Straßenbahn Esslingen–Nellingen–Denkendorf

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Straßenbahn Esslingen–Nellingen–Denkendorf
Triebwagen Nummer 4 im ehemaligen Straßenbahnmuseum Zuffenhausen
Triebwagen Nummer 4 im ehemaligen Straßenbahnmuseum Zuffenhausen
Streckenlänge: 11,6 km
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Zweigleisigkeit: Pliensauturm–Weilstraße und
Zollberg–Mutzenreisstraße
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Stadtlinie vom Charlottenplatz
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Esslingen Schelztor
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Durchgangslinie von Stuttgart-Obertürkheim
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0,0 Esslingen Bahnhof 237 m
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Durchgangslinie nach Oberesslingen
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0,3 Esslingen Pliensauturm, Bahnstrecke Stuttgart–Ulm
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Pliensaubrücke, Stahlbrücke über den Neckar
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Pliensaubrücke, Steinbrücke über die Bundesstraße 10
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0,6 Pliensauvorstadt Weilstraße 239 m
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2,3 Zollberg (ehemals Waldheim) 335 m
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2,8 Zollberg Mutzenreisstraße 362 m
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3,2 Nellingen Linde (ehemals Linde Berkheim) 370 m
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4,0
0,0
Nellingen Hindenburgstraße 353 m
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Nellingen Depot Schillerstraße
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4,5 Nellingen Rosenstraße 349 m
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5,6 Denkendorf Stadion 345 m
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6,1 Denkendorf Ochsen 326 m
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0,5 Nellingen Riegelstraße
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1,8 Scharnhausen Krähenbach (ehemals Grasiger Weg)
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2,3 Scharnhausen Lenzhalde 328 m
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2,7 Scharnhausen Brücke 300 m
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Körsch
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4,0 Hagenäcker 346 m
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Bundesautobahn 8
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4,8 Neuhausen Im Häusle 338 m
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5,2 Neuhausen Brücke 316 m
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5,5 Neuhausen Bahnhofstraße

Die Straßenbahn Esslingen–Nellingen–Denkendorf (END) war eine Überlandstraßenbahn, die von Esslingen am Neckar nach Nellingen und von dort auf zwei getrennten Strecken weiter nach Denkendorf und Neuhausen führte. Sie nahm 1926 den Betrieb auf und wurde 1978 stillgelegt und durch Omnibuslinien ersetzt. Die ehemalige Betreibergesellschaft Straßenbahn Esslingen–Nellingen–Denkendorf GmbH existiert bis heute als Omnibus-Unternehmen END Verkehrsgesellschaft.

Geschichte[Bearbeiten]

Nachdem Esslingen bereits seit 1912 von der Straßenbahn Esslingen am Neckar erschlossen wurde, ging am 18. Dezember 1926 auch die Überlandstrecke nach Nellingen in Betrieb. Sie begann in Esslingen auf dem Bahnhofsvorplatz, überquerte auf der Pliensaubrücke den Neckar und erreichte über die Serpentinen der Zollbergstraße Nellingen auf den Fildern (Höhenunterschied circa 130 Meter). Sie führte weiter bis Denkendorf am Rande des Körschtals.

Drei Jahre später, am 21. September 1929, wurde eine in Nellingen abzweigende Streckenerweiterung über Scharnhausen nach Neuhausen eröffnet. Betriebsmittelpunkt war die Wagenhalle mit Werkstatt in Nellingen.

Während des Umbaus der Pliensaubrücke im Jahr 1964 war die Schienenverbindung über die Brücke vorübergehend unterbrochen. Die nach Esslingen fahrenden Züge wendeten in dieser Zeit mittels einer einfachen Wendeschleife, die westlich der südlichen Brückenrampe angelegt wurde. Sie diente zugleich als provisorische Endhaltestelle.

Aus wirtschaftlichen Gründen, deren Berechtigung damals ebenso wie noch heute bezweifelt wird, wurde der Gesamtbetrieb am 28. Februar 1978 eingestellt. Der Straßenbahnbetrieb wurde fortan durch die Buslinien

  • ED (Esslingen–Denkendorf, seit 1985 Linie 119) und
  • EN (Esslingen–Neuhausen, seit 1985 Linie 120)

ersetzt. Die Betriebsführung wurde an den Städtischen Verkehrsbetrieb Esslingen am Neckar (SVE) übergeben, welcher speziell für die Bedienung dieser beiden Linien erstmals in seiner Geschichte (Schub)-Gelenkbusse des neuen Typs O 305 G von Daimler-Benz beschaffte. Es war die erste kommerzielle Einsatzstrecke für diese Busbauart.

