Stockheim (Glauburg)

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50.3245929.017602131Koordinaten: 50° 19′ 29″ N, 9° 1′ 3″ O

Stockheim
Gemeinde Glauburg
Höhe: 131 m ü. NHN
Fläche: 7,2 km²
Einwohner: 2035 (2003)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Postleitzahl: 63695
Vorwahl: 06041
Katholische Kirche in Stockheim

Katholische Kirche in Stockheim

Hofgut Leustadt westlich von Stockheim

Stockheim ist ein Ortsteil von Glauburg im hessischen Wetteraukreis und Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Stockheim liegt in der östlichen Wetterau westlich des Büdinger Waldes und nördlich des Ronneburger Hügellandes beiderseits des Bleichenbachs, kurz oberhalb seiner Mündung in die Nidder bei Glauberg.

Die Gemarkungsfläche wird für 1961 mit 720 Hektar angegeben, davon 151 Hektar Wald. Die Gemarkung erstreckt in den Talauen von Bleichenbach und Nidder und schließt westlich der Nidder das Hofgut Leustadt mit ein. Die Waldungen von Stockheim liegen auf den Anhöhen westlich von Leustadt und im Süden am Nordhang des Glaubergs. Hier liegt kurz unterhalb des Gipfels die mit etwa 275 Meter höchste Erhebung von Stockheim.

Stockheim liegt nordöstlich des zweiten Glauburger Ortsteils Glauberg. Die Ortskerne sind rund einen Kilometer voneinander entfernt. Daneben wird Stockheim umgeben von den Orten Nieder-Mockstadt im Westen, Effolderbach im Norden, Selters im Nordosten, Bleichenbach im Osten, Rohrbach im Südosten und Düdelsheim im Süden.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1198 als Stokheim[2] erstmals mit der Erwähnung eines Conradus de Stokheim urkundlich genannt. 1787 gehörte Stockheim zrr Grafschaft Isenburg-Büdingen.

Anlässlich der Gebietsreform in Hessen schloss sich die Gemeinde Stockheim mit der Nachbargemeinde Glauberg am 1. Juli 1971 zur neuen Gemeinde Glauburg zusammen.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1800 422
1875 469
1905 912
1950 1686
1961[3] 1678
1970[3] 1839
2003 2035

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Ortsteil besitzt einen Bahnhof, der Endpunkt der Niddertalbahn nach Frankfurt Hauptbahnhof ist und von der Lahn-Kinzig-Bahn nach Gießen über Nidda und Gelnhausen über Büdingen angefahren wird. Weiterhin wird das in Privatbesitz befindliche Bahnhofsgebäude derzeit zu einem wirtschaftlichen Modellbahn-Museum, dem sogenannten Modellbahnhof umgebaut. Die Bahnhofsgaststätte ist schon längere Zeit offen. Stockheim wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Zufluchtsort vieler Vertriebener.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jürgen Röhrig: Das oberhessische Eisenbahnerdorf Stockheim. In: Oberhessische Versorgungsbetriebe AG (OVAG) (Hrsg.): Anschluss an die weite Welt: Zur wechselvollen Entwicklung der Eisenbahn in Oberhessen, Friedberg 2014 (2015), ISBN 978-3-9815015-5-1, S. 182-185.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Glauburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zahlen, Daten, Fakten der Gemeinde Glauburg, bei Internet Archive abgerufen am 11. April 2004; seitdem wurde die Einwohnerzahl von Stockheim anscheinend nicht mehr aktualisiert
  2. www.glauburg.de – Geschichte. Abgerufen am 13. Januar 2013.
  3. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 352.