Stolz und Vorurteil (1995)

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Filmdaten
Deutscher Titel Stolz und Vorurteil
Originaltitel Pride and Prejudice
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1995
Länge 300 / 270 (gekürzte deutsche Fassung) Minuten
Stab
Regie Simon Langton
Drehbuch Andrew Davies
Produktion Sue Birtwistle,
Julie Scott,
Michael Wearing
Musik Carl Davis
Kamera John Kenway
Schnitt Peter Coulson
Besetzung
Synchronisation

Stolz und Vorurteil (Originaltitel: Pride and Prejudice) ist eine britische Fernsehverfilmung des gleichnamigen Jane-Austen-Romans aus dem Jahr 1995. Sie entstand im Auftrag der BBC nach dem Drehbuch von Andrew Davies und unter der Regie von Simon Langton. Mit Jennifer Ehle und Colin Firth in den Hauptrollen war diese sechsteilige Literaturverfilmung sowohl in Großbritannien als auch in den Vereinigten Staaten ein Straßenfeger.[1] In Deutschland wurde Stolz und Vorurteil als Dreiteiler in gekürzter Fassung erstmals zu Ostern 1997 vom ZDF gezeigt.[2]

Handlung[Bearbeiten]

England Anfang des 19. Jahrhunderts: Der wohlhabende Mr. Charles Bingley bezieht seine neue Sommerresidenz Netherfield nahe Meryton, einem ländlichen Ort in Hertfordshire. Als seine neue Nachbarin Mrs. Bennet Nachricht von seiner Ankunft erhält, ist sie entschlossen, eine ihrer fünf Töchter mit Mr. Bingley zu verheiraten. Ihre älteste Tochter Jane gilt als Lokalschönheit mit sanftem Gemüt. Die zweitälteste, Elizabeth, auch „Lizzy“ genannt, ist blitzgescheit und wortgewandt, während die unscheinbare Mary sich lieber dem Klavierspielen hingibt, als sich albern den örtlich stationierten Offizieren an den Hals zu werfen, wie es die beiden jüngsten Schwestern Kitty und Lydia tun. Da die Bennets keinen männlichen Erben besitzen, droht das Familiengut Longbourn nach dem Tod von Mr. Bennet an dessen Cousin Mr. Collins zu fallen. Mrs. Bennet ist daher bestrebt, ihre Töchter schnellstmöglich mit vermögenden Männern wie Bingley zu verheiraten.

Ball in Meryton

Auf einem Ball in Meryton lernen die Bennets Bingley schließlich kennen. Er erscheint zusammen mit seinen Schwestern Caroline und Louisa sowie mit seinem Freund Mr. Darcy, der wie Bingley noch unverheiratet ist und über ein noch größeres Vermögen verfügt. Während der freundliche Bingley sich umgehend zu Jane hingezogen fühlt, ist die ländliche Gesellschaft Darcy zutiefst zuwider. Sein Freund will ihn dennoch zum Tanzen ermutigen und schlägt Elizabeth als Tanzpartnerin vor. Darcy findet, dass Elizabeth zwar annehmbar wäre, aber nicht hübsch genug sei, um ihn in Versuchung zu führen. Elizabeth, die seine kränkenden Worte hören konnte, hegt fortan eine tiefe Abneigung gegen ihn.

Aufenthalt in Netherfield

Um eine eheliche Verbindung ihrer ältesten Tochter mit Bingley zu sichern, schickt Mrs. Bennet Jane allein nach Netherfield. Aufgrund eines Regenschauers fängt sich Jane unterwegs eine Erkältung ein, weshalb sie für mehrere Tage in Netherfield verweilen muss und Bingley dabei näher kommt. Elizabeth macht sich Sorgen um ihre Schwester, mit der sie sich tief verbunden fühlt. Beide wollen aus Liebe heiraten, sind sich jedoch bewusst, ihrer Familie zuliebe eine gute Partie machen zu müssen. Als Jane per Brief Elizabeth um Beistand bittet, weil sie sich in Gegenwart von Bingleys hochnäsigen Schwestern unwohl fühlt, macht sich Elizabeth sofort auf den Weg nach Netherfield. Als sie dort zu Fuß eintrifft, begegnet ihr Darcy, der ebenfalls Gast der Bingleys ist. Beide tun sich schwer im Umgang miteinander, zumal sich Darcy für sie zu interessieren beginnt. Ihm imponieren ihr scharfer Verstand und ihre Offenheit. Auch ihr äußerlicher Liebreiz lässt ihn nicht länger kalt.

Ankunft von Mr. Collins

Zurück in Longbourn begrüßen die Bennets ihren Cousin Mr. Collins, einen Pfarrer, der keine Gelegenheit auslässt, um selbstgefällig von seiner reichen Gönnerin Lady Catherine de Bourgh zu erzählen. Mrs. Bennet gegenüber äußert er den Wunsch, eine ihrer fünf Töchter zu heiraten, um das Erbe großzügigerweise in der Familie der Bennets zu belassen. Er hat dabei ein Auge auf Jane geworfen. Da Mrs. Bennet ihm jedoch umgehend zu verstehen gibt, dass diese bereits an Mr. Bingley vergeben sei, wählt Mr. Collins Elizabeth als seine Zukünftige aus. Unterwegs in Meryton lernen die Bennet-Schwestern den charmanten George Wickham kennen. Er und Elizabeth verstehen sich auf Anhieb. Als Darcy zu ihnen stößt und Wickham erkennt, reitet er an ihnen vorbei, ohne sie zu grüßen. Um Darcys unhöfliches Verhalten Elizabeth zu erklären, vertraut Wickham ihr an, dass er Darcy seit Kindertagen kenne. Dessen Vater habe ihn geliebt wie einen eigenen Sohn, weshalb er ihm einen Teil seines Vermögens und eine kleine Pfarrei vermachen wollte. Aus Eifersucht habe Darcy nach dem Tod seines Vaters Wickham das versprochene Erbe verweigert und ihn damit zum Militärdienst gezwungen. Elizabeth ist schockiert und sieht ihren schlechten Eindruck von Darcy bestätigt.

