Stotzheim (Bas-Rhin)

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Stotzheim
Wappen von Stotzheim
Stotzheim (Frankreich)
Stotzheim
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Sélestat-Erstein
Kanton Barr
Gemeindeverband Piémont de Barr.
Koordinaten 48° 23′ N, 7° 29′ O48.3797222222227.4913888888889168Koordinaten: 48° 23′ N, 7° 29′ O
Höhe 155–189 m
Fläche 13,61 km²
Einwohner 1.056 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 78 Einw./km²
Postleitzahl 67140
INSEE-Code
Website http://www.stotzheim.fr/

Mairie Stotzheim

Stotzheim (deutsch Stotzheim im Elsass) ist eine französische Gemeinde mit 1056 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Bas-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Arrondissement Sélestat-Erstein, zum Kanton Barr und zum 1995 gegründeten Kommunalverband Piémont de Barr. Die Einwohner werden Stotzheimois genannt.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Stotzheim liegt in der Oberrheinebene, etwa 25 Kilometer südwestlich von Straßburg. Lediglich im Südwesten hat die Gemeinde einen kleinen Anteil an der mit Weinreben bepflanzten Vorbergzone der Vogesen. Die Andlau bildet die nördliche, die Scheer die südöstliche Gemeindegrenze Stotzheims.

Das Siedlungsgebiet des Dorfes zieht sich den Muehlbach entlang, einem künstlichen Abzweig der Andlau.

Nachbargemeinden von Stotzheim sind Zellwiller im Norden, Kertzfeld im Osten, Huttenheim und Sermersheim im Südosten, Epfig im Süden sowie Saint-Pierre im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Stotzheim ist vom mundartlichen Ausdruck storze abgeleitet, was Baumstumpf bedeutet, deshalb werden auf dem Stadtwappen drei Baumstämme dargestellt.

783 wurde Stotzheim in einer Urkunde des Klosters Weißenburg erstmals erwähnt, als Stozzesvillare, 814 als Stotezheim in einer Urkunde von Ludwig dem Frommen. 1314 erwarb der Bischof von Straßburg die Gemeinde.[1]

1444 wurde Stotzheim während des Hundertjährigen Kriegs (1337–1453) von Armagnacs geplündert. Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) wurde es von den Schweden geplündert, die die Kirche anzündeten. Eine neue Kirche wurde erst 1765 gebaut.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008
Einwohner 1002 1021 1072 1005 953 960 1038

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche Saint-Nicolas wurde 1765 an Stelle einer Vorgängerkirche aus dem Jahr 1626 errichtet.

Die Burg Grünstein wurde im 13. Jahrhundert erbaut, jedoch im 16. Jahrhundert durch das heutige Schloss ersetzt. 1298 wird es als Schollenhof in einer Urkunde erwähnt, 1339 als Steinernestock und erst ab 1690 als Pierre Verte oder „Grünstein“. Es wurde 1986 in das Zusatzverzeichnis der Monuments historiques eingetragen. Das Schloss befindet sich im Privatbesitz.[2]

Stotzheim ist mit drei Blumen im Conseil national des villes et villages fleuris (Nationalrat der beblümten Städte und Dörfer) vertreten.[3] Die „Blumen“ werden im Zuge eines regionalen Wettbewerbs verliehen, wobei maximal drei Blumen erreicht werden können.

Kirche Saint-Nicolas
Innenansicht der Kirche

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1965 ist Stotzheim mit der deutschen Gemeinde Ortenberg, etwa 35 Kilometer Luftlinie auf der anderen Seite des Rheins gelegen, partnerschaftlich verbunden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stotzheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  M. Schickelac: Etat De L’eglise D'alsace Avant La Revolution. BiblioBazaar, 2008, ISBN 9780554882468, S. 6f (in Google Books). (französisch)
  2. Stotzheim in der Base Mérimée des Ministère de la culture (französisch)
  3. Stotzheim, Palmarès des communes labellisées (französisch) Abgerufen am 7. Oktober 2012