Ströer Out-of-Home Media

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Ströer Out-of-Home Media AG
Logo der Ströer Out-of-Home Media AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0007493991
Gründung 1990
Sitz Köln, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 1.700 (September 2010)[1]
Umsatz 531,3 Mio. EUR (2010)[2]
Branche Außenwerbung
Website stroeer.de
Moderne Version einer Litfaßsäule von STRÖER: beleuchtet, rotierend.

Die Ströer Out-of-Home Media AG ist ein börsennotiertes deutsches, international tätiges Unternehmen, das in der Vermarktung von Außenwerbung tätig und in Deutschland einer der größten Anbieter von Out-of-Home-Medien ist.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Konzept

Das Unternehmen organisiert Aufstellung, Pflege, Instandhaltung und teilweise Beleuchtung von Werbeflächen, z. B. Plakatwände an Hauswänden (Billboard), in Bahnhöfen usw., die es von privaten Eigentümer bzw. Kommunen anmietet. Auch Verkehrsmedien wie Straßenbahnen oder Busse werden als Werbeflächen angemietet.

Für die kostenlose Aufstellung von Wartehäuschen und anderen Elementen der Stadtmöblierung z. B. an Straßenbahn- und Bushaltestellen beansprucht das Unternehmen die dort erzielten Werbeeinnahmen. Nach dem gleichen Prinzip betreibt es Mega-Lights, verglaste und von innen beleuchteten Werbeträger an Straßenkreuzungen, in denen Plakate innerhalb weniger Sekunden automatisch rotieren, City-Light-Säulen, City-Light-Poster, City-Toiletten, Großuhren usw. Die Ströer Out-of-Home Media AG ist auch im Stadtmarketing tätig. Ein neues Angebot sind werbefinanzierte Fahrradmietstationen sowie elektronische Medien.

[Bearbeiten] Geschichte

Ab 1963 baute der 2004 verstorbene Heiner (Heinz W.) Ströer (* 1938) das Unternehmen Aussenwerbung Heinz W. Ströer GmbH & Co. KG [3] mit den altbekannten Plakatwänden in Köln auf.

Sein späterer Partner, der Bad Godesberger Beamtensohn [4] Udo Müller (* 1962) studierte zunächst Medizin und begann als Handballprofi in Berlin in den 1980er Jahren mit der Suche nach Punkten im Ostteil der Stadt, die vom Westen gut zu sehen waren. Wider Erwarten konnte er sich mit der DDR geschäftlich einigen, auch wenn er schon einmal die Plakatwände selbst anbringen musste. 1990 gründen Ströer und Müller ein gemeinsames Unternehmen, die Ströer City Marketing GmbH, an der jeder 50 % hielt. Unter Einbeziehung inzwischen aufgekaufter Wettbewerber wurde daraus 2002 die Ströer Out-of-Home Media AG, deren Aktionäre Gründersohn Dirk Ströer (* 1969) und Udo Müller sind.

2004 gelang Ströer für gut 400 Mio. Euro mit Hilfe des Private Equity Fonds Cerberus die Übernahme der als Deutsche Städte-Reklame GmbH gegründeten Deutsche Städte-Medien GmbH (DSM) und 2005 der Deutschen Eisenbahn-Reklame (DERG / mittlerweile Ströer DERG Media GmbH). Im Gegenzug erhielt das New Yorker Finanzunternehmen Cerubes 15 Prozent der Anteile von Ströer Media. Seitdem ist Ströer in einer Vielzahl an Bahnhöfen vertreten und verfügt über 250.000 Werbeflächen. Auch der Uhrenaufsteller Zeit und Werbung GmbH (ZuW / mittlerweile Tochtergesellschaft der DSM unter der Bezeichnung DSM Zeit und Werbung GmbH) gehört zur Ströer Out-of-Home Media AG. Darüber hinaus ist Ströer in 12 Ländern aktiv, darunter Großbritannien, Spanien, Polen und der Türkei. Als er erkannte, dass er sich in Frankreich gegen seinen Konkurrenten JCDecaux nicht durchsetzen konnte, verkaufte er 2005 sein dortiges Tochterunternehmen an den dortigen Marktführer. Das Unternehmen erwirtschaftete 2004 mit 1.350 Mitarbeitern einen Umsatz von 548 Mio. Euro (Bruttowerbeerlöse). 2005 erzielte es einen Umsatz von 385 Mio. Euro, wovon fast 90 % auf den deutschen Markt entfielen.[5] 2007 belief sich der Umsatz auf 509 Mio. Euro, 2008 betrug der Umsatz 493 Mio. Euro.[6] Im Jahr 2009 ging der Umsatz aufgrund der Werbekrise auf rund 470 Mio. Euro zurück, die Profitabilität (bereinigte operative EBITDA-Marge) konnte dennoch gesteigert werden. [2] Ende 2009 trennte sich die Ströer Gruppe von ihrer Tochter Megaposter[7]. Im Geschäftsjahr 2010 erreichte das Unternehmen mit einem Umsatz von 531 Millionen Euro ein Rekordergebnis. [8]

Seit Juli 2010 sind die Aktien der Ströer AG im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und seit dem 20. September 2010 ist die Aktie in den SDAX aufgenommen worden. [9] Im November 2011 hat Ströer ECE flatmedia GmbH, eine Tochtergesellschaft der ECE und führender Anbieter für digitale Markenkommunikation und Verkaufsförderung in Einkaufszentren, erworben.[10] Damit verstärkt das Unternehmen sein Engagement im Bereich des Bewegtbildmarktes. Das Angebot des Kölner S-Dax Unternehmens umfasst damit digitale Bewegtbildnetze in den 200 größten deutschen Bahnhöfen, in U- und S-Bahnen, am Flughafen und nun auch in den größten deutschen Einkaufszentren.