Ball in Netherfield

Als Bingley einen Ball in Netherfield veranstaltet, treffen Elizabeth und Darcy erneut aufeinander. Zu ihrer Überraschung fordert er sie zum Tanz auf. Da ihr spontan keine passende Ausrede einfällt, willigt sie der Etikette wegen ein. Während des Tanzes wirft Elizabeth Darcy dessen mutmaßliches Fehlverhalten gegenüber Wickham vor. Darcy wiederum behagt es nicht, wie berechnend Elizabeths Mutter ihre Töchter verkuppelt und allen verkündet, dass eine Verlobung von Jane und Bingley kurz bevorstehe, zumal Darcy bezweifelt, dass Jane seinen Freund Bingley aufrichtig liebt. Am nächsten Morgen macht Mr. Collins Elizabeth einen Heiratsantrag, den sie zum Entsetzen ihrer Mutter ablehnt. Als sie erfährt, dass sich ihre beste Freundin Charlotte Lucas mit Mr. Collins verlobt hat, ist sie überrascht. Doch im Gegensatz zu ihr gibt sich Charlotte damit zufrieden, in Mr. Collins einen Mann gefunden zu haben, der ihr ein sorgenfreies Leben bieten kann.

Plötzlicher Aufbruch nach London

Als die Bingleys im Herbst nach London zurückkehren, ist Jane überzeugt, dass Bingley nicht länger an ihr interessiert ist. Elizabeth ist sich jedoch sicher, dass hinter der plötzlichen Abreise Bingleys Schwestern stecken, um eine Heirat zwischen ihrem Bruder und Jane zu verhindern. Ermutigt durch ihre Schwester besucht Jane ihren Onkel und ihre Tante, Mr. und Mrs. Gardiner, in London. Obwohl sie Bingley Briefe schreibt, in denen sie von ihrem Aufenthalt in London berichtet, erhält sie weder eine Antwort, noch eine Einladung. Währenddessen besucht Elizabeth ihre Freundin Charlotte, die inzwischen Mr. Collins geheiratet hat. Zusammen werden sie von Lady Catherine de Bourgh nach Rosings eingeladen. Lady Catherine, die es gewohnt ist, dass man ihr mit Unterwürfigkeit begegnet, ist empört über Elizabeths offene Art. Sie gibt ihr deutlich zu verstehen, dass sie von ihr und ihrer Familie nicht viel hält. Lady Catherines Neffe ist Mr. Darcy, der mit seinem Cousin Colonel Fitzwilliam ebenfalls in Rosings eintrifft. Von Colonel Fitzwilliam erfährt Elizabeth, dass es Darcy war, der Bingley geraten hat, Jane nicht wiederzusehen.

Unerwarteter Heiratsantrag

Kurz darauf gesteht Darcy Elizabeth seine Liebe und bittet um ihre Hand, obwohl ihm ihre Familie nicht zusagt und er damit gegen seine Interessen, seinen Stand und seinen Willen handelt. Da er das Glück ihrer Schwester zerstört und offenbar Wickham um sein Erbe gebracht hat, lehnt Elizabeth seinen Antrag entschieden ab. Er sei der letzte Mann auf der Welt, den sie jemals heiraten würde. Später lässt Darcy ihr einen Brief zukommen, in dem er ihr die Beweggründe für sein Handeln erläutert. Als Freund habe er Bingley den Rat gegeben, Jane zu vergessen, weil er den Eindruck hatte, dass Jane ihn nicht liebe. In diesem Fall habe er sich geirrt. Was Mr. Wickham betrifft, so habe er sich nichts vorzuwerfen. Als sein Vater verstarb, habe Wickham von Darcy verlangt, ihm die Pfarrei auszuzahlen, um mit der Abfindung seinen verschwenderischen Lebenswandel zu finanzieren. Als ihm das Geld erneut ausgegangen sei, habe sich Wickham an Darcys jüngere Schwester Georgiana herangemacht, um mit der damals erst 15-Jährigen und ihrem Erbe von 30.000 Pfund durchzubrennen. Darcy habe dies jedoch verhindern können. Als Elizabeth Darcys Zeilen liest, wird ihr bewusst, wie sehr sie sich in ihm getäuscht hat, und sie bereut ihre Vorbehalte gegen ihn.

Wiedersehen in Pemberley

Kurze Zeit später wird Elizabeth von ihren Verwandten, den Gardiners, eingeladen, sie auf einer Reise nach Derbyshire zu begleiten. Auf ihrer Erkundungstour durch die Gegend machen sie auch Halt bei Pemberley, dem herrlich gelegenen Wohnsitz von Darcy. Da dieser gegenwärtig nicht in Pemberley weilt, dürfen Elizabeth und die Gardiners in Begleitung der Hausdame das prächtige Anwesen besichtigen. In Pemberleys großem Garten kommt Darcy Elizabeth unerwartet entgegen. Peinlich berührt will Elizabeth unverzüglich abreisen, doch Darcy überredet sie und die Gardiners, gemeinsam spazieren zu gehen. Zudem lädt er sie zu einer Gesellschaft ein, bei der auch die Bingleys und seine schüchterne Schwester Georgiana anwesend sind. Als dabei Caroline Bingley Mr. Wickhams Namen erwähnt, hält Georgiana abrupt in ihrem Klavierspiel inne. Elizabeth rettet die Situation, indem sie vom Thema ablenkt, wofür ihr Darcy einen dankbaren Blick zuwirft, den sie freundlich erwidert.

Eine schockierende Nachricht

Am nächsten Morgen erfährt Elizabeth aus zwei Briefen von Jane, dass ihre jüngste Schwester Lydia mit Wickham durchgebrannt ist. Elizabeth macht sich nun Vorwürfe, ihre Familie nicht vor Wickhams scheinheiligem Charakter gewarnt zu haben. Gleichzeitig droht der Skandal ihre Familie endgültig ins soziale Abseits zu stürzen und die Heiratschancen für sie und ihre anderen Schwestern erheblich zu mindern. Als sich Elizabeth anschickt, nach Longbourn zurückzukehren, und Darcy sie mit Tränen in den Augen vorfindet, besteht er darauf zu erfahren, was passiert ist. Sie erklärt ihm die Umstände, worauf er sich eilig von ihr verabschiedet. Elizabeth ist überzeugt, dass sie ihn nie wiedersehen wird. Zurück in Longbourn erreicht die Bennets eine Nachricht der Gardiners, der zufolge Wickham bereit sei, Lydia für eine finanzielle Gegenleistung zu heiraten. Elizabeth bereut es nun, Darcy von Lydias Fehltritt berichtet zu haben.

Lady Catherines Forderung

Nachdem Wickham und Lydia als verheiratetes Paar in Longbourn eingetroffen sind, erfährt Elizabeth, dass es Darcy war, der das Paar in London ausfindig machte und die Hochzeit arrangierte. Im darauffolgenden Herbst reiten Bingley und Darcy nach Longbourn, wo Bingley zur Freude aller um Janes Hand anhält. Unerwartet trifft schließlich auch Lady Catherine ein und besteht darauf, mit Elizabeth unter vier Augen zu sprechen. Da sie will, dass ihre kränkliche Tochter Anne Darcys Frau wird, verlangt sie zu erfahren, ob Elizabeth mit Darcy verlobt ist. Elizabeth versichert zwar, dass zwischen ihr und Darcy kein Verlöbnis bestehe, sie weigert sich jedoch, Lady Catherine das Versprechen zu geben, auch in Zukunft auf eine Verbindung mit Darcy zu verzichten. Bei einem gemeinsamen Spaziergang mit Darcy dankt ihm Elizabeth für den großen Dienst, den er ihrer Familie bezüglich Lydia erwiesen hat. Er gesteht ihr, dass er es nicht für ihre Familie, sondern nur für sie getan habe. Elizabeth, die sich inzwischen über ihre tiefe Liebe zu ihm im Klaren ist, entschuldigt sich für ihr abweisendes Verhalten und gesteht ihrerseits, dass sich ihre Gefühle vollkommen gewandelt hätten. Es folgt eine Doppelhochzeit, bei der Bingley mit Jane und Darcy mit Elizabeth vor den Traualtar schreiten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Buchvorlage[Bearbeiten]

Die erste Ausgabe von Stolz und Vorurteil aus dem Jahr 1813

Jane Austens Roman Stolz und Vorurteil (Originaltitel: Pride and Prejudice) wurde erstmals 1813 auf Wunsch der Autorin anonym veröffentlicht. Nachdem das Buch in drei Bänden mit einer Auflage von 1.500 Exemplaren in England erschienen und innerhalb eines halben Jahres ausverkauft war, worauf eine neue Auflage herausgegeben wurde, entwickelte sich Stolz und Vorurteil bereits zu Austens Lebzeiten zu ihrem beliebtesten Werk.[3] Im 20. Jahrhundert wurde die Geschichte von Elizabeth Bennet und Mr. Darcy mehrfach verfilmt, unter anderem fünfmal als britische Fernsehverfilmung in den Jahren 1938, 1952, 1958, 1967 und 1980. In Hollywood versuchte man sich 1940 an einer ersten Leinwandadaption mit Greer Garson und Laurence Olivier in den Hauptrollen. Im Herbst 1986 kamen die Produzentin Sue Birtwistle und der Drehbuchautor Andrew Davies überein, den Roman ein weiteres Mal für das Fernsehen zu adaptieren. Birtwistle hatte Austens Buch im Alter von 15 Jahren entdeckt und schwärmte später: „Ich habe es bestimmt hundertmal gelesen. Und ich entdecke immer noch etwas Neues darin. Jane Austen verschwendet kein einziges Wort. Nicht ein Satz ist unnötig.“[4] Auch Andrew Davies äußerte sich euphorisch: „Der Roman ist in der Tat mein Lieblingsbuch und das schon seit Jahren. Ich habe ihn aus purer Freude immer und immer wieder gelesen.“ Besonders die Hauptfigur des Romans habe es ihm angetan. „Wie alle anderen, habe ich mich in Elizabeth verliebt“, so Davies. „Sie ist sehr moralisch, sie hat einen wunderbaren Sinn für Humor, sie macht sich über andere Leute lustig und nimmt sich selbst nicht allzu ernst, ohne dabei ihr Licht unter den Scheffel zu stellen.“[5]

Vorproduktion[Bearbeiten]

Sowohl Davies als auch Birtwistle war daran gelegen, dem Geist des Romans treu zu bleiben. „Es ist ein lebendiges Buch und wir wollten unbedingt seine Vitalität vermitteln“, so Birtwistle. „Wir wollten nicht, dass die Darsteller nur steif in Salons herumsitzen.“[6] Um die visuellen Möglichkeiten des filmischen Erzählens zu nutzen und die Charaktere besonders menschlich erscheinen zu lassen, fügte Davies der Handlung kleine Szenen hinzu, die zwar nicht der literarischen Vorlage entstammen, jedoch die Zeit der Handlung charakteristisch widerspiegeln sollten. So sind etwa die Bennet-Schwestern zu sehen, wie sie sich einkleiden, um sich auf dem Heiratsmarkt zu präsentieren, oder die männlichen Akteure, wie sie den seinerzeit typischen Hobbys, dem Jagen und Fechten, nachgehen.[7] Bereits die Anfangsszene, in der Mr. Bingley und Mr. Darcy nach Netherfield reiten, steht so nicht im Buch. Zudem schrieb Davies zusätzliche Dialoge, um bestimmte Ereignisse dem modernen Publikum zu erklären, ohne die ursprünglichen Dialoge des Romans allzu sehr zu verändern.[8] Das Hauptproblem lag jedoch darin, die langen Briefe der Protagonisten in das Drehbuch zu integrieren. Davies bediente sich hierfür verschiedener Filmtechniken, wie Voice-over und Rückblenden, und ließ die Figuren die Briefe sich selbst oder einander vorlesen.[7] Da die bis dahin letzte Verfilmung von Stolz und Vorurteil nur wenige Jahre zurücklag, wurde das Drehbuch zunächst von keinem britischen Fernsehsender gekauft.[9] Erst im Jahr 1993 erwarb der BBC-Produzent Michael Wearing die Verfilmungsrechte und brachte daraufhin die Produktion mit finanzieller Unterstützung des US-amerikanischen Privatsenders A&E Network ins Rollen.[10] Anfang 1994 wurden schließlich der britische Regisseur Simon Langton und eine Reihe von Set-Dekorateuren für das Projekt verpflichtet.[10]

Besetzung[Bearbeiten]

Bei der Besetzung der vielen Charaktere von Stolz und Vorurteil legten Produzentin Sue Birtwistle und Regisseur Simon Langton viel Wert darauf, Schauspieler zu finden, die sich für einen Kostümfilm eignen und gleichzeitig genügend Esprit und Charme versprühen. Für die Rolle der 20-jährigen Elizabeth Bennet sprachen Hunderte von Schauspielerinnen zwischen 15 und 28 Jahren vor. Diejenigen unter ihnen, die auf den ersten Blick die richtige Ausstrahlung besaßen, wurden daraufhin vor einer Kamera in Kostümen und Make-up getestet.[11] Von etwa zwölf finalen Kandidatinnen wurde schließlich die britisch-US-amerikanische Schauspielerin Jennifer Ehle für die Hauptrolle ausgewählt. Die damals 25-jährige Ehle hatte Austens Stolz und Vorurteil bereits im Alter von zwölf Jahren gelesen.[11] „Elizabeth hat viele Charaktereigenschaften, von denen die Frauen der 1990er glauben, sie errungen oder gar erfunden zu haben,“ befand Ehle. „Es ist aufregend, diese in einer Frauenfigur wiederzufinden, die von einer Frau Anfang des 19. Jahrhunderts erschaffen wurde.“[12]

Colin Firth, 2007

Für die Rolle des stolzen Fitzwilliam Darcy wollte Birtwistle unbedingt Colin Firth, mit dem sie bereits 1987 für die Filmkomödie Dutch Girls zusammengearbeitet hatte. Der damals eher unbekannte britische Schauspieler Mitte 30 zögerte zunächst, das Angebot anzunehmen. Laut Birtwistle hätte Firth bis dahin keine einzige Zeile von Jane Austen gelesen und ihre Bücher als typische Frauenliteratur betrachtet. Nachdem er jedoch das Drehbuch gelesen hatte und es ihm gefiel, änderte er seine Meinung und er nahm die Rolle schließlich an.[13] Während der Dreharbeiten wurden Firth und Ehle auch hinter den Kulissen ein Paar. Ihre Beziehung wurde allerdings erst nach ihrer Trennung bekannt.[14]

Die restlichen Rollen wurden mit weiteren britischen Schauspielern besetzt. Susannah Harker erhielt die Rolle der zurückhaltenden Jane Bennet. Alison Steadman als törichte Mrs. Bennet, Julia Sawalha als deren jüngste und frivole Tochter Lydia und Barbara Leigh-Hunt als gebieterische Lady Catherine de Bourgh wurden ohne Vorsprechen sofort engagiert.[11] Für die Rolle des zynischen Mr. Bennet wurde Benjamin Whitrow verpflichtet, der für seine Leistung später eine Nominierung für den BAFTA TV Award erhielt.

Um Charles Bingley nicht nur charakterlich, sondern auch physisch von Mr. Darcy abzuheben, bekam der blonde Crispin Bonham-Carter den Part des gutherzigen, jedoch leicht beeinflussbaren Mr. Bingley.[11] Ursprünglich hatte Bonham-Carter für die Rolle des charmanten und betrügerischen George Wickham vorgesprochen, doch Adrian Lukis erhielt an seiner Statt diese Rolle. Bonham-Carter, der mit der Schauspielerin Helena Bonham Carter verwandt ist, war letztlich alles andere als unzufrieden. Den Bingley zu spielen war für ihn „wie ein Traum, der wahr wurde“. Er fand, dass Darcys Freund zwar fortwährend als lieber, naiver Kerl daherkomme, er sich aber dennoch weiterentwickle. Am Anfang habe er sich noch stark von Darcy beeinflussen lassen, doch werde er dann „ein bisschen erwachsen“ und habe „eigene Meinungen.“[15] Bingleys eingebildete Schwester Caroline wurde von Anna Chancellor gespielt, die 1994 als Hugh Grants ehemalige Flamme Henrietta alias „Duckface“ in Vier Hochzeiten und ein Todesfall bekannt geworden war.

Bei der Besetzung von Darcys jüngerer Schwester Georgiana fiel es den Produzenten schwer, eine geeignete Darstellerin zu finden, die Unschuld, Stolz und Schüchternheit vermitteln konnte und zudem fähig war, Klavier zu spielen. Nachdem mehr als 70 Schauspielerinnen getestet worden waren, entschied sich Regisseur Langton für Emilia Fox, deren Mutter Joanna David die Rolle der Mrs. Gardiner spielte.[11]

Dreharbeiten[Bearbeiten]

Luckington Court als Longbourn, das Haus der Bennets

Zwei Wochen bevor die offiziellen Dreharbeiten im Juni 1994 begannen, trafen sich etwa 70 Beteiligte aus Stab und Besetzung für erste Dreh- und Tanzproben.[16] Daraufhin dienten acht Bühnen der BBC-Studios in London und 24 verschiedene Außendrehorte in England als Schauplätze der Handlung.[17] Die meisten altehrwürdigen Gebäude, die in der Verfilmung zu sehen sind, gehören dem britischen National Trust und stehen damit unter Denkmalschutz.[16] Als Schauplatz für das Dorf Meryton diente der kleine Ort Lacock in Wiltshire, der ebenfalls unter dem Schutz des National Trust steht. Nicht weit entfernt entdeckten die Produzenten das Privathaus Luckington Court, das ihnen als Heim der Familie Bennet geeignet schien. Dort fanden daraufhin für zehn Wochen Innen- und Außenaufnahmen statt.

Belton House als Rosings

Im Kontrast zu diesem eher schlichten Gebäude wurde Lyme Park in Cheshire als Darcys prächtiges Anwesen Pemberley ausgewählt, wo allerdings nur Außenaufnahmen gemacht werden durften. Die Interieurs von Pemberley wurden stattdessen in Sudbury Hall in Sudbury, Derbyshire, gedreht.[18] Hinsichtlich Lady Catherine de Bourghs pompöser Residenz Rosings entschied man sich für Belton House in Grantham, Lincolnshire, während man mit Old Rectory in Teigh, Leicestershire, ein geeignetes Haus für Mr. Collins’ eher bescheidenes Heim mit Namen Hunsford fand.[18] Edgcote Hall in Banbury, Oxfordshire, diente hingegen als Kulisse für Bingleys Sommersitz Netherfield. Die Szenen in den Straßen von London entstanden in Warwick, Warwickshire, während die Rückblenden von Wickhams Versuch mit Georgiana durchzubrennen im englischen Badeort Weston-super-Mare in Somerset gedreht wurden.[18] Die Dreharbeiten erstreckten sich bis November 1994, worauf die Postproduktion bis Mitte Mai 1995 erfolgte.[10]

Rezeption[Bearbeiten]

Stolz und Vorurteil wurde an sechs aufeinanderfolgenden Sonntagabenden vom 24. September bis zum 29. Oktober 1995 erstmals im britischen Fernsehen gezeigt. Bei der Ausstrahlung des letzten Teils verfolgten zehn Millionen Zuschauer, wie Elizabeth und Darcy heiraten.[19] Die Folge bescherte der BBC damit einen Marktanteil von 40 Prozent, was bis dahin noch keiner Literaturverfilmung des britischen Senders gelungen war.[13] Die Produktionskosten von damals umgerechnet 14 Millionen Mark konnten über Werbeeinnahmen und Verkäufe ins Ausland locker wieder eingenommen werden.[19] Noch ehe die letzte Folge ausgestrahlt wurde, sicherten sich acht weitere Länder die Ausstrahlungsrechte, wohingegen in Großbritannien bereits 70.000 Videokassetten mit der kompletten Reihe verkauft wurden. Eine Sprecherin der BBC nannte die enorme Nachfrage „ein großes Phänomen“, vor allem im Hinblick darauf, dass es den Zuschauern möglich war, die Folgen selbst auf Video aufzuzeichnen.[20] Auch der Soundtrack mit der Filmmusik von Carl Davis und ein Begleitbuch von Sue Birtwistle und Susie Conklin mit dem Titel The Making of Pride and Prejudice fanden schnell großen Absatz.

Lyme Park in Cheshire, der Außendrehort von Darcys Pemberley

Im Anschluss daran eroberte Jane Austens Roman von 1813 die Bestsellerlisten, während der National Trust mit seinen Schlössern und Anwesen, die in der Verfilmung zu sehen sind, zahlreiche Anfragen zu Tapetenmustern und Vorhängen erhielt.[19] Auch strömen seither zahlreiche Touristen zu den Drehorten, um Pemberley oder Longbourn zu besichtigen. Ohnehin herrschte Mitte der 1990er Jahre eine regelrechte Austen-Manie, nachdem weitere Adaptionen von Austens Romanen auch im Kino sehr erfolgreich gelaufen waren, wie Sinn und Sinnlichkeit (1995) mit Emma Thompson und Kate Winslet, Emma (1996) mit Gwyneth Paltrow oder auch die Teenie-Komödie Clueless – Was sonst! (1995), deren Handlung auf Austens Emma basiert.[8]

In den Vereinigten Staaten schalteten im Januar 1996 bis zu 3,7 Millionen Zuschauer ein, als der Sender A&E Network die sechsteilige Verfilmung in Doppelfolgen an drei Abenden ausstrahlte.[8][21] In Deutschland wurde Stolz und Vorurteil erstmals zu Ostern 1997 vom 28. bis 30. März gezeigt.[2] Das ZDF hatte sich die Rechte gesichert, gab eine deutsche Synchronisation in Auftrag und strahlte die Austen-Adaption als Dreiteiler in einer um etwa 30 Minuten gekürzten Fassung aus. Daraufhin erschien auch eine deutsche Ausgabe des Buchs über die Dreharbeiten von Birtwistle und Conklin unter dem Titel Stolz und Vorurteil: Die Welt der Jane Austen.

