Stornfels

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50.4870259.0353444444444302Koordinaten: 50° 29′ 13″ N, 9° 2′ 7″ O

Stornfels
Stadt Nidda
Höhe: 302 m
Einwohner: 220 (31. Dez. 2013)[1]
Eingemeindung: 1. Dezember 1970
Postleitzahl: 63667
Vorwahl: 06044

Stornfels ist der kleinste Stadtteil von Nidda und liegt im Wetteraukreis in Hessen. Ortsvorsteher ist Mario Schneider (Stand Juni 2013).

Stornfels
Kirche
Hauptstraße "Am Höhenblick" (K192)

Lage[Bearbeiten]

Das Straßendorf liegt auf einem erodierten Vulkanschlot des Vogelsbergs in der nördlichen Wetterau und ist der nördlichste sowie auch hügeligste Stadtteil.

Geschichte[Bearbeiten]

Zwischen 800 und 1300 ist wahrscheinlich die Burg Stornfels, auch Sloz Sturmfels genannt, erbaut worden. Erstmals wird sie schriftlich am 15. Januar 1353 als Sloz Sturmfels der Ziegenhain-Niddaer Grafen erwähnt. Heute existieren nur noch der 18m tiefe Burgbrunnen und im Erdreich auffindbare Reste des Ziegelsteinpflasters des Burghofes hinter der Kirche. Noch heute ist an der Kirche ein alter Einlasstorbogen und Reste eines alten Turms am südöstlichen Eck der Kirche erkennbar. Über dem Einlassbogen ist als Wappen ein sechsstrahliger Stern eingemeißelt. Die Burg wurde damals als Burg zur Sicherung der „rechten Niddastraße“ erbaut, die von Frankfurt am Main nach Kassel führte. Die Kirche selbst wurde um 1850 aus der ehemaligen Zehntscheune der Burg umgebaut. Zuvor befand sich eine kleine Kapelle in Höhe "Höhenblick 29", welche um 1830 baufällig wurde. Der Burgbrunnen ist nicht zugänglich. Nördlich von Stornfels erinnert die "Luthereiche" an einen vermutlichen Aufenthalt Martin Luthers bei dessen Weg zum Wormser Reichstag.

Am 1. Dezember 1970 wurde Stornfels in die Stadt Nidda eingegliedert.[2]

Von 1990 bis 1992 erfolgte eine Dorferneuerung in Stornfels.

Sonstiges[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Mott: Stornfels - einst Fuldaer Besitz, in: "Buchenblätter" Fuldaer Zeitung, 64. Jahrg., Nr. 9, 24. April 1991, S. 33, 34.
  • Ottfried Dascher (Hrsg): Nidda - die Geschichte einer Stadt und ihres Umlandes 1992

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nidda in Zahlen
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 351.