Stockkampf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Stockkampf ist eine Bezeichnung für verschiedene Kampfsportarten und Kampfkunststile, bei denen ein kurzer oder langer Stock (oder Stab) als Waffe eingesetzt wird.

Vermutlich reichen die Wurzeln der Kampfkunst mit Stock und Stab bis in die Anfänge der Menschheitsgeschichte zurück. Es gibt dafür aber kaum handfeste Belege, zum einen weil Holz schnell verrottet und zum anderen weil keine schriftlichen Belege über die Verwendung von Stäben vor dem Hochmittelalter bekannt sind. Erst die Experimentalarchäologie konnte erste Erkenntnisse liefern. Neuere Untersuchungen legen nahe, dass im nördlichen Großbritannien die Kelten in der Spätbronzezeit (1300 bis 800 vor Christus) ihre Speere nicht nur zum Werfen und Stechen benutzten, sondern auch als Hiebwaffen.[1][2] Im Lauf der Zeit entwickelten Kulturen aller Erdteile den Stockkampf zu einer Kampfkunst, in der es um mehr als plumpes Hauen und Stechen geht.

Kampfkunststile[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Antiquity Publications, 2011, Volume 85, Nummer 328, Seiten 599 - 612 Kate Anderson, Department of Archaeology, University of Edinburgh: Slashing and thrusting with Late Bronze Age spears: analysis and experiment. “The bronze spearhead at the end of a long shaft is traditionally seen as a thrusting or throwing weapon, as seen in the movies. By examining the damage on a group of Late Bronze Age spearheads from Britain, and replicating their use in combat, the author shows that the spear was an even more versatile weapon — for throwing, thrusting and slashing (with a short shaft). The research puts a spotlight on the formidable skills developed in a Bronze Age life-time.”
  2. DER SPIEGEL 24/2011, Seite 108