürgermeister ist Alfred Grandits von der SPÖ.Vizebürgermeister ist Andreas Grandits von der ÖVP. Die Mandatsverteilung (19 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 10, ÖVP 9 Mandate. Die Sozialistische Jugend Stinatz ist die traditionsreichste Ortsgruppe der Sozialistischen Jugend im Burgenland.

[Bearbeiten] Bombenanschlag

Am 5. Februar 1995 gegen 11 Uhr wurde in Stinatz ein Bediensteter der Müllabfuhr durch eine Sprengfalle des Bombenlegers Franz Fuchs schwer verletzt. Zudem waren an zwei Burgenland-Kroatinnen zuvor bzw. nachher Briefbomben adressiert, deren Detonation jedoch weder die Grünen-Politikerin Terezija Stoisits noch Angela Resetarits verletzte. In einem Wartehäuschen der Nachbargemeinde Ollersdorf fand sich ein Bekennerbrief der "BBA" (Bajuwarische Befreiungsarmee) in dem es unter anderem hieß: "Sifkovits, Grandits, Stoisits, Resetarits und Janisch zurück nach Dalmatien."

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „In Blau über gekreuzten silbernen Schlüsseln eine silberne Tiara (Papstkrone).“

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

[Bearbeiten] Vereine und Veranstaltungen

In Stinatz existieren zahlreiche Vereine, darunter der Musikverein, Stinjacko Kolo, der Fußballverein, ein Tennisverein, ein Laufklub, die Naturfreunde und ein Verschönerungsverein. Bekannte Veranstaltungen die von den diversen Vereinen organisiert und gepflegt werden sind:

  • Kirtag
  • Fitmarsch
  • Waldfest
  • Pfarrfest und
  • Musikertreffen

[Bearbeiten] Sonstiges

Relative Bekanntheit im deutschen Sprachraum erlangte der Ort durch das Lied "Fürstenfeld" (1984) der Gruppe S.T.S., in dem es heißt: „I spü höchstens noch in Graz, Sinabelkirchen und Stinatz“ (Dialekt für: Ich spiele höchstens..) sowie in jüngerer Zeit durch den "Freibadsong" des Kabarettisten Thomas Stipsits.

[Bearbeiten] Weblinks

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