Stingray (Panzer)

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Stingray
Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 4 Mann (Kommandant, Richt-, Ladeschütze, Fahrer)
Länge 9,35 m
Breite 2,71 m
Höhe 2,54 m
Masse 19 t
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung geheim
Hauptbewaffnung 105-mm-Kanone L7A
Sekundärbewaffnung 7,62-mm-MG (koaxial), 7,62-mm-Fla-MG, 8 Nebelwerfer (4 pro Seite)
Beweglichkeit
Antrieb 8V-Zylinder Dieselmotor Detroit 92 TA
535 PS (399 kW)
Federung Torsionsstab
Höchstgeschwindigkeit 69 km/h
Leistung/Gewicht 28 PS/t
Reichweite 483 km

Der Stingray ist ein US-amerikanischer leichter Kampfpanzer mit einer 105-mm-Kanone und zwei MGs.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit den 1960er-Jahren war Cadillac der Hersteller der gepanzerten 4×4 Commando-Fahrzeuge. In den 1980er-Jahren versuchte man mit den im Radpanzerbau gewonnen Erfahrungen einen „leichten Kampfpanzer“ zu konstruieren. Man ging davon aus, dass ein Markt für derartige Militärfahrzeuge bestünde. Der Stingray sollte kostengünstiger sein als damalige Vergleichsmodelle, wie etwa der Leopard 1 oder der M60. Gleichzeitig sollte er über eine vergleichbare Feuerkraft verfügen und luftverladbar sein.

In den 1980er Jahren war er neben dem CCV-L einer von zwei leichten Panzern, die am Armored Gun System (AGS) Wettbewerb der US Army teilnahm. Das AGS (Gepanzertes Kanonen System) sollte den M551 Sheridan bei der 82. US-Luftlandedivision ersetzen. Der Stingray scheiterte in diesem Vergleichstest und der Entwicklungsauftrag ging an die FMC Corporation und deren CCV-L.

Sein Nachfolger, der Stingray II, wurde ebenfalls schon in den frühen 1980er-Jahren vorgestellt. Die Hauptunterschiede liegen im verbesserten Panzerschutz und einer verbesserten Feuerleitanlage. Einziger Nutzer ist bis heute Thailand, das etwa 100 Fahrzeuge zwischen 1988 und 1990 bestellte.

Technik[Bearbeiten]

Der Stingray hat ein Laufwerk aus sechs Laufrollen und erreicht eine Geschwindigkeit von 80 km/h auf der Straße.

Die Panzerung ist zwar geheim, ist aber deutlich schwächer als bei modernen Kampfpanzern. So wird berichtet, dass die Frontpanzerung nur dem Beschuss aus 14,5-mm-Waffen, die seitliche Turmpanzerung sogar nur dem Beschuss aus leichten Handwaffen standhalten kann. Als Möglichkeit hat sich Cadillac jedoch die Option offen gehalten, den Panzerschutz durch Reaktivpanzerung oder andere zusätzlich Panzerung zu verstärken. Das Hauptaugenmerk wurde beim Stingray vor allem auf die hohe Mobilität und Wendigkeit gelegt.

Der Stingray ist außerdem mit einer ABC-Schutzanlage und Waffenstabilisatoren der Firma British Marconi ausgerüstet.

Hauptwaffe des Stingray ist die britische Royal Ordonance 105 mm Low Recoil Force gun, die auf der bewährten Royal Ordnance L7-Kanone basiert. Verschossen werden alle NATO-Munitionsarten. Eine Stabilisierungsanlage erlaubt das zielgenaue Feuern auch bei voller Fahrt. Die Feuerleitanlage besteht aus einem Feuerleitrechner und einem Laserzielentfernungsmesser. Anfänglich nur optional, später standardisiert, verfügte auch der Richtschütze über ein Nachtsichtgerät.

Parallel zur Achse der Hauptwaffe ist ein 7,62-mm-Maschinengewehr montiert. Turmlaffetiert ein 12,7-mm-MG. Mitgeführt werden 36 105-mm-Projektile, 2400 bzw. 1000 Patronen für die 7,62-mm- und 12,7-mm-Maschinengewehre.

Weitere technische Daten[Bearbeiten]

  • Steigfähigkeit: 60 %
  • Grabenüberschreitfähigkeit: 2,13 m
  • spezifischer Bodendruck: 0,69 kg/cm²
  • Kletterfähigkeit: 0,76 m
  • Furttiefe: 1,22 m

Literatur[Bearbeiten]

  • David Miller, Christopher F. Foss: Moderne Gefechtswaffen. Stocker-Schmid Verlag, Dietikon 1989, ISBN 3-7276-7092-4.
  • Philip Trewhitt: Panzer. Die wichtigsten Kampffahrzeuge der Welt vom Ersten Weltkrieg bis heute. Neuer Kaiserverlag, Klagenfurt 2005, ISBN 3-7043-3197-X, (Wissenswertes - Technik).

Weblinks[Bearbeiten]