[Bearbeiten] Kennzahlen

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Konzernumsatz:

  • 2010: EUR 531,30 Mio.
  • 2009: EUR 469,80 Mio.
  • 2008: EUR 493,36 Mio.
  • 2007: EUR 509,04 Mio.
  • 2006: EUR 439,82 Mio.
  • 2005: EUR 385,37 Mio.
  • 2004: EUR 366,18 Mio.
  • 2003: EUR 145,57 Mio.
  • 2002: EUR 137,27 Mio.

Konzernbeschäftigte (GJ-Durchschnitt):

  • 2010: 1712 (weltweit)
  • 2009: 1447 (weltweit)
  • 2008: 1446 (weltweit)
  • 2007: 1375
  • 2006: 1170
  • 2005: 1156
  • 2004: 1401
  • 2003: 560

[Bearbeiten] Zu der Ströer-Gruppe gehören

  • Arge Schönefeld GbR
  • blowUP media GmbH, Deutschland (sowie deren Tochtergesellschaften in Großbritannien, Spanien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden)
  • City Design Gesellschaft für Außenwerbung mbH
  • City Plakat BMA GmbH (mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2010 auf ihre Muttergesellschaft, die Ströer Media Deutschland GmbH, verschmolzen worden)
  • CulturePlak Marketing GmbH
  • DERG Vertriebs GmbH
  • DSM Decaux GmbH
Das Logo von DSM
  • DSM Deutsche Städte Medien GmbH, Deutschland (seit Anfang 2004)
  • DSM Deutsche Städte-Medien Nordwest GmbH, Deutschland (seit Anfang 2004, zum 30. November 2006 auf die DSM Deutsche Städte-Medien GmbH verschmolzen worden)
  • DSM Krefeld Außenwerbung GmbH
  • DSM Mediaposter GmbH
  • DSM Zeit und Werbung GmbH
  • Go Public! Eventmedia GmbH
  • Hamburger Außenwerbung GmbH (mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2010 auf ihre Muttergesellschaft, die DSM Deutsche Städte Medien GmbH, verschmolzen worden)
  • Hamburger Verkehrsmittel-Werbung GmbH
  • Infoscreen Gesellschaft für Stadtinformationsanlagen mbH, Deutschland (inzwischen: Ströer Infoscreen GmbH)
  • Infoscreen Hamburg Gesellschaft für Informationssysteme mbH
  • Kölner Aussenwerbung GmbH, Deutschland (gemeinsam mit Stadtwerke Köln GmbH)
  • Kultur-Medien Hamburg GmbH
  • mediateam Werbeagentur GmbH/Ströer Media Deutschland GmbH & Co. KG GbR
  • Mega-Light Staudenraus & Ströer GbR
  • News Outdoor Poland sp. z o. o.[11]
  • SK Kulturwerbung Bremen-Hannover GmbH
  • SK Kulturwerbung Rhein-Main GmbH
  • Stadtkultur Rhein-Ruhr GmbH Büro für Kultur- und Produktinformation
  • Ströer DERG Media GmbH, Deutschland (seit 2005; bis 2006 unter der Firmierung Deutsche Eisenbahn-Reklame GmbH (DERG))
  • Ströer Deutsche Städte Medien GmbH
  • Ströer Kentvizyon Reklam Pazarlama Ltd., Türkei
  • Ströer Media Deutschland GmbH
  • Ströer Polska Sp. z o.o.
  • Ströer Sales & Services GmbH, Deutschland
  • Trierer Gesellschaft für Stadtmöblierung mbH
  • Werbering GmbH
  • X-City Marketing Hannover GmbH, Deutschland (gemeinsam mit der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG)
  • u. a.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ströer Out-of-Home Media AG: Finanzkennzahlen im Überblick. Abgerufen am 11. November 2010.
  2. a b Ströer Out-of-Home Media AG: Ströer liefert Rekordergebnis in 2010. 12. April 2011, abgerufen am 12. April 2011.
  3. http://www.stroeer.de/presse.912.0.html?newsid=82 Nachruf vom 8. März 2004 Ströer AG trauert um Heiner Ströer (abgerufen am 6. November 2011)
  4. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/koepfe/der-stroeer-gruender-wagt-den-gang-an-die-boerse/3489756.html?p3489756=all Porträt Udo Müller - Der Ströer-Gründer wagt den Gang an die Börse, Handelsblatt vom 14. Juli 2010 (abgerufen am 6. Novemberg 2011)
  5. Handelsblatt vom 10. Oktober 2006: Die drei von der Werbestelle
  6. Horizont.net vom 18. Juni 2009: Ströer: Leichtes Minus im Geschäftsjahr 2008
  7. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17. August 2009: Ströer trennt sich von Megaposter
  8. [1] Pressemitteilung der Ströer Out-of-Home Media AG vom 12. April 2011.
  9. [2] Pressemitteilung der Deutschen Börse vom 6. September 2010
  10. [3] Pressemitteilung der Ströer Out-of-Home Media AG vom 2. November 2011.
  11. Börsen-Zeitung Veröffentlichung der Börsen-Zeitung vom 20. Oktober 2010
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