Museumspläne nach der Einstellung[Bearbeiten]

Das Depot in Nellingen und ein Großteil des Fuhrparks blieben nach der Einstellung zunächst unverändert erhalten, da der Amateurverein Straßenbahnmuseum Stuttgart e. V. (SMS) Pläne verfolgte, auf dem Abschnitt Nellingen–Neuhausen eine Museumsstraßenbahn einzurichten. Unabhängig davon wurde jedoch bereits zwei Tage nach der Stilllegung des Betriebs in Nellingen die Fahrleitung im Bereich zwischen der Schillerstraße und der Hindenburgstraße abgebaut – um der Bushaltestellenbucht Richtung Esslingen Platz zu machen, musste dort ein Gebäude abgerissen werden, an welchem die Oberleitung befestigt war. Nach der Einstellung gab es aber trotzdem noch einige Rangierbewegungen im Hallenvorfeld und auf der Schillerstraße. Dies war nur deshalb möglich, weil eines der Unterwerke direkt an die Nellinger Wagenhalle angebaut war. So war es anfangs noch möglich, Strom im Bereich der Hallengleise und des Vorfelds einzuspeisen. Später wurden die Fahrzeuge dann jedoch nur noch per Muskelkraft verschoben, weil dann auch die Fahrleitung außerhalb der Halle abgebaut worden war. In den engen Gleisbögen vor der Halle, wo dies nicht möglich war, wurde mit Hilfe eines Rüstwagens mit selbstgebastelter Zwischenkupplung (Kupplungsadapter zwischen LKW-Kupplung und Scharfenbergkupplung) rangiert. Aufgrund des großen Aufwandes waren diese Aktionen aber eher selten.

Gescheitertes Museumsprojekt[Bearbeiten]

Winterfahrplan 1976/77

Schon im April 1979 entschied sich der Gemeinderat von Ostfildern jedoch dafür, das Gelände der Nellinger Wagenhalle anderen Zwecken zuzuführen. Als Ausgleich bot man dem SMS am Ortsrand von Nellingen ein Alternativgelände für die Errichtung einer kleinen Wagenhalle mit Museum an. Weiterhin lehnte der Gemeinderat damals die finanzielle Unterstützung einer END-Museumsbahn ab.

Im Mai 1980 wurde als Alternativlösung diskutiert, die geplante END-Museumsbahn nach Neuhausen erst am Ortsrand von Nellingen beginnen zu lassen. Währenddessen erwarb die Stadt Ostfildern das Nellinger Depotgelände und der Gemeinderat beschloss die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Areal. Gleichzeitig begann auch die Umgestaltung beziehungsweise der Ausbau der drei Nellinger Durchgangsstraßen, das heißt der Hindenburgstraße, der Esslinger Straße und der Denkendorfer Straße.

Am 2. Dezember 1981 kam schließlich das endgültige Aus für das Museumsprojekt, der Gemeinderat Ostfilderns bleibt bei seiner Haltung vom April 1979 und beschloss, dem SMS auch weiterhin keinen finanziellen Zuschuss für die Errichtung eines END-Museums zu gewähren. Mit dem damit verbundenen Aus für die ersatzweise geplante kleinere Wagenhalle am Nellinger Ortsrand waren auch die Planungen für eine Museumsstrecke von Nellingen nach Neuhausen endgültig beendet.

Der Verein zog mit einem Teil der Fahrzeuge ins badische Schönau, wo er 1995 ersatzlos aufgelöst wurde. Die Wagenhalle in Nellingen wurde abgebrochen. An gleicher Stelle entstand nach den ursprünglichen Bauprinzipien ein Kulturzentrum, die Halle. Die neueren Wagen von 1958 wurden an die Rittnerbahn bei Bozen verkauft, von den älteren Fahrzeugen werden die Wagen Nummer 4 (restauriert auf den Zustand von circa 1930) und Nummer 2 (im Zustand von 1978) im Straßenbahnmuseum Stuttgart und Wagen Nummer 8 im Hannoverschen Straßenbahn-Museum erhalten.

Fahrzeuge[Bearbeiten]

Die folgende Liste führt sämtliche bei der END je eingesetzten Personenfahrzeuge auf, noch existierende Wagen sind grau unterlegt:

Nummer Baujahr Herkunft, Verbleib und sonstige Bemerkungen
1 1926 1969 verschrottet
2 1926 Stuttgarter Historische Straßenbahnen (nicht betriebsfähig, im Zustand von 1978)
3 1926 Ursprünglich mit BW 22 am Zollberg als Denkmal aufgestellt, seit 1981 im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim, nicht zugänglich
4 1926 Stuttgarter Historische Straßenbahnen (Museumsbestand, nicht betriebsfähig, restauriert auf den Zustand von ca. 1930)
5 1926 zum Straßenbahnmuseum Stuttgart nach Schönau, 1995 verschrottet
6 1927 1981 im Tausch gegen den Reutlinger Triebwagen 30 (ehemals ESS 7) ohne Motoren zum Technikmuseum Marxzell verkauft, 200x verschrottet
7 1929 1974 verschrottet
8 1929 zum Hannoverschen Straßenbahn-Museum nach Wehmingen, Museumsbestand (nicht betriebsfähig), 2012 wegen schlechtem Zustand verschrottet
9 1929 zum Straßenbahnmuseum Stuttgart nach Schönau, 1995 verschrottet. Eines der Frontbleche wurde von Mitgliedern des Vereins Stuttgarter Historische Straßenbahnen geborgen und in die Museumsbar Zur Rostigen Schelle integriert.
10 1942 zum Straßenbahnmuseum Stuttgart nach Schönau, 1995 verschrottet
11 1955 zum Straßenbahnmuseum Stuttgart nach Schönau, Anfang der 2000er Jahre verschrottet
12 1958 am 14. September 1982 ins SSB-Zentrum nach Stuttgart-Möhringen, am 23. November 1982 zur Rittnerbahn, 1991 aufgearbeitet, seither im planmäßigen Einsatz (nur zu verkehrsschwachen Zeiten)
13 1958 am 14. September 1982 ins SSB-Zentrum nach Stuttgart-Möhringen, am 29. November 1982 zur Rittnerbahn, als Ersatzteilspender abgestellt in der Remise Klobenstein, wurde am 18. Dezember 2012 nach Stuttgart überführt und soll wieder ausstellungsbereit gemacht werden
20 I 1903 1933 von Stuttgart (ehemals SSB 300, sog. „Königswagen“), 1965 zurück an SSB, dort zunächst als Museumswagen vorgesehen, infolge seines Zustandes aber 1967 im Austausch gegen SSB-Lehrwagen 2002 (ehemals 610) zum Verschrotten verkauft und abgebrochen
20 II 1950 1965 von Stuttgart (ehemals SSB 297), 1980 zum Straßenbahnmuseum Stuttgart nach Schönau, erhielt dort die Nr. 2020, heute im Privatbesitz (Raum Aachen/Euskirchen)
21 1926 Stuttgarter Historische Straßenbahnen (Museumsbestand, nicht betriebsfähig)
22 1926 Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim, nicht zugänglich
23 1926 Stuttgarter Historische Straßenbahnen (nicht betriebsfähig, Cafe Alte Achse)
24 1926 1972 verschrottet
25 1926 nach Einstellung verschrottet
26 1926 zum Straßenbahnmuseum Stuttgart nach Schönau, 1995 verschrottet
27 1926 1972 verschrottet
28 1927 nach Einstellung verschrottet
29 1929 zum Straßenbahnmuseum Stuttgart nach Schönau, 1995 verschrottet
30 1929 zum Straßenbahnmuseum Stuttgart nach Schönau, dort zum Generatorwagen Nr. 2230 umgebaut, 1995 verschrottet
31 1929 197x an Reit- und Fahrverein Gärtringen; Oktober 2012 verschrottet; 1 Radsatz an Geschichtsverein Nagold für Schauanlage Schmalspurbahn Nagold–Altensteig
32 1929 1972 verschrottet
33 1949 1971 verschrottet
34 1949 1973 verschrottet
35 1952 zum Straßenbahnmuseum Stuttgart nach Schönau, 1995 verschrottet
36 1958 1982 zur Rittnerbahn, zunächst als Ersatzteilspender neben der Remise Klobenstein abgestellt, im November 2009 verschrottet, ein Drehgestell als Ausstellungsstück erhalten (Stuttgarter Historische Straßenbahnen e. V.)
37 1958 1982 zur Rittnerbahn, zunächst als Ersatzteilspender neben der Remise Klobenstein abgestellt, im November 2009 verschrottet
41 1912 1951 von Stuttgart (ehemals SSB 1182; zuvor ESS 22), 1965 zurück an SSB und zu deren Firmenjubiläum 1968 zum nostalgisierten Beiwagen 70 ohne historisches Vorbild umgestaltet, 1995 Rückbau auf seinen Ursprungszustand unter der ESS-Nummer 22, heute im Bestand der Stuttgarter Historische Straßenbahnen e. V. (nicht betriebsfähig)

Anmerkung: Die Beiwagen 21 bis 28 trugen ursprünglich in fortlaufender Nummerierung zu den ersten Triebwagen die Nummern 6 bis 13, die Umzeichnung erfolgte 1927.

