Stock Picking

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Mit Stock Picking (zu deutsch auch Zielkauf) wird das Investieren in einzelne Aktien bezeichnet.

Durch gezieltes Investieren in Aktien einer bestimmten Gesellschaft, eines bestimmten Marktes oder Sektors wird eine überdurchschnittliche Rendite erwartet. Stock Picking wird in der Regel als Bestandteil des Value Investing betrieben.

Ziele[Bearbeiten]

Zu unterscheiden sind kurzfristige (short) und mittel- bis langfristige (long) Ziele. Diese Ziele können Teil einer Gesamtstrategie im Rahmen des Portfoliomanagements sein, sich aber auch auf einzelne Anlagewerte beziehen.

Ein Beispiel ist die Stop-Loss-Taktik. Der Investor oder Portfoliomanager verzichtet dabei zunächst teilweise auf die Risikoreduktion eines diversifizierten Portfolios. Motive können etwa die Mitnahme von Dividenden oder Kurssteigerungen aufgrund anderer Faktoren sein.

Kritik[Bearbeiten]

Das Stock Picking widerspricht grundsätzlich der Portfoliotheorie, welche besagt, dass risikobereinigt durch die Auswahl einzelner Aktien keine Überrendite erzielt werden kann.

Im Rahmen einer Studie von Tweedy, Brown Company LLC wurden Vergleichsrechnungen zwischen einem Portfolio, das auf am NYSE-Index basiert, und einem anderen Portfolio, welches die 20 % am niedrigsten bewerteten Aktien enthält, über einen Vier-Jahres-Zeitraum durchgeführt. Das Portfolio, welches sich aus den niedrig bewerteten Aktien zusammensetzt, hatte im Vergleich zum Marktindex eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,91 %, was über vier Jahre kumuliert einen Mehr-Ertrag von rund 40 % bedeutet.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www8.gsb.columbia.edu/sites/valueinvesting/files/files/what_has_worked_all.pdf (englisch)