Die internationalen Kritiken fielen mit wenigen Ausnahmen ausgesprochen positiv aus, wobei besonders die üppige Ausstattung und die Leistung der Darsteller gelobt wurden. Stolz und Vorurteil wurde zudem in sechs Kategorien für den britischen BAFTA TV Award nominiert, den Jennifer Ehle als beste Hauptdarstellerin gewinnen konnte. In den Vereinigten Staaten erhielt die Produktion vier Nominierungen für den Emmy, mit dem das Kostümdesign letztlich ausgezeichnet wurde.

Kritiken[Bearbeiten]

„Was Fernsehadaptionen von literarischen Klassikern angeht, könnte diese wahrscheinlich nicht besser sein“, befand Gerald Gilbert im Independent. Colin Firth wirke in seiner Rolle „kein bisschen verweichlicht oder oberflächlich“ und Jennifer Ehle zeige als Elizabeth „die passend geistreiche Intelligenz“. Benjamin Withrow wiederum stehle als Mr. Bennet häufig die Show.[22] John J. O’Connor von der New York Times sprach von einer „grandiosen Adaption“, die „mit einem bemerkenswert werkgetreuen und fein nuancierten Skript von Andrew Davies […] ein geistreicher Mix aus Liebesgeschichte und sozialen Wirren“ geworden sei. Die Szenen mit Mr. Collins und seiner Gönnerin, Lady Catherine de Bourgh, seien „höchst amüsant“. Jennifer Ehle sei es gelungen, Lizzy „auffallend intelligent und selbstbewusst“ darzustellen, „ohne überheblich zu wirken“. Colin Firth habe wiederum „Mr. Darcys versnobten Stolz hervorragend“ eingefangen, während er „vor allem durch intensive Blicke“ vermittle, „dass er sich gegen seinen Willen verliebt“.[23] Tony Scott von Variety fand, dass die Szene, „in der sich Elizabeth und Darcy auf seinem Anwesen zufällig treffen“, der „vielleicht schönste Moment der gesamten bewundernswerten Adaption“ sei. Dank der „herrlichen“ Kameraarbeit von John Kenway und dem „geschickten“ Schnitt von Peter Coulson sehe das Resultat „einfach hinreißend“ aus. Darüber hinaus habe sich Dekorateur Gerry Scott „mit der Innenausstattung selbst übertroffen, während die Außenaufnahmen überwältigend“ seien.[24]

Für Ginia Bellafante von Time war Stolz und Vorurteil eine „aufwändige und geschmackvolle“ Adaption, die „keine Nuance von Austens schelmischem Humor“ missen lasse. Die Produktionswerte seien „erstklassig“. So habe man etwa die „Gärten und Salons sehr sorgfältig studiert“. Doch „inmitten der Gediegenheit“ lauere auch „erotische Spannung“. Firth spiele Mr. Darcy, „als ob er eine Schöpfung der Brontës und nicht der ironischen, abgeklärten Austen wäre“. Dieser Darcy sei „vollkommen eingenommen von seiner Leidenschaft“ für die von Jennifer Ehle gespielte „geistreiche, redegewandte Heldin des Romans“. Seine Augen seien „durchdringend“ und er könne sie „nicht von ihr nehmen“.[25] „Die Darsteller spielen hervorragend“, lobte auch Mike Cummings vom All Movie Guide. Vor allem Jennifer Ehle und Colin Firth hätten ihn als Elizabeth Bennet und Mr. Darcy überzeugt.[26]

Klaus Wienerts Urteil in der Berliner Zeitung war hingegen „zwiespältig“. Zwar seien „die Darstellerleistungen bemerkenswert“. Auch seien „die Kulissen und Kostüme vom Allerfeinsten, die Landschaften unvergleichlich grün und schön und die Herrensitze einmalig prächtig“. Verglichen mit Sinn und Sinnlichkeit falle jedoch auf, dass „es den BBC-Machern gerade an jenem Quentchen Distanz fehlte, an jenem feinen Hauch von Ironie, der die süßliche Austen-Geschichte heute überhaupt erst verdaulich macht“. Diese sei daher „reichlich platt“ ausgefallen.[2] TV Spielfilm wiederum meinte, dass „die sechsteilige BBC-Miniserie“ weiterhin „als ein Beleg dafür gelten“ dürfe, „dass die Briten im Historien- und Kostümfilm unschlagbar sind“.[27]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Colin Firth alias Mr. Darcy, 2009

BAFTA TV Awards[Bearbeiten]

Gewonnen
  • Beste Hauptdarstellerin in einem TV-Film – Jennifer Ehle
Nominiert
  • Bester Hauptdarsteller in einem TV-Film – Colin Firth
  • Bester Hauptdarsteller in einem TV-Film – Benjamin Whitrow
  • Bestes Kostümdesign – Dinah Collin
  • Beste Maske – Caroline Noble
  • Beste Dramaserie

Emmy[Bearbeiten]