Relikte[Bearbeiten]

Der ehemalige Triebwagen 12 im Einsatz bei der Südtiroler Rittnerbahn
Auf dieser mittlerweile abgerissenen Brücke querte die END einst die Gleise der Bahnstrecke Stuttgart–Ulm
Ein Oberleitungsmast der ehemaligen Strecke Nellingen-Neuhausen bei Scharnhausen
Triebwagen 2 im Stuttgarter Straßenbahnmuseum

Pliensaubrücke[Bearbeiten]

Auf der Behelfsbrücke über den Neckar ist noch ein etwa 50 Meter langes Stück Doppelgleis mit Rillenschienen erhalten geblieben. Die Brücke entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, als der Neckar zum Schifffahrtsweg ausgebaut wurde. Sie verbindet seither den Pliensauturm mit dem historischen Teil der Pliensaubrücke, der über die Bundesstraße 10 führt.

Haltestelle Zollberg[Bearbeiten]

Im Bereich Haltestelle Zollberg wurde auf einem Stück der ehemaligen Trasse ein kurzer Busfahrstreifen in Fahrtrichtung Esslingen eingerichtet. Auch der ehemalige Bahnsteig Richtung Esslingen wird auf diese Weise bis heute genutzt, dort verkehren die Linie 118 des Oberleitungsbus Esslingen am Neckar sowie die Omnibuslinien 113, 119 und 120. Ebenfalls erhalten blieb das rechteckige Fundament des ehemaligen Haltestellenhäuschens, es umfriedet jetzt den heutigen Glasunterstand. Ebenfalls noch genutzt wird die im Zuge des zweigleisigen Ausbaus entstandene Fußgängerunterführung unter der Zollbergstraße, die auch als Haltestellenzugang dient.

Nachbau der Nellinger Wagenhalle[Bearbeiten]

Aufgrund seiner seltenen Dachkonstruktion wollte die Stadt Ostfildern das 67 Meter lange Nellinger Depot auch nach der Aufgabe der Pläne für eine Museumsstraßenbahn dauerhaft erhalten. Es handelte sich hierbei um die sogenannte Zollingerdach-Lamellenbauweise, benannt nach dem Architekten Friedrich Zollinger. Weil sich das ursprüngliche Hallendach in den 1980er-Jahren jedoch in einem schlechten Zustand befand, entschied man sich zu einem Nachbau gemäß den ursprünglichen Plänen. Dieser entstand in den Jahren 1986 bis 1989 und wurde in das neue Nellinger Bürgerzentrum integriert. Der Nachbau ersetzt dabei den linken Teil des ehemaligen Depots, das heißt die bereits zur Betriebsaufnahme 1926 fertiggestellte Hälfte. Allerdings ist der Depot-Nachbau auch an der ehemaligen Rückseite zur Goethestraße hin offen ausgeführt. Zur Vermeidung von Zugluft wurden an der ehemaligen Einfahrtsseite vier Stahltore eingebaut, die in Form und Größe den alten Holztoren entsprechen.

Eigene Trasse zwischen Nellingen und Neuhausen[Bearbeiten]

Zwischen dem westlichen Ortsrand von Nellingen und dem nördlichen Ortsrand von Neuhausen ist die Trasse auf einer Länge von 3,7 Kilometern vollständig erhalten geblieben. Dieser Abschnitt war als einziger völlig unabhängig vom Straßennetz trassiert. Vom Ortsrand Neuhausen aus ist sie in Richtung Scharnhausen auf einer Länge von 1,4 Kilometern mit einem Bahntrassenradweg überbaut worden. Anhand dieses Radwegs kann der frühere Trassenverlauf nachvollzogen werden. Die heutige Brücke der Bundesautobahn 8 über die Trasse beziehungsweise über den Radweg ist hingegen ein Neubau, sie entstand beim Ausbau der Autobahn von vier auf sechs Fahrspuren.

Ausbaupläne[Bearbeiten]

In jüngerer Zeit wurden Überlegungen angestellt, die inzwischen bis Nellingen führende Stuttgarter Stadtbahn bis nach Esslingen zu verlängern, wie am 30. August 2013 erneut in der Esslinger Zeitung berichtet („Rückenwind für Stadtbahn“).

Literatur[Bearbeiten]

  • 50 Jahre Straßenbahn Esslingen–Nellingen–Denkendorf 1926–1976, Offizielle Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum
  • Gottfried Bauer, Ulrich Theurer, Claude Jeanmaire: Straßenbahnen um Stuttgart. Verlag Eisenbahn, Villigen/Schweiz 1984, ISBN 3-85649-047-7.
  • Christian Rilling: Die Straßenbahn Esslingen–Nellingen–Denkendorf. Ein Beitrag zur Nahverkehrsentwicklung Esslingens und der östlichen Filder. In: Esslinger Studien. Nummer 42/2003. Seiten 163 ff. Stadtarchiv Esslingen am Neckar, ISSN 0174-4445.
  • tram-TV: Längst vergessene Straßenbahnen: Esslingen-Nellingen-Denkendorf & Reutlingen, DVD, Verlag: tram-TV Köln, ISBN 978-3-9813669-6-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Straßenbahn Esslingen–Nellingen–Denkendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien