Stirnbein

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Schädel in Seitenansicht:
1. Stirnbein (Os frontale) (gelb)
2. Scheitelbein (Os parietale)
3. Nasenbein (Os nasale)
4. Siebbein (Os ethmoidale)
5. Tränenbein (Os lacrimale)
6. Keilbein (Os sphenoidale)
7. Hinterhauptsbein (Os occipitale)
8. Schläfenbein (Os temporale)
9. Jochbein (Os zygomaticum)
10. Oberkiefer (Maxilla)
11. Unterkiefer (Mandibula)
Schädel eines Schafes
Os frontale farbig markiert

Das paarige Stirnbein (lat. Os frontale [1]) ist ein Teil des Hirnschädels. Es bildet das vordere Schädeldach und damit die vordere obere Wand der Schädelhöhle, bei Wiederkäuern einen Großteil des Schädeldachs. Die Stirnbeine beider Seiten sind in der Medianebene über eine Schädelnaht, die Sutura frontalis („Stirnnaht“), miteinander verbunden.

Das Stirnbein bildet den oberen (Margo supraorbitalis) und hinteren Teil der knöchernen Augenhöhle (Orbita). Der Hinterrand wird von einem Fortsatz (Processus zygomaticus ossis frontalis) gebildet. Bei Fleischfressern und Schweinen ist dieser Fortsatz nur kurz. Hier ist der Hinterrand der Orbita nur durch ein bindegewebiges Band verschlossen (Ligamentum orbitale), das zwischen dem Processus zygomaticus des Stirnbeins und dem Processus frontalis des Jochbeins verläuft.

Beim Menschen und anderen Primaten trägt das Stirnbein einen deutlichen Wulst oberhalb der Augen, der als Augenbrauenbogen (Arcus superciliaris) bezeichnet wird. Zwischen beiden Augenbrauenbogen liegt oberhalb der Nasenwurzel die Stirnglatze (Glabella).

Zwischen die beiden Knochenplatten des Stirnbeins wächst eine mit Schleimhaut ausgekleidete Aussackung der Nasenhöhle aus. Diese Stirnhöhle (Sinus frontalis) ist eine der Nasennebenhöhlen.

Bei horntragenden Wiederkäuern bildet das Stirnbein einen knöchernen Hornzapfen (Processus cornualis) in das Horn. In diesen Fortsatz reicht auch die Stirnhöhle, so dass beim Enthornen erwachsener Wiederkäuer die Stirnhöhle eröffnet wird.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Federative Committee on Anatomical Terminology (FCAT) (1998). Terminologia Anatomica. Stuttgart: Thieme