Gewonnen
  • Bestes Kostümdesign einer Miniserie – Dinah Collin
Nominiert
  • Bestes Drehbuch einer Miniserie – Andrew Davies
  • Beste Choreografie – Jane Gibson
  • Beste Miniserie

Weitere[Bearbeiten]

  • Eine Nominierung für den Golden Satellite Award in der Kategorie Beste Miniserie
  • Television Critics Association Award in der Kategorie Beste Miniserie
  • Writers’ Guild of Great Britain Award für das Beste Drehbuch einer Dramaserie (Andrew Davies)
  • Zwei Broadcasting Press Guild Awards in den Kategorien Beste Dramaserie und Bester Schauspieler (Colin Firth)
  • Drei Nominierungen für den National Television Award in den Kategorien Beliebtester Darsteller (Colin Firth), Beliebteste Darstellerin (Jennifer Ehle) und Beliebteste Dramaserie
  • Banff Rockie Award in der Kategorie Beste Miniserie und Grand Prize beim Banff Television Festival

Deutsche Fassung[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand für die erste Fernsehausstrahlung im ZDF, bei der Stolz und Vorurteil vom 28. bis zum 30. März 1997 in drei Teilen gesendet wurde. Für diese Fassung wurde die ursprüngliche englische Version um etwa 30 Minuten gekürzt. 2005 wurde die ZDF-Fassung auf einer deutschen DVD veröffentlicht. 2008 erschien eine weitere DVD, auf der neben der ZDF-Fassung auch die ungeschnittene englische Langfassung mit deutschen Untertiteln enthalten ist. Erst im Jahr 2010 kam eine DVD auf den Markt, die auch die Langfassung komplett in deutscher Sprache enthält. Die vorher herausgeschnittenen Szenen wurden dabei jedoch nicht von den ursprünglichen Sprechern nachsynchronisiert. Ebendiese Langfassung wurde in Doppelfolgen vom 7. bis zum 21. Juni 2012 an drei Donnerstagabenden von ARTE erstmals im deutschen Fernsehen gezeigt.

Rolle Darsteller Synchronsprecher[28]
Elizabeth Bennet Jennifer Ehle Juana-Maria von Jascheroff
Mr. Darcy Colin Firth Stefan Gossler
Mrs. Bennett Alison Steadman Uta Hallant
Mr. Bennet Benjamin Whitrow Günter Naumann
Kitty Bennet Polly Maberly Kellina Klein
George Wickham Adrian Lukis Torsten Sense
Lady Catherine de Bourgh Barbara Leigh-Hunt Bettina Schön
Mrs. Gardiner Joanna David Sonja Deutsch
Col. Fitzwilliam Anthony Calf Tom Vogt

DVD-Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Pride & Prejudice – Stolz und Vorurteil. (2 DVDs), KSM GmbH 2005, gekürzte ZDF-Fassung, nur deutsche Tonspur, Making-of.
  • Pride & Prejudice – Stolz und Vorurteil. (6 DVDs), KSM GmbH 2008, gekürzte ZDF-Fassung und ungeschnittene englische Langfassung mit deutschen Untertiteln, Making-of.
  • Pride & Prejudice – Stolz und Vorurteil (15th Anniversary Edition). (6 DVDs), KSM GmbH 2010, gekürzte ZDF-Fassung sowie Langfassung auf Englisch und erstmals auf Deutsch, Dokumentation Presumption, Making-of.

Soundtrack[Bearbeiten]

  • Pride and Prejudice: The Original Soundtrack from the A&E Special Presentation. Angel Records 1996, eine CD mit 24 Kompositionen von Carl Davis.

Weitere Verfilmungen des Romans[Bearbeiten]

  • 1938: Pride and Prejudice – Großbritannien – Fernsehfilm
  • 1940: Stolz und Vorurteil (Pride and Prejudice) – USA – Spielfilm mit Greer Garson und Laurence Olivier
  • 1952: Pride and Prejudice – Großbritannien – sechsteilige Fernsehverfilmung der BBC
  • 1958: Pride and Prejudice – Großbritannien – sechsteilige Fernsehverfilmung der BBC
  • 1967: Pride and Prejudice – Großbritannien – sechsteilige Fernsehverfilmung der BBC
  • 1980: Stolz und Vorurteil (Pride and Prejudice) – Großbritannien – fünfteilige Fernsehverfilmung der BBC
  • 2004: Liebe lieber indisch (Bride and Prejudice) – Großbritannien/USA – Spielfilm mit Aishwarya Rai und Martin Henderson
  • 2005: Stolz und Vorurteil (Pride & Prejudice) – Frankreich/Großbritannien – Spielfilm mit Keira Knightley und Matthew Macfadyen
  • 2008: Wenn Jane Austen wüsste (Lost in Austen) – Großbritannien – vierteilige Fernsehverfilmung der BBC

Literatur[Bearbeiten]

