Straßkirchen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Straßkirchen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Straßkirchen
Straßkirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Straßkirchen hervorgehoben
48.83333333333312.716666666667324Koordinaten: 48° 50′ N, 12° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Straßkirchen
Höhe: 324 m ü. NHN
Fläche: 38,39 km²
Einwohner: 3162 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94342
Vorwahl: 09424
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 192
Gemeindegliederung: 15 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Straßkirchen
Lindenstr. 1
94342 Straßkirchen
Webpräsenz: www.strasskirchen.de
Bürgermeister: Christian Hirtreiter (CSU)
Lage der Gemeinde Straßkirchen im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt) Windberg Wiesenfelden Straßkirchen Steinach (Niederbayern) Stallwang Schwarzach (Niederbayern) Sankt Englmar Salching Rattiszell Rattenberg (Niederbayern) Rain (Niederbayern) Perkam Perasdorf Parkstetten Oberschneiding Niederwinkling Neukirchen (Niederbayern) Mitterfels Mariaposching Mallersdorf-Pfaffenberg Loitzendorf Leiblfing Laberweinting Konzell Kirchroth Irlbach Hunderdorf Haselbach (Niederbayern) Haibach (Niederbayern) Geiselhöring Feldkirchen (Niederbayern) Falkenfels Atting Ascha Aiterhofen Aholfing Straubing Landkreis Kelheim Regensburg Landkreis Landshut Landkreis Regen Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Deggendorf Landkreis Cham Landkreis Cham Landkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Stephanus
Dorfbrunnen mit Postillonskulptur von Kasimir Boot

Straßkirchen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Straßkirchen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Straßkirchen liegt in der Region Donau-Wald und im Gäuboden. Die Donau fließt in einer Entfernung von ca. zwei Kilometern an Straßkirchen vorbei.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Straßkirchen hat 15 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Paitzkofen, Schambach und Straßkirchen.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Straßkirchen im Jahr 1140. Straßkirchen gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Natternberg des Kurfürstentums Bayern. In Schambach, Paitzkofen und Stetten existierten Hofmarken. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Rahmen der Gemeindegebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 die bis dahin selbständigen Gemeinden Irlbach, Paitzkofen (amtlich bis 1870 Peitzkofen[3]) und Schambach sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Amselfing und Grafling eingegliedert. Nach einem Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes im Jahre 1983 wurde Irlbach wieder eigenständige Gemeinde.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 2777
  • 1987: 2725
  • 2000: 3283
  • 2007: 3335
  • 2009: 3304
  • 2011: 3259

Politik[Bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Dr. Christian Hirtreiter (CSU). Er wurde 2014 mit 56,6 % in der Stichwahl gegen den Amtsinhaber der SPD gewählt. Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder mit derzeit folgender Sitzverteilung:

  • CSU: 7 Sitze (2008: -1)
  • SPD: 5 Sitze (2008: ±0)
  • Freie Wählervereinigung Schambach (FWV): 2 Sitze (2008: +1)
  • Aktive Bürger Straßkirchen (ABS): 2 Sitze (2008: +2).

Der Haushaltsplan der Gemeinde umfasst Im Jahr 2012 ein Gesamtvolumen von 11,36Mio €, wobei auf den Verwaltungshaushalt 6.557.600 € und auf den Vermögenshaushalt 4.798.050 € entfallen. Die Gewerbesteuereinnahmen betragen 3.500.000 €. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 235 Euro und die Gesamtschulden bei 764.789 Euro. (Stand 12/2012)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Straßkirchen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 17, im produzierenden Gewerbe 197 und im Bereich Handel und Verkehr 105 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 155 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1083. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 80 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.781 ha, davon waren 2.725 ha Ackerfläche und 56 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßkirchen liegt direkt an der B 8 und verfügt außerdem über einen Bahnhof, von dem aus tagsüber stündlich Nahverkehrszüge der Agilis sowohl in Richtung Straubing/Regensburg als auch nach Plattling/Passau fahren. Die Gemeinde gibt jedes Jahr über 200.000 Euro für die Straßenbeleuchtung und den Straßenunterhalt aus.

Orts- und Gemeindeverbindungsstraßen: Die Ortsstraßen haben eine Länge von 23,466 km, davon ausgebaut 21.025 km. Die Gemeindeverbindungsstraßen sind 37,363 km lang, davon ausgebaut 20.992 km. Die Feldwege im Gemeindegebiet insgesamt messen 128,806 km, davon in Straßkirchen 51,076 km, Schambach 41,280 km und in den Ortsteilen Paitzkofen, Thal, Gänsdorf, Seehof, Tiefenbrunn, Makofen und Stetten 36,450 km.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2011):

  • zwei Kindergärten mit 125 Kindergartenplätze und 114 Kindern: St. Martin, St. Elisabeth
  • Volksschule (Grund− und Mittelschule) mit 23 Lehrern und 243 Schüler(inne)n

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Josef Schlecht, Bürgermeister 1919–1923, verliehen am 22. März 1954[7][8]
  • Johann Altschäffl, Bürgermeister 1945–1972
  • Josef Schraml, Geistlicher Rat, verliehen am 22. Juni 1947
  • Edmund Krumbacher, Zollinspektor, verliehen am 29. September 1950

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111225/203214&attr=OBJ&val=858
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 577.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 632 und 633.
  5. "Baumständer Tüftler Krinner" Spiegel Online, 22. Dezember 2007
  6. "Einfach schrauben", Brand eins, 01/2009
  7. Ehrenbürger auf der Gemeinde-Homepage
  8. Ehrenbürger auf RegioWiki