Straden

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Dieser Artikel beschreibt die Marktgemeinde Straden in Österreich. Für die gleichnamige Ortschaft in Tschechien, siehe Stradov (Chlumec).
Straden
Wappen von Straden
Straden (Österreich)
Straden
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Südoststeiermark
Kfz-Kennzeichen: SO (ab 1.7.2013; alt: FB)
Fläche: 56,5 km²
Koordinaten: 46° 48′ N, 15° 52′ O46.80583333333315.871111111111351Koordinaten: 46° 48′ 21″ N, 15° 52′ 16″ O
Höhe: 351 m ü. A.
Einwohner: 3.691 (1. Jän. 2014)
Postleitzahlen: 8345, 8342, 8343, 8355, 8483, 8484
Vorwahl: 03473
Gemeindekennziffer: 6 23 90
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Straden 2
A-8345 Straden
Website: www.straden.gv.at
Politik
Regierungskommissär Gerhard Konrad
Lage der Marktgemeinde Straden im Bezirk Südoststeiermark
Bad Gleichenberg Bad Radkersburg Deutsch Goritz Edelsbach bei Feldbach Eichkögl Fehring Feldbach Gnas Halbenrain Jagerberg Kapfenstein Kirchbach in der Steiermark Kirchberg an der Raab Klöch Mettersdorf am Saßbach Mureck Murfeld Paldau Pirching am Traubenberg Riegersburg Sankt Anna am Aigen Sankt Peter am Ottersbach Sankt Stefan im Rosental Straden Tieschen Unterlamm SteiermarkLage der Gemeinde Straden im Bezirk Südoststeiermark (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Straden ist eine Marktgemeinde mit 3691 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Südoststeiermark bzw. Gerichtsbezirk Feldbach in der Steiermark. Am 1. Jänner 2015 wurden im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark die ehemaligen Gemeinden Hof bei Straden, Krusdorf und Stainz bei Straden eingemeindet.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 20 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

  • Dirnbach (162)
  • Grub II (123)
  • Hart bei Straden (170)
  • Hof bei Straden (390)
  • Karbach (73)
  • Karla (80)
  • Kronnersdorf (324)
  • Krusdorf (275)
  • Marktl (148)
  • Muggendorf (369)
  • Nägelsdorf (141)
  • Neusetz (191)
  • Radochen (217)
  • Schwabau (84)
  • Stainz bei Straden (293)
  • Straden (326)
  • Sulzbach (90)
  • Waasen am Berg (168)
  • Waldprecht (30)
  • Wieden-Klausen (164)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dirnbach, Grub II, Hart, Hof, Karbach, Kronnersdorf, Krusdorf, Marktl, Muggendorf, Nägelsdorf, Neusetz, Oberkarla, Radochen, Schwabau, Stainz bei Straden, Straden, Sulzbach, Unterkarla, Waasen und Wieden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gnas Bad Gleichenberg Sankt Anna am Aigen
Sankt Peter am Ottersbach Nachbargemeinden Tieschen
Deutsch Goritz Halbenrain

Geschichte[Bearbeiten]

Nachdem im Jahr 1188 erstmals ein Pfarrer von Merin genannt wurde, wurde im Jahr 1265 das Dorf Marktl erstmals urkundlich als zur Burg Merin gehörender Markt erwähnt („Forum Merein“). Wegen der ständigen Bedrohung aus dem Osten konnten sich Handel und Gewerbe allerdings nicht entfalten. So waren 1445 nur noch zwölf von 37 Hofstätten im Jahr 1265 übrig. Dennoch war Marktl bis 1848 Sitz des Landgerichtes „am Straden“.

Im 15. Jahrhundert begann sich dann an Stelle des Namens Merin der heute übliche Name Straden einzubürgern.

1460 brannte die alte Pfarrkirche von Straden ab. Vermutlich zwischen 1480 und 1513 wurde die neue Kirche Sankt Maria am Himmelsberg errichtet.

Im Jahr 1517 wurde die Sebastianibruderschaft gegründet und mit dieser dürfte auch die Errichtung der wenige Meter weiter südlich gelegenen Doppelkirche zusammenhängen, die bis ins 17. Jahrhundert als Karner Verwendung fand.

Zur gleichen Zeit wurde Straden mit der Errichtung einer bis zu zehn Meter hohen Wehrmauer zum Tabor ausgebaut, mit dessen Hilfe sich die Stradener 1605 gegen die Heiducken erfolgreich wehrten.

Ab dem 17. Jahrhundert setzten Wallfahrten zur Kirche Sankt Maria am Himmelsberg ein und auch die Zahl der Pfarrbevölkerung wuchs an, so dass eine weitere Kirche errichtet wurde (Kirche Sankt Florian). Der Wanderprediger Johannes Anton de Lucca starb am 16. August 1714 und wurde in der Pfarrkirche begraben.

Das Postamt gab es seit 1851 und den Gendarmerieposten seit 1870. Zwischen 1886 und 1938 gab es ein Kloster und eine Privat-Mädchenschule der Schulschwestern aus Graz-Eggenberg in Straden. 1945 war Straden Frontgebiet. Durch deutschen Artilleriebeschuss wurde der Kirchturm der Pfarrkirche, aber auch die Gemeinde selbst schwer beschädigt. Daran erinnert das Kanonenrohr eines deutschen Geschützes, das ein wenig abseits am Rand des Hauptplatzes von Straden aufgestellt ist.

Der Bau der Hauptschule (1949) und der Wasserleitungsbau (1955–1958) waren die ersten Großprojekte in der Zeit des Wiederaufbaus. Die Großgemeinde Straden entstand 1968 aus den Katastralgemeinden Hart, Kronnersdorf, Marktl, Nägelsdorf, Schwabau, Straden, Waasen am Berg und Wieden-Klausen. 1972 wurde das Gemeindewappen verliehen und 1973 folgte die Markterhebung.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
71,73 %
(+7,56 %p)
12,09 %
(-2,08 %p)
11,82 %
(-2,71 %p)
4,36 %
(-2,77 %p)
2005

2010


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Straden

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 2009 Alfred Schuster (* 1952), Bürgermeister von Straden 1987–2009

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Christa Schillinger-Prassl (Red.): Straden. Straden 1999
  • Gottfried Allmer, Norbert Müller: 800 Jahre Pfarre Straden 1188–1988. Straden–Graz 1988

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Straden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 24. Oktober 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Straden und der Gemeinden Hof bei Straden, Krusdorf und Stainz bei Straden, alle politischer Bezirk Südoststeiermark. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 15. November 2013. Nr. 129, 32. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 634.
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011