  • Sue Birtwistle, Susie Conklin: Stolz und Vorurteil: Die Welt der Jane Austen. Verlagsgesellschaft, Köln 1997, ISBN 3-8025-2454-3, 117 S.
  • Sue Birtwistle, Susie Conklin: The Making of Pride and Prejudice. Penguin Books, 1995, ISBN 0-14-025157-X, 128 S. (engl. Ausgabe).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seifenoper und Satire. In: Der Spiegel, 19. Februar 1996.
  2. a b c Klaus Wienert: Süßliche Geschichte. In: Berliner Zeitung, 1. April 1997.
  3. Claire Tomalin: Jane Austen: A Life. Vintage, 1999, ISBN 0-679-76676-6, S. 161.
  4. “I must have read it, oh, hundreds of times. And I’m still finding new things in it. Jane Austen doesn’t waste a word. Not a sentence is superfluous.” Vgl. Pride and Prejudice auf aetv.com (archivierte Version).
  5. “The novel itself is actually my favourite novel and has been for ages. I’ve read it simply for pleasure so many times, […] like everybody else, I’m in love with Elizabeth. […] She’s fiercely moral, she’s got a terrific sense of humour, she makes fun of people, she doesn’t take herself seriously, but she doesn’t put herself down, either.” Sue Birtwistle, Susie Conklin: The Making of Pride and Prejudice. Penguin Books, 1995, S. 1.
  6. “It’s a lively book, and we wanted to get across its vitality. We didn’t want people sitting stiffly in drawing rooms.” William Grimes: An Austen Tale of Sex and Money in Which Girls Kick Up Their Heels. In: The New York Times, 14. Januar 1996.
  7. a b Sue Birtwistle, Susie Conklin: The Making of Pride and Prejudice. Penguin Books, 1995, S. 1–13.
  8. a b c Ronnie Jo Sokol: The Importance of Being Married: Adapting Pride and Prejudice. In: Barbara Tepa Lupack: Nineteenth-Century Women at the Movies: Adapting Classic Women’s Fiction to Film. Bowling Green State University Popular Print, 1. Auflage, 1999, ISBN 0-87972-806-X, S. 78–83.
  9. Vgl. Pride and Prejudice auf aetv.com (archivierte Version).
  10. a b c Sue Birtwistle, Susie Conklin: The Making of Pride and Prejudice. Penguin Books, 1995, S. V–VIII.
  11. a b c d e Sue Birtwistle, Susie Conklin: The Making of Pride and Prejudice. Penguin Books, 1995, S. 15–21.
  12. “Elizabeth has many of the characteristics that women in the 1990’s think that we have reclaimed, or even invented, […]. It’s exciting to see those in a woman written by a woman in the early 1800’s.” William Grimes: An Austen Tale of Sex and Money in Which Girls Kick Up Their Heels. In: The New York Times, 14. Januar 1996.
  13. a b William Grimes: An Austen Tale of Sex and Money in Which Girls Kick Up Their Heels. In: The New York Times, 14. Januar 1996.
  14. Susie Steiner: Twice Shy. In: The Guardian, 31. März 2001.
  15. “[…] like a dream come true, because while he seems to come across as a perpetual ‘Mr. Nice Guy,’ he really does make a journey of his own. At first, he’s totally in thrall to his older friend Darcy. […] But then he does a bit of growing up, and has opinions of his own.” Vgl. Pride and Prejudice auf aetv.com (archivierte Version).
  16. a b Sue Birtwistle, Susie Conklin: The Making of Pride and Prejudice. Penguin Books, 1995, S. 73–78.
  17. Sue Birtwistle, Susie Conklin: The Making of Pride and Prejudice. Penguin Books, 1995, S. 35.
  18. a b c Sue Birtwistle, Susie Conklin: The Making of Pride and Prejudice. Penguin Books, 1995, S. 22–26.
  19. a b c Siegfried Helm: Ein 182 Jahre alter Fernseh-Straßenfeger. In: Die Welt, 23. November 1995.
  20. Jojo Moyes: BBC Cashes in as ‘Darcy Phenomenon’ Has Nation in a Swoon. In: The Independent, 28. Oktober 1995.
  21. John Carman: Austen’s ‘Pride’ Glows / Enchanting Evenings in A&E series. In: San Francisco Chronicle, 12. Januar 1996.
  22. “As far as TV adaptations of literary classics go, this is probably as good as it gets. […] Firth not being in the slightest bit soft and fluffy – and Jennifer Ehle showing the right brand of spirited intelligence as Elizabeth.” Gerard Gilbert: Preview – Recommended Viewing This Weekend. In: The Independent, 23. September 1995, S. 28.
  23. “This splendid adaptation, with a remarkably faithful and sensitively nuanced script by Andrew Davies, is […] a witty mix of love stories and social conniving […]. Mr. Collins’s scenes with his patroness, Lady Catherine de Bourgh, are hilarious […]. Miss Ehle manages to make Lizzy strikingly intelligent and authoritative without being overbearing. And Mr. Firth brilliantly captures Mr. Darcy’s snobbish pride while conveying, largely through intense stares, that he is falling in love despite himself.” John J. O’Connor: An England Where Heart and Purse Are Romantically United. In: The New York Times, 13. Januar 1996.
  24. “[A] chance outdoor encounter between Elizabeth and Darcy at his estate […], may be the sweetest moment in the whole wondrous adaptation. […] Filmed magnificently by John Kenway, edited adroitly by Peter Coulson, the work looks magnificent. […] Designer Gerry Scott does a bang-up job with the interiors, while exteriors are smashing.” Tony Scott: Review: ‘Jane Austen’s Pride and Prejudice’. In: Variety, 7. Januar 1996.
  25. “Lavish and piquant […] this production never misses a note of Austen’s arch comic tone […]. Production values are first rate, with gardens and parlors so meticulously observed […]. And yet, amid the tastefulness, sexual tension lurks. Colin Firth plays Mr. Darcy as though he were a creation of the Brontes rather than the ironic, detached Austen. This Darcy is a man consumed by his passion for Elizabeth (Jennifer Ehle), the novel’s brilliant, voluble heroine. His eyes are piercing, and he cannot take them off her.” Ginia Bellafante: Sick of Jane Austen yet?. In: Time, 15. Januar 1996.
  26. “The actors perform brilliantly.” Mike Cummings, vgl. allmovie.com
  27. vgl. tvspielfilm.de
  28. Stolz und Vorurteil in der Deutschen Synchronkartei